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    <title>Himmel-Blau - Klarheit über Alkohol</title>
    <link>https://www.himmel-blau.ch</link>
    <description>Alkohol und Frauen: Als Suchtmedizinerin schreibe ich ehrlich über Risiken, Zahlen und Strategien für einen bewussten Umgang - aus ärztlicher und persönlicher Perspektive.</description>
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      <title>Himmel-Blau - Klarheit über Alkohol</title>
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      <link>https://www.himmel-blau.ch</link>
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    <item>
      <title>Rausch oder Ruhe? Was im Gehirn passiert, wenn wir trinken</title>
      <link>https://www.himmel-blau.ch/rausch-oder-ruhe</link>
      <description>"Ich trinke immer mehr, als ich will". Warum Aufhören so schwer fällt und wie das Feierabendglas Wein das Gehirn umbaut. Eine Suchtmedizinerin erklärt.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neulich auf einer Party ...
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie ihr vielleicht schon bemerkt habt, lasse ich mich für meine Beiträge von meinem Leben inspirieren. Häufig stammt diese aus meinem beruflichen Umfeld. Als Suchtmedizinerin werde ich durch meine Patientinnen zwangsläufig mit den zahlreichen Facetten des Alkoholkonsums konfrontiert. Aber auch mein Privatleben liefert mir immer wieder viel Material für Geschichten. So auch neulich: 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich lernte eine Frau auf einer Party kennen. Im Gespräch fragte sie mich nach meinem Beruf. Ich erzählte ihr, dass ich Ärztin bin, die auf die Behandlung von Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen spezialisiert ist, und in einem Zentrum für Suchtmedizin arbeite. An dieser Stelle verläuft das weitere Gespräch normalerweise wie folgt: „Oh, wirklich! Das stelle ich mir aber schwer vor.“ Diese Aussage wird meistens von einem betroffenen Gesichtsausdruck begleitet. Die Person ist dann meist bemüht, das Thema zu wechseln.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich atme dann innerlich einmal durch. Ich möchte nicht unhöflich sein, die Aussage ist immer nett gemeint. Sie drückt aber im Kern genau das Problem aus, das wir mit dem Umgang von Betroffenen mit Abhängigkeitserkrankungen haben. Es klingt, als ob ich mich altruistisch aufopferte und mich um Menschen kümmerte, denen ohnehin nicht mehr zu helfen sei und die zudem selbst schuld an ihrer Erkrankung seien. Keiner, der diese Aussage macht, sieht sich selbst in meiner Sprechstunde sitzen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Realität sieht jedoch anders aus. Meine Arbeit ist weder schwerer noch leichter als die von anderen Ärztinnen. Im Gegenteil: Sie macht mir täglich Freude. Ich arbeite in einem tollen Team und knüpfe jeden Tag wertvolle Kontakte zu Menschen mit den unterschiedlichsten Lebensgeschichten und Hintergründen. Ich stelle immer wieder fest: Sucht ist etwas, das die Gesellschaft vereint. Auch wenn wir das gerne verdrängen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber ich schweife ab. Zurück zur Party. An diesem Abend verlief das Gespräch anders. Die Frau brachte nicht die übliche Floskel hervor, sondern sagte: „Du kennst dich mit Alkoholabhängigkeit aus? Sag mal, ich trinke auch immer viel mehr, als ich möchte. Nicht täglich, aber wenn ich einmal angefangen habe, fällt es mir schwer, aufzuhören. Woran liegt das?”
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wow! Ich war geplättet. So viel erfrischende Ehrlichkeit begegnet mir nicht oft. Ich hätte sie am liebsten umarmt. Genau das ist der richtige Ansatz: offen und ohne Scham über Alkohol sprechen. (
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/alkohol-von-stigma-und-vorurteilen"&gt;&#xD;
      
           Zum Thema Scham und Stigma empfehle ich euch diesen Artikel.
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           )
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Stoff, zwei Erwartungen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wer trinkt, hat in der Regel eine von zwei Erwartungen. Die erste lautet: „Mach mich lebendig!”, die zweite: „Mach mich ruhig!” Beim Rauschtrinken wird der Kick gesucht. Mehrere Gläser in kurzer Zeit, die Stimmung steigt, die Hemmungen fallen. Beim Entspannungstrinken hingegen wird eine beruhigende Wirkung angestrebt. Das Glas Wein nach einem langen Tag nimmt den Druck von den Schultern. Bei beiden Mustern wird die gleiche Substanz genutzt, jedoch unterschiedliche Systeme im Gehirn. Und beide haben einen Preis, den man erst bemerkt, wenn es zu spät ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was Alkohol im Gehirn anstellt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alkohol hat keinen eigenen Rezeptor. Er ist vielmehr ein chemischer Generalschlüssel, der an mehreren Türen gleichzeitig rüttelt. 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           - GABA
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , der wichtigste hemmende Botenstoff, wird verstärkt. Es entfaltet eine beruhigende und angstlösende Wirkung und ruft Müdigkeit hervor. 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           - Glutamat
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , der wichtigste erregende Botenstoff, wird vor allem an den NMDA-Rezeptoren gedämpft.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           GABA und Glutamat kann man somit als Lichtschalter im Gehirn bezeichnen. Glutamat knipst das Licht an, GABA schaltet es aus. 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           - Endorphine
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , die körpereigenen Opioide, werden freigesetzt. Sie lösen ein warmes Wohlgefühl aus. 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           - Dopamin
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            wird im Belohnungszentrum (Nucleus accumbens) ausgeschüttet. Dies geschieht indirekt über die Wirkung auf GABA, Glutamat und die Endorphine. Vereinfacht gesagt liefern Dopamin und Endorphine das „Hoch“. GABA und gedämpftes Glutamat sorgen für „Ruhe”. Welche Seite überwiegt, hängt vom Moment, der Menge und dem Menschen ab.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Rauschtrinken: Gaspedal ohne Bremse
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich kehre zu meiner Bekannten auf der Party zurück. „Ich trinke immer viel mehr, als ich eigentlich möchte.“ Dabei trinke ich gar nicht täglich.“ In diesen zwei Sätzen steckt das typische Muster des Rauschtrinkens: kein Dauerkonsum, aber wenn, dann richtig. Das erste Glas ist eine bewusste Entscheidung. Ab dem zweiten Glas wird einem diese Entscheidung abgenommen. Warum das so ist, lässt sich genau erklären. Beim Rauschtrinken geht es um die erste Hälfte der Kurve. Solange der Blutalkoholwert steigt, überwiegt die anregende Wirkung. Sinkt der Wert wieder, stellen sich Müdigkeit und Schwere ein. Wer nachschenkt, bevor die Müdigkeit einsetzt, verlängert den Aufstieg. Das ist im Kern das Rezept für eine durchzechte Nacht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Die Kick- und Bremswirkung sind ungleich verteilt.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Einige Menschen spüren die Anregung stark, die Sedierung jedoch kaum. Die Forscherin Andrea King bezeichnet dies als Gaspedal ohne funktionierende Bremse. In ihrer Langzeitstudie mit 249 Personen sagte genau dieses Profil späteres Rauschtrinken und Abhängigkeitssymptome voraus.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24094754/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           (King et al. 2014)
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           "Du verträgst viel" ist kein Kompliment.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine geringere Empfindlichkeit für die dämpfende Wirkung ist zu 40–60 % erblich bedingt und kündigt in fast allen Langzeitstudien später auftretende Alkoholprobleme an. Wer mehr Gläser benötigt, um etwas zu spüren, trinkt pro Anlass mehr.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Das Belohnungssystem lernt schnell.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In einer Bildgebungsstudie führte bereits der bloße Geschmack von Bier zu einer Dopaminausschüttung, obwohl kein messbarer Alkohol im Blut nachgewiesen werden konnte. (Oberlin et al. 2013). Das Gehirn reagierte also bereits auf das Versprechen. 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Und es nützt sich ab.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit wiederholten Rauscherlebnissen nimmt die alkoholbedingte Dopaminausschüttung ab (Urban et al. 2010). Für den gleichen Effekt braucht es dann mehr. Die Party wird teurer, das Hoch flacher. 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Die Antwort auf die Frage nach der Party lautet also:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mit Willensstärke hat das wenig zu tun. Wer einmal angefangen hat und nicht mehr aufhören kann, erlebt ein Belohnungssystem, das Gas gibt, während die Bremse spät oder gar nicht greift. Jedes weitere Glas verlängert den angenehmen Rausch und schiebt die Müdigkeit hinaus. Und je öfter sich das wiederholt, desto mehr braucht es dafür. Dass sie nicht täglich trinkt, ist dabei kein Entwarnungssignal. Gerade dieses Muster kann, wie wir gleich sehen werden, der Anfang eines Weges sein, der beim Entspannungstrinken endet.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Entspannungstrinken: Die geliehene Ruhe
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Das Feierabendglas wirkt.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das ist das Tückische daran. In der Amygdala, dem Angstzentrum des Gehirns, verstärkt Alkohol die hemmende Wirkung von GABA und dämpft die erregende Wirkung von Glutamat (Roberto et al.). Pharmakologisch ist das nicht weit von Beruhigungsmitteln entfernt. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Das Gehirn steuert jedoch dagegen.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Unser Nervensystem strebt nach Gleichgewicht. Wird es regelmäßig gedämpft, rüstet es auf der Gegenseite auf. Bei chronischem Konsum werden die erregenden NMDA-Rezeptoren hochreguliert. Das Gaspedal wird verstärkt, um die Bremse wieder auszugleichen. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Das Stresssystem wird aufgerüstet.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mit der Zeit fährt das Gehirn die Dopamin-Belohnung herunter, die Glutamat-Aktivität steigt und die Stresssysteme geraten aus dem Gleichgewicht. Dabei stehen zwei Botenstoffe im Zentrum. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            -
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           CRF
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            (Corticotropin-Releasing-Factor): der zentrale Stressbotenstoff. Er wird vor allem in der Phase ohne Alkohol, also im Entzug, bei Angst und bei Rückfällen aktiv. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            -
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Dynorphin
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ist ein körpereigenes Opioid mit der umgekehrten Wirkung der Endorphine. Es vermittelt die gedrückte, gereizte Stimmung beim Absetzen und treibt das stressbedingte Trinken an.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Die Folge:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ohne Alkohol ist das Nervensystem überreizt und gestresst. Das Glas Wein am Abend löst nicht mehr den Stress des Tages, sondern den Stress, den der Alkohol selbst erzeugt hat. Fachleute sprechen in diesem Fall von negativer Verstärkung. Man trinkt nicht mehr, um sich gut zu fühlen, sondern um sich nicht schlecht zu fühlen. 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Ein Wandel, der sich in der Regel schleichend vollzieht. Das bestätigen mir auch die Patientinnen aus meiner Sprechstunde. Der Wechsel vom Entspannungs- zum Anti-Stress-Trinken wird nicht bewusst wahrgenommen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Vom Kick zur Erleichterung
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese beiden Trinkmuster sind keine getrennten Typen, sondern oft Stationen auf demselben Weg. Der Suchtforscher George Koob beschreibt die Entwicklung einer Abhängigkeit als Übergang von positiver Verstärkung (Lust) zu negativer Verstärkung (Linderung). 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Dieser Kreislauf hat drei Phasen, die sich gegenseitig antreiben. 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           1. Rausch:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Alkohol wirkt belohnend, Dopamin und Endorphine werden ausgeschüttet. 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           2. Entzug und Missstimmung:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Spiegel sinkt und das aufgerüstete Stresssystem meldet sich. 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           3. Verlangen:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Gedanken kreisen um das nächste Glas, das Linderung verspricht. 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Mit jeder Runde verschiebt sich das Gewicht. Die Belohnung wird schwächer, das Unbehagen stärker (Kawakami und Koob).
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Jeder Kater ist ein kleiner Entzug. Tierversuche zeigen, dass wiederholter Wechsel von Rausch und Entzug das Gehirn verändert und später stressbedingte Angst verstärkt. Eine Vorgeschichte mit Rauschtrinken beschleunigt zudem den Übergang in die Abhängigkeit. Das wilde Wochenende von heute ebnet den Weg für das unverzichtbare Feierabendglas von morgen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Fazit: Am Ende trinkt man, um sich normal zu fühlen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Beim Rauschtrinken und Entspannungstrinken wird Alkohol unterschiedlich genutzt. Gibst du mir ein Hoch oder Entspannung? Die Antwort des Gehirns ist auf Dauer dieselbe: Das Belohnungssystem nutzt sich ab, während das Stresssystem aufrüstet. 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Das scheinbar kultivierte Glas zum Feierabend ist neurobiologisch nicht harmloser als der Exzess am Wochenende. Letzterer sitzt sogar näher am Kern der Abhängigkeit. Dort, wo Alkohol nicht mehr belohnt, sondern nur noch das Unbehagen dämpft, das er selbst erzeugt hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Zur Quellenlage:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Befunde zu CRF, Dynorphin und den Rezeptoranpassungen stammen überwiegend aus Tierversuchen. Beim Menschen sind sie durch Bildgebung und klinische Beobachtung gut gestützt, aber nicht in jedem Detail belegt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
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          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
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      &lt;a href="/entspannung-aus-dem-glas-alkohol-und-stress"&gt;&#xD;
        
            Entspannung aus dem Glas: Hilft Alkohol bei Stress?
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
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            Warum trinken wir Alkohol: Eine Frage der Chemie
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/36554be5/dms3rep/multi/pexels-photo-22763564.jpeg" length="274962" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Sun, 04 Oct 2026 11:08:01 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.himmel-blau.ch/rausch-oder-ruhe</guid>
      <g-custom:tags type="string">Alkohol Gehirn,Feierabendglas,Binge Drinking,nicht aufhören können zu trinken,Entspannungstrinken,Alkohol</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/36554be5/dms3rep/multi/pexels-photo-22763564.jpeg">
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      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/36554be5/dms3rep/multi/pexels-photo-22763564.jpeg">
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Wein, Weib und die Boulevardpresse - Der Rotwein Mythos</title>
      <link>https://www.himmel-blau.ch/wein-weib-und-die-boulevardpresse-der-rotwein-mythos</link>
      <description>"Mädels holt die Weinflaschen raus!" Eine Ärztin zerlegt die Wein-Diät der Boulevardpresse - und erklärt, warum Resveratrol den Alkohol nicht rettet.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Wein-Diät
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Macht Rotwein schlank? Ist ein Glas am Abend gut fürs Herz? Die kurze Antwort lautet: nein. Die lange Antwort beginnt bei einer Frauenzeitschrift und endet bei Mäusen.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Wein-Diät
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im Frühling 2023 hat mich meine Schwester auf einen Beitrag der Zeitschrift InStyle aufmerksam gemacht, der damals auf Social Media die Runde machte. Das Heft richtet sich vor allem an junge Frauen und widmet sich am liebsten Beauty, Fashion und Lifestyle. Der erste Satz des Artikels lautete:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.instyle.de/beauty/abnehmen-mit-wein-trinken-das-bestaetigt-eine-studie" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           «Mädels, holt die Weinflaschen raus! Eine Studie bestätigt jetzt, Weintrinken hilft beim Abnehmen!»
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wow. Ein offensichtlich seriös recherchierter Artikel zu einer der wichtigsten Fragen der emanzipierten Frau von heute: «Wie bleibe oder werde ich schlank?» Und dann auch noch von einem Mann geschrieben! Ich war sofort angefixt und wollte wissen, wie die «Wein-Diät» (O-Ton des Autors!) funktioniert. Doch schon ein paar Zeilen weiter liess ich den Korkenzieher enttäuscht wieder fallen. Der Autor war offenbar doch kein Wissenschaftsjournalist. Entweder hatte er die Studie nicht gelesen, oder er hatte sie nicht verstanden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Worum ging es eigentlich?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der InStyle-Beitrag stützte sich auf eine Mitteilung, die die
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://news.wsu.edu/press-release/2015/06/18/wsu-scientists-turn-white-fat-into-obesity-fighting-beige-fat/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Washington State University
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2015 veröffentlicht hatte. Forschende der WSU hatten in einem Versuch an Mäusen gezeigt, dass Resveratrol weisse Fettzellen in sogenannte beige Fettzellen umwandeln kann. Weisses Fett speichert Energie, beiges Fett verbrennt sie zu Wärme.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was ist Resveratrol?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Resveratrol gehört zu den Polyphenolen. Das sind sekundäre Pflanzenstoffe, denen im Labor antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften nachgewiesen wurden. Ob sie auch beim Menschen vor Krankheiten wie Krebs schützen, ist bis heute nicht belegt. Resveratrol steckt vor allem in roten Beeren und roten Trauben, und deshalb in kleinen Mengen auch im Rotwein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Von Mäusen und Menschen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Studie bekamen zwei Gruppen von Mäusen eine fettreiche Kost. Eine der beiden Gruppen erhielt zusätzlich Resveratrol, und zwar in einer Dosis, die umgerechnet etwa 340 g Obst pro Tag beim Menschen entspricht. Die Resveratrol-Mäuse nahmen rund 40 % weniger an Gewicht zu als die Vergleichsgruppe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ja, aber Moment mal! Hat der InStyle-Schreiberling dann doch recht? Rotwein enthält Resveratrol, Resveratrol hilft Mäusen beim Schlankbleiben, also macht Rotwein uns Frauen schön und schlank!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nicht ganz. In dieser Argumentation stecken gleich mehrere Denkfehler.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erstens macht Resveratrol den Rotwein nicht gesund. Mit derselben Logik könnte man eine Suppe mit ein paar Knollenblätterpilzen für unbedenklich halten, weil Pilze ja reich an Ballaststoffen und B-Vitaminen sind. Das Resveratrol neutralisiert die Giftwirkung des Alkohols nicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zweitens macht Alkohol dick und nicht dünn. Ein Gramm Alkohol liefert 7 kcal und damit fast so viel Energie wie Fett. Solange die Leber mit dem Abbau des Alkohols beschäftigt ist, fährt sie die Fettverbrennung herunter. Nebenbei sinkt auch die Hemmschwelle vor dem Kühlschrank. Da trinke ich doch lieber ein Glas Traubensaft und brate mir ein paar Champignons.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Drittens sind Menschen keine Mäuse. Was bei Mäusen funktioniert, lässt sich nicht einfach auf den Menschen übertragen. Dafür bräuchte es klinische Studien, und diese Belege fehlen bis heute. Es gibt deshalb auch keine Empfehlung, wie viel Resveratrol man nehmen müsste, damit die Pfunde purzeln.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Viertens stimmt die Dosis nicht. Manche Nahrungsergänzungsmittel enthalten bis zu 1 g Resveratrol. Rotwein enthält meist nur wenige Milligramm pro Liter. Um auf 1 g zu kommen, müsste man je nach Wein 100 bis mehrere hundert Liter trinken. Für eine Diät ist das ein bisschen viel.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Mein Fazit: «Mädels, lasst die Weinflaschen im Keller. Alkohol macht leider weiterhin dick. Sucht euch lieber eine gesündere Diät-Alternative.»
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und das Glas Rotwein fürs Herz?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Vorstellung, dass ein Glas am Abend das Herz schützt, stammt aus Beobachtungsstudien der 1990er-Jahre. Bekannt wurde sie unter dem Stichwort «French Paradox». Neuere Auswertungen zeigen, woher der vermeintliche Vorteil kommt. In der Gruppe der «Nichttrinker» landeten oft Menschen, die wegen einer Krankheit mit dem Trinken aufgehört hatten. Rechnet man diesen Effekt heraus, verschwindet der Schutz weitgehend. Die WHO hat 2023 klargestellt, dass es keine Menge Alkohol gibt, die für die Gesundheit unbedenklich ist. Für Frauen ist das besonders relevant, denn schon kleine Mengen erhöhen das
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/alkohol-und-brustkrebs" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Brustkrebsrisiko
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Warum sich aufregen?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein medizinisch schlecht recherchierter Artikel in einem Lifestyle-Magazin. Warum sich darüber aufregen, war mein erster Gedanke. Doch je länger ich darüber nachdachte, desto wütender wurde ich. Anders als mein kleiner Blog hat die InStyle eine grosse Reichweite. Mit ihren Beiträgen prägt sie das Schönheitsideal und das Körperbild vieler junger Frauen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Kommentare auf Social Media waren bis auf zwei Ausnahmen begeistert. Hurra, noch ein Grund mehr, täglich Rotwein zu trinken! Ein Mann, der die verharmlosende Darstellung kritisierte, bekam prompt zur Antwort, er solle nicht so «bierernst» sein. Die Leserinnen seien schliesslich erwachsen und wüssten den Beitrag mit Humor zu nehmen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ist das so? War der Artikel Satire? Habe ich bei Sätzen wie «Viele Ärzte raten sowieso dazu, abends ein Glas Rotwein zu trinken» und «Zudem soll Rotwein generell eine lebensverlängernde Wirkung haben»* die Ironie verpasst? Nein. Der Beitrag ist ein Paradebeispiel dafür, wie Halbwahrheiten die Folgen des Alkoholkonsums verharmlosen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alkohol als Lifestyle-Produkt mit Gesundheitsbonus zu verkaufen, ist nicht nur falsch. Es ist gefährlich. Die InStyle scheint damit kein Problem zu haben, denn der Folgebeitrag hiess bezeichnenderweise «Abnehmen mit Tequila». Sorry, liebe InStyle, das will ich lieber gar nicht wissen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           *Nein, das tun sie nicht. Und nein, die hat er nicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
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&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Tue, 29 Sep 2026 18:41:09 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.himmel-blau.ch/wein-weib-und-die-boulevardpresse-der-rotwein-mythos</guid>
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  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Serienabend mit Nebenwirkung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Netflix und ich, wir führen eine On-off-Beziehung. Wochenlang streame ich gar nichts, und dann finde ich plötzlich wieder eine Serie, deren Folgen ich am liebsten am Stück durchschauen möchte. Im Moment ist das „The Perfect Lie“, eine niederländische Serie nach dem Roman „De Eetclub“ von Saskia Noort.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Serie fasziniert mich, allerdings nicht so sehr wegen der Handlung. Zugegeben, spannend ist sie: Einer stirbt unter mysteriösen Umständen, alles ist nebulös, keiner weiss, wer mit wem, wie, was, wo … Nein, ich bin fasziniert, weil ich lange keine Serie mehr gesehen habe, in der so viel getrunken wird. Die Protagonisten wechseln quasi im Minutentakt vom Wein zum Lunch zum Champagner am Nachmittag, vom Cocktail am Abend und wieder zurück. Spätestens ab der zweiten Folge hatte ich das Gefühl, allein vom Zuschauen eine Alkoholvergiftung zu bekommen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und irgendwann wurde mir klar: Das ist kein Zufall, das ist ein Muster. Alkohol als Sinnbild für Luxus, ein sorgloses Leben und ausgelassene Lebensfreude.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Natürlich fällt mir nicht zum ersten Mal auf, wie häufig Filme und Serien auf Alkohol zurückgreifen. Die Kommissarin hatte einen schweren Tag? Da wird erst einmal eine Flasche Wein entkorkt, beim männlichen Helden landen wir direkt beim Whisky. Zwei Menschen kommen sich näher? Das geht natürlich nicht ohne die obligatorische Flasche Rotwein beim ersten Date.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und in Büchern ist es nicht anders. Kürzlich habe ich einen Roman meiner absoluten Lieblingsautorin gelesen. Ihren Namen verrate ich nicht, ich möchte sie nicht blossstellen, denn ihre Bücher sind wirklich toll. Aber in diesem gab es eine Szene, bei der ich ernsthaft überlegt habe, ihr aus der Sicht einer Suchtmedizinerin einen Tipp zu geben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Mann und eine Frau verbringen einen Abend zusammen. Noch sind sie kein Paar, das kommt wahrscheinlich erst im nächsten Band. Die Autorin wollte zeigen, wie zwischen den beiden sofort eine tiefe Nähe entsteht. Aus einem kurzen Besuch wird ein Gespräch, das die ganze Nacht andauert. Mit vier Flaschen Rotwein. Vier Flaschen Rotwein zu zweit!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich möchte mir nicht vorstellen, welches Bild ich nach zwei Flaschen Rotwein intus abgeben würde. Für ein tiefsinniges Gespräch bis in die Morgenstunden würde es jedenfalls definitiv nicht mehr reichen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kurz nachgerechnet
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Ärztin in mir konnte es nicht lassen. Eine Flasche Rotwein enthält rund 75 Gramm reinen Alkohol. Zwei Flaschen pro Person sind also etwa 150 Gramm, das entspricht
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/risikoarmer-konsum"&gt;&#xD;
      
           12 bis 15 Standardgläsern
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            . Eine durchschnittlich schwere Frau würde damit im Laufe der Nacht auf Werte weit über
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/blutalkoholkonzentration"&gt;&#xD;
      
           2 Promille
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            kommen. In diesem Bereich lallt man, schwankt und verliert den Faden, und ab etwa 3 Promille wird es lebensgefährlich. Das ist keine Kulisse für tiefe Gespräche, sondern eher ein Fall für die Notaufnahme. Woran man eine Alkoholvergiftung erkennt, beschreibe ich in
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/katerstimmung" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Katerstimmung und Katzenjammer
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kein Einzelfall: Alkohol läuft fast immer mit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mein Eindruck ist nicht nur ein Gefühl, er ist sogar gezählt worden. Forschende in Grossbritannien haben 50 Folgen der fünf bestbewerteten Netflix- und Amazon-Serien Minute für Minute ausgewertet. Ergebnis: In 47 der 50 Folgen, also in 94 Prozent, kam Alkohol vor.¹ In den Streaming-Serien war Alkohol sogar häufiger zu sehen als im klassischen Abendprogramm des britischen Fernsehens.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei Spielfilmen sieht es ähnlich aus. In einer Folgestudie mit Filmen von Netflix und Amazon war in über 40 Prozent aller ausgewerteten Filmabschnitte Alkohol im Bild, unabhängig davon, ob der Film für Erwachsene oder für Jugendliche freigegeben war.²
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Drehbuch trinkt mit: die typischen Muster
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wer einmal darauf achtet, erkennt immer wieder dieselben Szenen:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Der harte Tag:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die Heldin kommt nach Hause, lässt die Tasche fallen und greift zum Glas. Ein Schluck, ein Seufzer, und alle wissen: Der Tag war schlimm. Alkohol ist hier die Kurzform für Erschöpfung und Stressabbau.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Die Annäherung:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Zwei Menschen, eine Flasche Wein, ein langer Abend. Alkohol als Beschleuniger für Nähe, Offenheit und Sex.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Krise und Trauer:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Der Whisky nach der Todesnachricht, das Glas nach dem Streit. Alkohol als Trostspender.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Feiern und Erfolg:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Kein Happy End, keine Beförderung und keine Hochzeit ohne Champagner.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Der Lebensstil:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Wein als Statussymbol, als Zeichen für Wohlstand, Genuss und Kultiviertheit. So wie im Dinner-Club von „The Perfect Lie“.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für Drehbuchautorinnen ist das praktisch. Ein Glas erklärt eine Stimmung schneller als jeder Dialog. Aber jede dieser Szenen erzählt uns auch, wofür Alkohol angeblich gut ist: zum Entspannen, zum Trösten, zum Verbinden, zum Feiern. Und genau diese Botschaften höre ich später in meiner Sprechstunde wieder, in den Sätzen meiner Patientinnen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Heldin und ihr Weinglas
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Besonders auffällig ist das bei Frauenfiguren. Bridget Jones zählt in ihrem Tagebuch die Alkoholeinheiten und greift trotzdem immer wieder zum Chardonnay. Carrie und ihre Freundinnen in „Sex and the City“ haben den Cosmopolitan zum Kultgetränk gemacht. Olivia Pope, die toughe Krisenmanagerin aus „Scandal“, beendet ihre Tage gern mit einem riesigen Glas Rotwein auf dem Sofa. Und in „Big Little Lies“ ist das Weinglas praktisch fester Bestandteil jeder Szene.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Frauen sind stark, erfolgreich, witzig und sympathisch. Das Weinglas gehört zu ihrem Charme. Es steht für Unabhängigkeit, für verdiente Auszeit, für Freundinnenabende. Dazu kommt die „Wine Mom“, die überforderte Mutter, die sich mit Humor und Wein durch den Familienalltag rettet. Was in Komödien witzig ist, beschreibe ich im echten
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Leben in
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/entspannung-aus-dem-glas-alkohol-und-stress" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Entspannung aus dem Glas
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wer nicht trinkt, braucht eine Erklärung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Muster fällt mir besonders auf: Wenn eine Frau in einer Serie ein Glas ablehnt, wissen wir sofort, dass etwas im Busch ist. Entweder ist sie schwanger, und das ist der nächste Plot-Twist, oder sie ist eine „trockene Alkoholikerin“ mit dunkler Vergangenheit. Dass jemand einfach keine Lust auf Alkohol hat, kommt so gut wie nie vor.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das ist mehr als ein Drehbuch-Klischee. Genau das erleben Frauen auch im echten Leben: Wer nicht mittrinkt, muss sich erklären, und die erste Frage lautet oft „Bist du schwanger?“. Wie man darauf antworten kann, steht in
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/alkoholfrei-durch-die-weihnachtszeit" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Weihnachten ohne Alkohol
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was die Drehbücher weglassen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alkohol wirkt in Filmen und Serien fast immer, aber er hat selten Folgen. Die Heldin trinkt am Abend eine halbe Flasche Wein und steht am nächsten Morgen frisch und strahlend auf. Kein Kopfweh, keine Unruhe um drei Uhr nachts, keine Scham am Morgen danach, keine Augenringe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Und wenn Alkohol doch zum Problem wird, dann meist nur im Extrem: der totale Absturz, der Kontrollverlust, der Entzug im Krankenhaus. Die leise Grauzone dazwischen, das Glas, das jeden Abend selbstverständlicher wird, zeigt kaum eine Serie. Dabei befinden sich genau dort die meisten Frauen, die in meine Sprechstunde kommen. Mehr dazu in
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/in-der-grauzone-gray-area-alkoholkonsum" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           In der Grauzone
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            und in
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/trinke-ich-zuviel-warum-der-standard-test-fur-frauen-nicht-reicht" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Trinke ich zu viel?
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Manchmal ist es einfach Werbung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nicht jede Flasche im Bild ist ein künstlerischer Einfall. Getränkekonzerne bezahlen dafür, dass ihre Marken in Filmen und Serien auftauchen. Das bekannteste Beispiel ist James Bond: Der Agent, der seinen Martini „geschüttelt, nicht gerührt“ bestellt, trank in „Skyfall“ plötzlich Heineken, weil die Brauerei für diese Platzierung einen Millionenbetrag bezahlt hatte.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Product Placement ist für die Alkoholindustrie besonders attraktiv, weil es nicht wie Werbung wirkt. Wir sehen keine Anzeige, sondern eine Figur, die wir mögen, in einer Situation, mit der wir mitfühlen. Wie Alkohol gezielt an Frauen vermarktet wird, schaue ich mir in einem der nächsten Beiträge genauer an.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was das mit uns macht
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bilder prägen, was wir für normal halten. Wenn jede Heldin nach einem schweren Tag trinkt, wirkt das Glas am Abend wie die natürliche Reaktion auf Stress. Wenn jede Annäherung bei Wein stattfindet, scheint Nähe ohne Alkohol schwieriger. Wir lernen diese Verknüpfungen, ohne es zu merken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Forschung zeigt, dass das keine harmlose Unterhaltung ist. Jugendliche, die in Filmen viel Alkohol sehen, beginnen früher zu trinken und trinken häufiger in riskanten Mengen.³ ⁴ In einem Experiment tranken junge Erwachsene, die einen Film mit vielen Trinkszenen schauten, währenddessen selbst mehr Alkohol als eine Vergleichsgruppe.⁵
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Für Menschen, die mit dem Trinken aufgehört haben, kommt noch etwas hinzu: Bilder können als Auslösereize wirken. Das Entkorken, das Einschenken, das Anstossen, all das kann das Verlangen wecken, auch vor dem Bildschirm. Warum das so ist, erkläre ich in
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/erlernter-konsum-wie-dopamin-das-trinkverhalten-steuert" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Erlernter Konsum
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es geht auch anders
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es gibt Filme und Serien, die Alkohol ehrlicher zeigen. In „Smashed“ (2012) kämpft eine junge Lehrerin, die ihr Trinken lange für normal hält, um ihre Nüchternheit. Die Sitcom „Mom“ erzählt mit viel Humor und ohne Schönfärberei von Mutter und Tochter, die beide gegen ihre Sucht ankämpfen. Und der dänische Oscar-Gewinner „Der Rausch“ (2020) zeigt vier Lehrer, die ein Experiment mit ständigem Alkoholpegel wagen. Ein Film, der Alkohol gleichzeitig feiert und seine Abgründe zeigt und damit wunderbar zum Diskutieren einlädt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit offenen Augen schauen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich werde „The Perfect Lie“ trotzdem zu Ende schauen, schliesslich will ich wissen, wer es war. Und ich werde auch weiterhin die Bücher meiner Lieblingsautorin lesen. Filme und Serien dürfen unterhalten, übertreiben und Klischees bedienen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber ich schaue inzwischen anders hin. Und das möchte ich dir mitgeben: Achte beim nächsten Serienabend einmal darauf, wie oft getrunken wird. Wann greifen die Figuren zum Glas? Was soll uns die Szene erzählen? Und wie oft wirkt Alkohol, ohne dass er Folgen hat? Du wirst überrascht sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und vielleicht fällt dir dabei auch auf, was in deinem eigenen Glas steht, während du zuschaust.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Quellen
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ¹ Barker, A. B. et al. (2019): Quantifying tobacco and alcohol imagery in Netflix and Amazon Prime instant video original programming accessed from the UK: a content analysis. BMJ Open.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6398653/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           PMC6398653
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ² Alfayad, K. et al. (2021): Content analysis of Netflix and Amazon Prime Instant Video original films in the UK for alcohol, tobacco and junk food imagery. Journal of Public Health.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33675356" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           PubMed 33675356
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ³ Sargent, J. D. et al. (2006): Alcohol use in motion pictures and its relation with early-onset teen drinking. Journal of Studies on Alcohol.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ⁴ Waylen, A. et al. (2015): Alcohol use in films and adolescent alcohol use. Pediatrics.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ⁵ Engels, R. C. M. E. et al. (2009): Alcohol portrayal on television affects actual drinking behaviour. Alcohol and Alcoholism. [prüfen, Link ergänzen]
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das könnte dich auch interessieren:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/entspannung-aus-dem-glas-alkohol-und-stress" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Entspannung aus dem Glas
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ·
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/trinke-ich-zuviel-warum-der-standard-test-fur-frauen-nicht-reicht" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Trinke ich zu viel?
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ·
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/erlernter-konsum-wie-dopamin-das-trinkverhalten-steuert" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Erlernter Konsum
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ·
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/alkoholfrei-durch-die-weihnachtszeit" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Weihnachten ohne Alkohol
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/md/pexels/dms3rep/multi/pexels-photo-3394310.jpeg" length="447337" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 28 Sep 2026 19:59:49 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.himmel-blau.ch/prost-heldin-alkohol-in-filmen-und-serien</guid>
      <g-custom:tags type="string">Frauen Wein Serien,Alkohol in Filmen und Serien,Netflix Alkohol,Product Placement Alkohol,alkohol in den Medien,Alkohol,The Perfect Lie</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/md/pexels/dms3rep/multi/pexels-photo-3394310.jpeg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/md/pexels/dms3rep/multi/pexels-photo-3394310.jpeg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Trinke ich zu viel? Warum der Standard-Test für Frauen nicht reicht</title>
      <link>https://www.himmel-blau.ch/trinke-ich-zuviel</link>
      <description>Trinke ich zu viel? Der AUDIT-Test der WHO zum Selbstausfüllen, warum seine Grenzwerte für Frauen zu hoch sind und Fragen, die kein Test stellt.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "Frau Esser, was meinen Sie? ..."
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Frau Esser, was meinen Sie? Trinke ich zu viel? Habe ich schon ein Problem?“, fragt mich die Frau Mitte dreissig, die mir im Sprechzimmer gegenübersitzt.¹ Sie ist zum ersten Mal in meiner Praxis. Lange hat sie mit sich gerungen, ob sie überhaupt einen Termin vereinbaren soll. Im Wartezimmer fühlte sie sich fehl am Platz. Sie ist doch nicht wie die anderen „Süchtigen“. Gehört sie überhaupt in eine „Drogenberatung“?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Leben läuft doch alles so weit ganz gut: ein Job, eine Familie, nach aussen scheint alles in Ordnung. Und doch ist da tief in ihrem Inneren diese Unsicherheit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vor zwei Jahren hat sie nur selten Alkohol getrunken. Aber bei der Arbeit ist es immer so stressig, und die Kinder sind im Moment auch nicht einfach. Das Glas Wein am Abend mit ihrem Partner fühlte sich so gut an. Anfangs nur ab und zu. Doch aus Ausnahmen wurde Regelmässigkeit. Jetzt trinkt sie täglich, mit dem Partner oder allein. Ein Glas, das sie selbst füllt und nachfüllt. Ohne fällt es ihr schwer, am Abend abzuschalten. Es ist lange her, dass sie einen Abend ohne Alkohol verbracht hat. Sie nimmt es sich immer wieder vor, aber dann ergibt es sich doch anders. Der Alkohol hat einen festen Platz in ihrem Abendritual bekommen. Am Wochenende trinkt sie gerne auch schon zum Mittagessen. Aber ist das denn schon problematisch?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was heisst überhaupt „zu viel“?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Eine berechtigte Frage, auf die es leider keine einfache Antwort mehr gibt. Lange Zeit konnten wir uns an Orientierungswerten für den sogenannten risikoarmen Konsum festhalten. Für gesunde Frauen galt: nicht mehr als ein Standardglas pro Tag und mehrere alkoholfreie Tage pro Woche.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was ist ein Standardglas?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/risikoarmer-konsum"&gt;&#xD;
      
           Standardglas
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            enthält 10 bis 12 Gramm reinen Alkohol. Das entspricht ungefähr 1 dl Wein, 3 dl Bier oder 2 cl Schnaps. Das Weinglas im Restaurant oder zu Hause ist oft deutlich grösser.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Heute wissen wir: Es gibt keine Menge Alkohol, die völlig unbedenklich ist. Alkohol ist krebserregend, die Internationale Agentur für Krebsforschung stuft ihn in der höchsten Gruppe ein, zusammen mit Tabak. Die WHO Europa hat deshalb 2023 klargestellt, dass es keinen risikofreien Alkoholkonsum gibt. Die alten Orientierungswerte sind damit keine Grenze, unterhalb derer man sicher ist, sondern eher eine Obergrenze, die man nicht überschreiten sollte. Mehr dazu in meinem Beitrag zu den
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/risikoarmer-konsum" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Grenzwerten
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Für Frauen ist die Beurteilung noch einmal schwieriger. Wir bauen Alkohol langsamer ab als Männer, haben weniger Körperwasser, in dem er sich verteilt, und sind bei gleicher Trinkmenge der schädlichen Wirkung stärker ausgesetzt. Folgeschäden treten bei Frauen oft früher auf als bei Männern. Warum das so ist, erkläre ich in
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/alkohol-der-sexist-warum-frauen-weniger-alkohol-vertragen" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Alkohol, der Sexist
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Der AUDIT: der Alkohol-Test der WHO
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In der Praxis hat sich ein Test durchgesetzt, der von der Weltgesundheitsorganisation entwickelt wurde: der
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           AUDIT (Alcohol Use Disorders Identification Test)
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . Er besteht aus zehn Fragen, die Auskunft über drei Bereiche geben: die Trinkmenge, Anzeichen einer Abhängigkeit und die Folgen des Trinkens. Jede Antwort ergibt einen Punktwert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Probier es aus. Beantworte die Fragen ehrlich und bezogen auf die letzten zwölf Monate. Die Punkte stehen in Klammern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           1. Wie oft trinkst du Alkohol?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nie (0) · Einmal im Monat oder seltener (1) · 2- bis 4-mal im Monat (2) · 2- bis 3-mal pro Woche (3) · 4-mal pro Woche oder öfter (4)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           2. Wie viele Standardgläser trinkst du an einem typischen Tag, an dem du Alkohol trinkst?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1–2 (0) · 3–4 (1) · 5–6 (2) · 7–9 (3) · 10 oder mehr (4)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           3. Wie oft trinkst du 6 oder mehr Standardgläser bei einer Gelegenheit?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nie (0) · Seltener als einmal im Monat (1) · Einmal im Monat (2) · Einmal pro Woche (3) · Täglich oder fast täglich (4)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           4. Wie oft konntest du im letzten Jahr nicht mehr aufhören zu trinken, nachdem du einmal angefangen hattest?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nie (0) · Seltener als einmal im Monat (1) · Einmal im Monat (2) · Einmal pro Woche (3) · Täglich oder fast täglich (4)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           5. Wie oft konntest du im letzten Jahr wegen des Trinkens nicht das tun, was von dir erwartet wurde?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nie (0) · Seltener als einmal im Monat (1) · Einmal im Monat (2) · Einmal pro Woche (3) · Täglich oder fast täglich (4)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           6. Wie oft brauchtest du im letzten Jahr morgens ein alkoholisches Getränk, um nach einem Abend mit viel Alkohol in die Gänge zu kommen?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nie (0) · Seltener als einmal im Monat (1) · Einmal im Monat (2) · Einmal pro Woche (3) · Täglich oder fast täglich (4)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           7. Wie oft hattest du im letzten Jahr nach dem Trinken Schuldgefühle oder Gewissensbisse?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nie (0) · Seltener als einmal im Monat (1) · Einmal im Monat (2) · Einmal pro Woche (3) · Täglich oder fast täglich (4)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           8. Wie oft konntest du dich im letzten Jahr nicht mehr an den vorigen Abend erinnern, weil du getrunken hattest?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nie (0) · Seltener als einmal im Monat (1) · Einmal im Monat (2) · Einmal pro Woche (3) · Täglich oder fast täglich (4)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           9. Hast du dich selbst oder jemand anderen verletzt, weil du getrunken hattest?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nein (0) · Ja, aber nicht im letzten Jahr (2) · Ja, im letzten Jahr (4)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           10. Hat sich schon einmal jemand aus deinem Umfeld, eine Ärztin oder eine andere Fachperson Sorgen über dein Trinken gemacht oder dir geraten, weniger zu trinken?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nein (0) · Ja, aber nicht im letzten Jahr (2) · Ja, im letzten Jahr (4)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zähle nun alle Punkte zusammen. Die ersten drei Fragen bilden übrigens eine eigene Kurzversion, den AUDIT-C, der oft als Schnelltest verwendet wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Warum die Grenzwerte für Frauen zu hoch sind
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ursprünglich gilt beim AUDIT ab 8 Punkten ein riskanter Alkoholkonsum als wahrscheinlich, für Männer und Frauen gleichermassen. Für Frauen ist das zu grosszügig. Der Test wurde überwiegend an Männern entwickelt, und das merkt man. Schon Frage 3 fragt nach sechs oder mehr Gläsern bei einer Gelegenheit, dabei gelten für Frauen in vielen Ländern bereits vier Gläser als Rauschtrinken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Studien schlagen deshalb für Frauen tiefere Grenzwerte vor. Beim vollständigen AUDIT sollte eine Frau ab 5 Punkten hellhörig werden, beim AUDIT-C schon ab 3 statt ab 4 Punkten. [Bradley et al. 2003; Reinert &amp;amp; Allen 2007]
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Okay, super: ein Test, und ich kann der Frau in meiner Sprechstunde eine Antwort geben? Ganz so einfach ist es leider nicht. Auch ein niedriger AUDIT-Wert schliesst ein problematisches Trinkverhalten keineswegs aus. Meine Patientin läge möglicherweise sogar unter dem Grenzwert, obwohl ihr Konsum bereits mehrere deutliche Warnsignale zeigt: der tägliche Konsum, das Trinken zum Abschalten, die Vorsätze, die nicht halten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was kein Test misst: Fragen zur Selbstreflexion
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Test kann hilfreich sein. Ich empfehle aber, unabhängig vom Ergebnis wachsam zu werden, sobald sich die ersten Unsicherheiten bezüglich des eigenen Trinkverhaltens bemerkbar machen. Das hat meistens einen Grund. Kaum jemand macht einen Alkoholtest, ohne sich zu fragen, ob es ein Problem geben könnte. Und genau diese Frage sollte man ernst nehmen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neben dem AUDIT stelle ich deshalb immer auch diese Fragen:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Der Auslöser
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Warum denke ich, dass ich zu viel trinke? Was hat die Frage ausgelöst: eine Bemerkung, ein Morgen, ein Gefühl?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Hat mich schon jemand auf mein Trinken angesprochen, und wie habe ich reagiert?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Mein Befinden
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wie geht es mir psychisch? Wie ist meine Stimmung? Bin ich gestresst? Plagen mich Ängste oder Erschöpfung?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Trinke ich, damit es mir besser geht? Benutze ich Alkohol, um Gefühle zu regulieren, gegen Stress, Einsamkeit, Langeweile oder als Belohnung?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wie fühle ich mich am nächsten Tag? Spüre ich Scham, Unruhe oder Angst?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Meine Trinkmuster
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Trinke ich regelmässig? Ist das Glas zum festen Ritual geworden? Gibt es noch Tage ohne Alkohol?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Trinke ich allein? Und wenn ja: offen oder heimlich?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Trinke ich mehr, als ich mir vorgenommen habe?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Fällt es mir schwer, zwei Wochen ganz auf Alkohol zu verzichten?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Plane ich meine Aktivitäten oder Einkäufe um den Alkohol herum?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Spiele ich die Menge herunter, wenn mich jemand darauf anspricht?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wenn du bei mehreren dieser Fragen innerlich nickst, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Diese Fragen sind kein wissenschaftlicher Test und ergeben keine Punkte. Sie sind eine Einladung, ehrlich mit dir selbst zu sein. Warum Alkohol so gut darin ist, Gefühle zu dämpfen, und warum das eine Falle sein kann, beschreibe ich in
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/entspannung-aus-dem-glas-alkohol-und-stress" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Entspannung aus dem Glas
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            und in
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/erlernter-konsum-wie-dopamin-das-trinkverhalten-steuert" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Erlernter Konsum
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und jetzt? Das Ergebnis einordnen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ganz vorneweg: Die eine magische Grenze, die problematisches von unproblematischem Trinkverhalten trennt, gibt es leider nicht. Neben der Trinkmenge spielen viele andere Faktoren eine Rolle:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bin ich körperlich gesund, oder habe ich eine Erkrankung, die durch Alkohol verschlimmert werden kann, etwa Bluthochdruck, eine Lebererkrankung oder Diabetes?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nehme ich Medikamente, die sich mit Alkohol nicht vertragen, zum Beispiel Schlaf- oder Beruhigungsmittel, Antidepressiva oder Schmerzmittel?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Habe ich eine psychische Vorerkrankung wie eine Depression oder eine Angststörung?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gibt es Suchterkrankungen in meiner Familie?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Bin ich schwanger oder möchte ich schwanger werden? Dann gilt: kein Alkohol. Mehr dazu in
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/alkohol-in-der-schwangerschaft" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            Alkohol in der Schwangerschaft
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            .
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In welchen Situationen trinke ich, und bin ich in der Lage, meine soziale oder berufliche Verantwortung trotz Alkohol wahrzunehmen?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Trinkverhalten bewegt sich auf einer Skala: vom risikoarmen Konsum über eine
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/in-der-grauzone-gray-area-alkoholkonsum" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Grauzone
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , in der sich Gewohnheiten langsam verfestigen, bis hin zu einer Abhängigkeit. Von einer Abhängigkeit sprechen Ärztinnen, wenn über längere Zeit mehrere Anzeichen zusammenkommen: Man verliert die Kontrolle über das Trinken, der Alkohol wird wichtiger als andere Dinge im Leben, und der Körper reagiert mit Gewöhnung oder Entzugssymptomen. Die meisten Frauen, die sich die Frage „Trinke ich zu viel?“ stellen, befinden sich irgendwo dazwischen. Und genau dort lässt sich am meisten bewegen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was du jetzt tun kannst
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Führe ein Trinktagebuch
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            . Notiere zwei, drei Wochen lang, wann, wie viel und warum du trinkst. Viele sind überrascht, was dabei herauskommt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Mach den Pausentest.
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Verzichte vier Wochen lang ganz auf Alkohol und beobachte, wie es dir damit geht. Fällt es dir leicht? Oder merkst du, wie sehr dir das Glas fehlt? Beides ist eine wertvolle Information. Ein guter Anlass ist der
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/nuechtern-ins-neue-jahr-was-bringt-der-dry-january" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            Dry January
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            .
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Sprich mit deiner Hausärztin.
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sie kann dich untersuchen, deine Werte prüfen und dich beraten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Geh in eine Suchtberatung.
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Und ja: Frauen wie meine Patientin gehören genau dorthin. Suchtberatungen sind nicht nur für Menschen da, die „ganz unten“ sind, sondern für alle, die ihren Konsum hinterfragen. Je früher, desto besser.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Hol dir anonym Rat.
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Über
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;a href="https://www.safezone.ch" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            safezone.ch
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             kannst du dich kostenlos und anonym online beraten lassen.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Wichtig:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn du täglich grössere Mengen trinkst und beim Weglassen zitterst, schwitzt, unruhig wirst oder schlecht schläfst, solltest du nicht abrupt allein aufhören. Ein Entzug kann dann gefährlich werden. Lass dich ärztlich begleiten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hinschauen ist Selbstfürsorge
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wie ging es mit meiner Patientin weiter? Ich spielte den Ball zurück? "Was meinen Sie? Fühlt es  problematisch an?" Ihre Antwort war ja. Von da an sah Ich sie regelmässig. Das Unbehagen im Wartezimmer legte sich mit der Zeit.  Irgendwann gestand sie mir, dass sie sich auf die gemeinsamen Gespräche freue., Denn es gelinge ihr immer besser, die versteckten Muster im Alltag zu durchschauen, die sie zum Alkohol greifen liessen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Frage „Trinke ich zu viel?“ ist kein Makel und kein Geständnis. Sie ist ein Zeichen, dass du dich selbst ernst nimmst. Wenn du sie dir stellst, dann sei freundlich mit dir. Mit Scham ist noch niemandem geholfen, mit ehrlichem Hinschauen schon. Mehr dazu in
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/der-einfluss-von-selbstmitgefühl-auf-die-seelische-gesundheit"&gt;&#xD;
      
           You are worthy of love
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            und
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/alkohol-von-stigma-und-vorurteilen" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Süchtig sind immer die anderen
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Quellen und Anmerkungen
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ¹ Die beschriebene Patientin ist ein zusammengesetztes Beispiel. Natürlich bin ich an die ärztliche Schweigepflicht gebunden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Babor, T. F. et al. (2001): AUDIT – The Alcohol Use Disorders Identification Test. Guidelines for Use in Primary Care. WHO.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bradley, K. A. et al. (2003): Two brief alcohol-screening tests from the AUDIT questionnaire: validation in a female Veterans Affairs patient population. Archives of Internal Medicine.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Reinert, D. F. &amp;amp; Allen, J. P. (2007): The Alcohol Use Disorders Identification Test: An Update of Research Findings. Alcoholism: Clinical and Experimental Research.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            WHO Europa (2023): No level of alcohol consumption is safe for our health. The Lancet Public Health.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Eidgenössische Kommission für Fragen zu Sucht und Prävention nichtübertragbarer Krankheiten: Orientierungshilfe zum Alkoholkonsum
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/36554be5/dms3rep/multi/pexels-photo-1639590.jpeg" length="143678" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Sun, 27 Sep 2026 20:14:02 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.himmel-blau.ch/trinke-ich-zuviel</guid>
      <g-custom:tags type="string">AUDIT-C,trinke ich zuviel,Anzeichen Alkoholsucht Frauen,Alkohol,AUDIT-Fragebogen</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/36554be5/dms3rep/multi/pexels-photo-1639590.jpeg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Alkohol und Haut: Was ein Glas Wein mit deinem Gesicht macht</title>
      <link>https://www.himmel-blau.ch/alkohol-und-haut-was-ein-glas-wein-mit-deinem-gesicht-macht</link>
      <description>Rötungen, Rosazea, Falten: Was Alkohol mit deiner Haut macht, warum die rauchende Französin mit Rotweinglas eine Beauty-Lüge ist und keine Creme dagegen ankommt.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Spieglein, Spieglein an der Wand ...
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Badezimmerschrank voller Cremetiegel, treue Followerin diverser Beauty-Kanäle auf YouTube und regelmässige Kaufexzesse im Korean-Skincare-Onlineshop – ja, ich gebe es zu: Ich bin ein Skincare-Junkie!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das hat einen Grund. Meine Haut und ich hatten ein Leben lang eine komplizierte Beziehung. Neurodermitis in der Kindheit, schwere Akne seit der Pubertät, dazu kreisrunder Haarausfall, Vitiligo an den Armen  und Melasma im Gesicht – das volle Programm dessen, was die Haut erblühen und das Selbstbewusstsein in den Keller rauschen lässt. Kaum war ein Problem gelöst, bahnte sich schon das nächste an. Der Blick in den Spiegel am Morgen war lange Zeit kein Vergnügen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seit einigen Jahren ist das anders. Nach meiner Schwangerschaft begann für meine Haut ein neues Zeitalter. Die Pickel, jahrelang meine treuen Begleiter, kommen nur noch selten zu Besuch. Den langsamen Kollagenverlust der Wechseljahre spüre ich zwar, aber richtige Falten sind noch Mangelware. Und mein morgendliches Schönheitsritual ist endlich etwas, auf das ich mich nach dem Aufstehen freue.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neben einer ausgewogenen Ernährung, Verzicht auf Zigaretten, viel Schlaf und wenig Zucker trägt dazu wahrscheinlich auch bei, dass ich heute nur noch selten Alkohol trinke. Denn ich erinnere mich gut an meine Sturm-und-Drang-Zeit als Studentin: Nach einer durchfeierten Nacht stand mir der Abend am nächsten Morgen buchstäblich ins Gesicht geschrieben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das bringt mich zur Frage: Was macht Alkohol eigentlich mit unserer Haut? Und kann die teuerste Creme dagegen etwas ausrichten?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was Alkohol im Körper anrichtet – und warum die Haut es abbekommt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Alkohol ist ein Zellgift. Den grössten Teil baut die Leber ab, dabei entsteht als Zwischenprodukt Acetaldehyd, eine hochgiftige Substanz, die Zellen und Erbgut schädigen kann.¹ Wie das genau abläuft, erkläre ich im Beitrag zum
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/alkoholabbau" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Alkoholabbau
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Beim Abbau entstehen ausserdem freie Radikale, aggressive Moleküle, die normalerweise von Antioxidantien abgefangen werden. Alkohol senkt jedoch sowohl die Menge als auch die Aktivität dieser körpereigenen Schutztruppe. Die freien Radikale richten ungebremst Schaden an, und zwar in allen Geweben, auch in der Haut. Gleichzeitig fördert Alkohol die Ausschüttung entzündungsfördernder Botenstoffe wie TNF-α.³ Und dann ist da noch der Wasserhaushalt: Alkohol wirkt harntreibend.² Du verlierst mehr Flüssigkeit, als du mit dem Getränk aufnimmst. Auch das sieht man der Haut an.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Morgen danach
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die ersten Spuren zeigen sich oft schon nach einem einzigen Abend. Meine Studentinnen-Erfahrung ist also keine Einbildung:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Rötungen:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Alkohol erweitert die Blutgefässe, das Gesicht wird rot und fleckig.³
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Augenringe:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die Haut unter den Augen ist besonders dünn. Wenn Flüssigkeit fehlt und der Schlaf schlecht war, wird sie durchscheinender und dunkler. Warum Alkohol die Nachtruhe stört, beschreibe ich in
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/alkohol-und-der-schlaf" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            Alkohol und Schlaf
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            .
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Fahler Teint:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die Haut wirkt müde, trocken und weniger frisch.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Aufgedunsenes Gesicht:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Entzündungsprozesse und Verschiebungen im Flüssigkeitshaushalt führen zu Schwellungen, besonders um die Augen. Die salzigen Apéro-Snacks tun ihr Übriges.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die gute Nachricht: Diese Veränderungen sind umkehrbar. Wer weniger trinkt, sieht das meist schon nach wenigen Tagen im Spiegel.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Rot nach dem ersten Glas: der Flush
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Manche Menschen laufen schon nach wenigen Schlucken knallrot im Gesicht an, oft mit Herzklopfen und Wärmegefühl. Häufig betrifft das Menschen ostasiatischer Herkunft, weshalb man auch vom „Asian Flush“ spricht. Dahinter steckt eine genetische Variante: Ein Enzym, das Acetaldehyd abbaut, arbeitet nur eingeschränkt, das Gift staut sich im Körper.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das ist weit mehr als ein Schönheitsproblem. Wer trotz Flush regelmässig trinkt, hat ein deutlich erhöhtes Risiko für Speiseröhrenkrebs.⁴ Der rote Kopf ist also ein Warnsignal des Körpers, das man ernst nehmen sollte. Warum Acetaldehyd auch beim Brustkrebs eine Rolle spielt, erkläre ich in
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/alkohol-und-brustkrebs" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Alkohol und Brustkrebs
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hautkrankheiten, die Alkohol befeuert
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Besonders deutlich zeigt sich der Einfluss von Alkohol bei chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Rosazea
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ist eine nicht ansteckende, chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die vor allem im Gesicht auftritt: mit Rötungen, sichtbaren Äderchen, Schwellungen und entzündlichen Pusteln. Viele Betroffene kennen Alkohol als Auslöser für Schübe. Eine grosse amerikanische Studie mit fast 83’000 Frauen zeigte: Je mehr Alkohol, desto höher das Risiko, an Rosazea zu erkranken. Besonders deutlich war der Zusammenhang bei Weisswein und Spirituosen.⁵ Eine Metaanalyse fand zudem Hinweise, dass Alkohol das Risiko für die fortgeschrittene, sogenannte phymatöse Form erhöht, bei der die Haut verdickt und wulstig wird, typischerweise an der Nase.⁶
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Psoriasis
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            , die Schuppenflechte, ist eine Autoimmunerkrankung, die sich mit geröteten, schuppenden Stellen zeigt, etwa an Ellenbogen, Knien oder der Kopfhaut. Menschen mit Psoriasis trinken im Durchschnitt mehr Alkohol, und Alkoholprobleme sind bei ihnen deutlich häufiger als in der übrigen Bevölkerung.⁷ ⁸ Das Gleiche gilt übrigens für Menschen mit
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Neurodermitis.⁸
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Was Ursache und was Wirkung ist, lässt sich nicht immer trennen. Alkohol kann die Erkrankung verschlimmern. Aber umgekehrt ist eine sichtbare Hauterkrankung auch eine enorme seelische Belastung. Wer sich für seine Haut schämt, greift vielleicht eher zum Glas, um die Anspannung zu dämpfen. Ich weiss aus eigener Erfahrung, wie sehr die Haut am Selbstwertgefühl nagen kann. Mehr über das Trinken zur Entspannung liest du in
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/entspannung-aus-dem-glas-alkohol-und-stress" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Entspannung aus dem Glas
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein wichtiger Hinweis aus internistischer Sicht: Einige Medikamente gegen Psoriasis, zum Beispiel Methotrexat, belasten ebenfalls die Leber. Zusammen mit Alkohol kann das gefährlich werden. Sprich mit deiner Ärztin darüber.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Akne
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            entsteht, wenn Talgdrüsen und Haarfollikel verstopfen und sich entzünden. In einer Laborstudie regte Alkohol talgproduzierende Zellen dazu an, mehr Fett zu bilden.⁹ Ob das beim Menschen genauso zu mehr Pickeln führt, ist allerdings noch nicht gut untersucht. Plausibel ist es, zumal Alkohol auch Entzündungen fördert und die Versorgung mit wichtigen Nährstoffen verschlechtert. Aber hier gilt: Die Beweislage ist dünner, als viele Beauty-Seiten behaupten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alkohol lässt die Haut schneller altern
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die kurzfristigen Effekte verschwinden wieder. Bei regelmässigem Konsum über Jahre hinterlässt Alkohol dagegen bleibende Spuren. Die ständige Austrocknung und eine gestörte Schutzbarriere machen die Haut trocken, schuppig und grobporig. Der oxidative Stress greift Kollagen und Elastin an, also die Fasern, die unsere Haut straff und elastisch halten.³ Die Folge: Falten und schlaffe Haut, früher als nötig.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dazu kommt, dass Alkohol dem Körper wichtige Nährstoffe raubt, die die Haut für ihre Erneuerung braucht, etwa Vitamin A, Zink und Niacin. Mehr dazu in
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/alkohol-der-naehrstoffraeuber" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Alkohol – der unsichtbare Nährstoffräuber
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine grosse internationale Befragung von Frauen fand, dass regelmässiger, höherer Alkoholkonsum mit mehr Falten auf der Stirn, ausgeprägteren Tränensäcken, einem Volumenverlust im Mittelgesicht und mehr sichtbaren Äderchen verbunden war.¹⁰
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Für uns Frauen in den Wechseljahren kommt es gleich doppelt: Mit dem sinkenden Östrogenspiegel verliert die Haut ohnehin an Kollagen. Alkohol beschleunigt diesen Prozess zusätzlich. Mehr dazu in
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/alkohol-und-die-wechseljahre-mythen-und-fakten" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Alkohol in den Wechseljahren
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Rotwein trinkende, rauchende Französin – eine Beauty-Lüge
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie sitzt auf der Terrasse eines Pariser Cafés, in der einen Hand eine Zigarette, in der anderen ein Glas Rotwein. Ungeschminkt, die Haare lässig zerzaust, und trotzdem umwerfend. Die Französin, die ohne jede Anstrengung schön ist: Dieses Bild verkaufen uns Filme, Modemagazine und Instagram seit Jahrzehnten. Ganze Ratgeber erklären, wie man es ihr nachmacht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich muss dich enttäuschen: Das ist eine der hartnäckigsten Beauty-Lügen überhaupt. Die Frau auf dem Foto ist meist Mitte zwanzig, perfekt ausgeleuchtet und von einer Visagistin so geschminkt, dass es nach ungeschminkt aussieht. Die Rechnung für Zigarette und Rotwein kommt erst Jahre später, und die bekommt man selten zu sehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Denn wenn es etwas gibt, das die Haut noch zuverlässiger altern lässt als Alkohol, dann ist es das Rauchen. Nikotin verengt die Blutgefässe, die Haut wird schlechter mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Der Tabakrauch setzt massenhaft freie Radikale frei und aktiviert Enzyme, die Kollagen und Elastin abbauen. Fachleute sprechen schon seit den 1980er-Jahren vom „Smoker’s Face“: tiefe Fältchen um Mund und Augen, eine gräulich-fahle Haut, eingefallene Wangen.¹¹ Besonders eindrücklich zeigt es eine Studie mit eineiigen Zwillingen: Bei Paaren, in denen nur eine Schwester rauchte, wirkte die Raucherin deutlich älter, bei gleichen Genen.¹² Auch in der grossen Befragung zur Gesichtsalterung war Rauchen mit mehr Falten verbunden.¹⁰
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zigarette und Wein sind dabei ein besonders ungünstiges Duo. Beide erzeugen freie Radikale, beide plündern die Vorräte an Antioxidantien. Und beim Krebsrisiko addieren sich die beiden nicht einfach, sie verstärken sich gegenseitig, vor allem bei Krebs in Mund, Rachen und Speiseröhre. Dass Rauchen und Trinken so oft Hand in Hand gehen, macht die Sache nicht besser: Viele, die nur „in Gesellschaft“ rauchen, tun es fast immer mit einem Glas in der Hand.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Und der Rotwein, der angeblich so gesund ist? Auch das ist ein Mythos, den ich in
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/wein-weib-und-die-boulevardpresse-der-rotwein-mythos" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Wein, Weib und die Boulevardpresse
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            auseinandernehme. Wenn du dir also etwas von der Pariserin abschauen willst, dann den Seidenschal und die Gelassenheit. Zigarette und Rotwein kannst du ihr lassen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alkohol und Hautkrebs
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Weil Alkohol die Abwehr gegen freie Radikale schwächt, reagiert die Haut empfindlicher auf UV-Strahlung. Schäden an der DNA werden schlechter repariert, und das Immunsystem ist geschwächt. Studien zeigen ein erhöhtes Risiko sowohl für den schwarzen Hautkrebs (Melanom)¹³ als auch für hellen Hautkrebs.³
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dazu kommt ein ganz praktischer Effekt, den wohl jede kennt: Beim Apéro am See oder beim Bier in der Sonne wird das Nachcremen gern vergessen, und das Nickerchen in der Sonne endet mit Sonnenbrand. Tipps zum Sonnenschutz findest du bei der
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.krebsliga.ch" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Krebsliga Schweiz
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Haut als Spiegel der Leber
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als Ärztin für Innere Medizin weiss ich: Die Haut verrät viel darüber, wie es der Leber geht. Wenn die Leber durch Alkohol bereits geschädigt ist, zeigt sich das oft auch an der Haut:¹⁴
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Gelbfärbung
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             von Haut und Augen (Gelbsucht), weil die Leber den Gallenfarbstoff nicht mehr richtig abbauen kann
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Spider-Naevi:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             kleine, sternförmige Gefässerweiterungen, vor allem an Gesicht, Hals und Oberkörper
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Gerötete Handflächen
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             (Palmarerythem)
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Juckreiz
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             und schnell auftretende
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            blaue Flecken
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            , weil die Leber weniger Gerinnungsfaktoren bildet
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Zeichen sind keine kosmetischen Probleme mehr, sondern ein Alarmsignal. Wer sie bei sich bemerkt, sollte ärztlichen Rat suchen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nicht alles ist Alkohol
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Damit wir uns richtig verstehen: Nicht jedes Hautproblem hat mit Alkohol zu tun. Meine Vitiligo, mein Melasma und mein kreisrunder Haarausfall hatten ganz andere Ursachen, nämlich Veranlagung, Autoimmunprozesse, Hormone und Sonne. Für einen Zusammenhang mit Alkohol gibt es dort keine überzeugenden Belege.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Meine Haut hat mich gelehrt, dass wir nicht alles selbst in der Hand haben. Beim Alkohol aber schon.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kein Serum gegen den Rotwein
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und damit zurück zu meinem Badezimmerschrank. Ich liebe meine Cremetiegel nach wie vor. Aber ich habe gelernt: Das teuerste Serum kann nicht ausgleichen, was ein regelmässiges Glas Wein am Abend anrichtet. Die wirksamste Hautpflege ist nicht im Tiegel, sondern auf dem Nachttisch (Schlaf), im Wasserglas, in der Sonnencreme und im Verzicht auf Alkohol und Zigaretten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Haut verzeiht viel. Wer eine Pause einlegt, sieht die ersten Veränderungen oft schon nach kurzer Zeit: weniger Rötungen, weniger Schwellungen, ein frischerer Teint. Ein
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/nuechtern-ins-neue-jahr-was-bringt-der-dry-january" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Dry January
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ist eine gute Gelegenheit, es selbst auszuprobieren. Mach am 1. Januar ein Foto und am 31. noch eins.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Quellen
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ¹ Zakhari, S. (2006): How Is Alcohol Metabolized by the Body? Alcohol Research &amp;amp; Health.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6527027/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           PMC6527027
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ² Australian Government, Department of Health: What are the effects of alcohol?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.health.gov.au/topics/alcohol/about-alcohol/what-are-the-effects-of-alcohol" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           health.gov.au
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ³ Liu, L. &amp;amp; Chen, J. (2023): Advances in Relationship Between Alcohol Consumption and Skin Diseases.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10759914/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           PMC10759914
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ⁴ Brooks, P. J. et al. (2009): The Alcohol Flushing Response: An Unrecognized Risk Factor for Esophageal Cancer from Alcohol Consumption. PLoS Medicine.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ⁵ Li, S. et al. (2017): Alcohol intake and risk of incident rosacea in US women. Journal of the American Academy of Dermatology.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5438297/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           PMC5438297
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ⁶ Liu, L. et al. (2022): Alcohol consumption and the risk of rosacea: A systematic review and meta-analysis.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34582097/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           PubMed 34582097
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ⁷ Brenaut, E. et al. (2013): Alcohol consumption and psoriasis: a systematic literature review.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23845150/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           PubMed 23845150
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ⁸ Al-Jefri, K. et al. (2017): High prevalence of alcohol use disorders in patients with inflammatory skin diseases.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28346655/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           PubMed 28346655
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ⁹ Kleemann, J. et al. (2024): Alcohol Promotes Lipogenesis in Sebocytes – Implications for Acne.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38391942/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           PubMed 38391942
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ¹⁰ Goodman, G. J. et al. (2019): Impact of Smoking and Alcohol Use on Facial Aging in Women. Journal of Clinical and Aesthetic Dermatology.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ¹¹ Model, D. (1985): Smoker’s face: an underrated clinical sign? British Medical Journal.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ¹² Guyuron, B. et al. (2009): Factors contributing to the facial aging of identical twins. Plastic and Reconstructive Surgery.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ¹³ Rota, M. et al. (2014): Alcohol drinking and cutaneous melanoma risk: a systematic review and dose-risk meta-analysis. British Journal of Dermatology.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ¹⁴ Albrecht, G. (2000): Skin manifestations of alcoholic liver damage.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/10804882/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           PubMed 10804882
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
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          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/alkohol-der-naehrstoffraeuber" target="_blank"&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Nährstoffräuber
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           ·
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/alkohol-und-der-schlaf" target="_blank"&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Alkohol und Schlaf
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           ·
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/alkohol-und-die-wechseljahre-mythen-und-fakten" target="_blank"&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Wechseljahre
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           ·
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/alkohol-der-sexist-warum-frauen-weniger-alkohol-vertragen" target="_blank"&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Alkohol, der Sexist
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/36554be5/dms3rep/multi/pexels-photo-8182270.jpeg" length="117282" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Sat, 26 Sep 2026 18:56:18 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.himmel-blau.ch/alkohol-und-haut-was-ein-glas-wein-mit-deinem-gesicht-macht</guid>
      <g-custom:tags type="string">Akohol Rosazea,Alkohol Hautalterung,Haut,Alkohol Akne,Alkohol Kollagenverlust,Alkohol,Acetaldehyd</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/36554be5/dms3rep/multi/pexels-photo-8182270.jpeg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/36554be5/dms3rep/multi/pexels-photo-8182270.jpeg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Alkohol und Brustkrebs: Wenn jedes Glas zählt</title>
      <link>https://www.himmel-blau.ch/alkohol-und-brustkrebs</link>
      <description>Alkohol ist einer der wichtigsten beeinflussbaren Risikofaktoren für Brustkrebs. Und kaum eine Frau weiss das. Eine Ärztin über Zahlen, Mechanismen und Mythen.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Pink Ribbon und Prosecco
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Oktober wird alles rosa. Schleifen am Revers, beleuchtete Gebäude, Spendenläufe – und im Supermarkt der Rosé mit Pink-Ribbon-Etikett, bei dessen Kauf ein paar Rappen an die Krebsforschung gehen. Man kann also mit einem Glas Wein auf die Brustkrebsvorsorge anstossen. Das ist ungefähr so sinnvoll, wie mit einer Zigarette auf den Lungenkrebsmonat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Denn was im Brustkrebsmonat kaum jemand erwähnt: Alkohol ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für Brustkrebs, auf die wir selbst Einfluss haben. Und die meisten Frauen wissen es nicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Brustkrebs: Die häufigste Krebserkrankung bei Frauen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Brustkrebs ist weltweit die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erkranken jedes Jahr rund 2,3 Millionen Frauen daran. In der Schweiz sind es jährlich rund 6'600 (Swiss Cancer Research) Frauen. Etwa jede achte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Viele Risikofaktoren können wir nicht beeinflussen: Alter, Gene, die familiäre Vorgeschichte. Alkohol schon.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alkohol ist krebserregend – daran gibt es keinen Zweifel
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC), eine Unterorganisation der WHO, stuft Alkohol als Karzinogen der Gruppe 1 ein. In derselben Gruppe stehen Tabak und Asbest. Das bedeutet nicht, dass Alkohol genauso gefährlich ist, sondern dass die Beweislage genauso eindeutig ist: Alkohol verursacht beim Menschen Krebs.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bei mindestens sieben Krebsarten gilt der Zusammenhang als gesichert: Krebs in Mund, Rachen, Kehlkopf, Speiseröhre, Leber, Darm und der weiblichen Brust. Die WHO Europa hält deshalb fest, dass es keine Menge Alkohol gibt, die für die Gesundheit unbedenklich ist. Mehr dazu in meinem Beitrag zu den
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/risikoarmer-konsum" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Grenzwerten
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie viel Risiko steckt in einem Glas?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Beim Brustkrebs gibt es keine Schwelle, unter der Alkohol harmlos wäre. Das Risiko steigt mit jedem Glas: Pro 10 Gramm Alkohol am Tag erhöht sich das Brustkrebsrisiko um rund 7 bis 10 Prozent.  Nach den Wechseljahren ist der Anstieg etwas stärker als davor. 10 bis 12 Gramm Alkohol entsprechen ungefähr einem Standardglas, also 1 dl Wein, 3 dl Bier oder 2 cl Schnaps. Das normale Weinglas im Restaurant ist oft grösser.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine grosse Auswertung der amerikanischen Nurses’ Health Study mit über 100’000 Frauen zeigte schon 2011: Bereits drei bis sechs Gläser pro Woche waren mit einem um etwa 15 Prozent höheren Brustkrebsrisiko verbunden.  Wir reden hier also nicht über Alkoholexzesse, sondern über das Glas Wein zum Abendessen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wichtig für die Einordnung: Ein um 15 Prozent erhöhtes Risiko heisst nicht, dass 15 Prozent der Frauen erkranken. Es heisst, dass das ohnehin schon hohe Grundrisiko um diesen Anteil steigt. Für die einzelne Frau ist das eine Verschiebung, keine Gewissheit. Auf die ganze Bevölkerung gerechnet sind es aber viele Erkrankungen, die nicht hätten sein müssen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Warum ist Alkohol krebserregend?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Mechanismen sind vielfältig. Die wichtigsten:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Acetaldehyd:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Beim
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/alkoholabbau" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            Abbau von Alkohol
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             entsteht Acetaldehyd, eine hochgiftige Verbindung, die das Erbgut schädigen und Mutationen verursachen kann.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Hormone:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Alkohol erhöht den Östrogenspiegel. Da viele Brustkrebsarten hormonabhängig wachsen, ist das beim Brustkrebs besonders relevant.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Nährstoffe:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Alkohol stört die Aufnahme wichtiger Nährstoffe wie Folsäure, die für die Zellteilung und die Reparatur der DNA gebraucht werden. Mehr dazu in
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/alkohol-der-naehrstoffraeuber" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            Alkohol – der unsichtbare Nährstoffräuber
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            .
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Und nein, Rotwein ist keine Ausnahme. Das Resveratrol im Rotwein ändert nichts daran, dass der Alkohol darin krebserregend ist. Warum sich der Rotwein-Mythos trotzdem so hartnäckig hält, erkläre ich in
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/wein-weib-und-die-boulevardpresse-der-rotwein-mythos" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Wein, Weib und die Boulevardpresse
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Warum spricht niemand darüber?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Umfragen zeigen immer wieder, dass nur ein kleiner Teil der Bevölkerung weiss, dass Alkohol Krebs verursachen kann. Das ist kein Zufall. Alkohol ist ein Kulturgut, und wer das Glas Wein mit Krebs in Verbindung bringt, gilt schnell als Spassverderberin. Auch in der ärztlichen Sprechstunde wird der Zusammenhang selten angesprochen, über
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/alkohol-von-stigma-und-vorurteilen" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Alkohol wird dort ohnehin zu wenig geredet
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dazu kommt: Frauen sind für die Alkoholindustrie eine wichtige Zielgruppe. Rosé, Aperol, Prosecco – vieles wird gezielt für Frauen vermarktet, gern mit Leichtigkeit, Freundinnen und Selbstfürsorge. Das rosa Etikett im Oktober ist nur die Spitze davon.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was du tun kannst
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Jedes Glas weniger zählt
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            .
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Du musst nicht von heute auf morgen ganz verzichten, um dein Risiko zu senken. Weniger ist in jedem Fall besser.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Bei familiärer Vorbelastung:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wenn Brustkrebs in deiner Familie vorkommt, empfehle ich dir – auch auf die Gefahr hin, als Spassverderberin dazustehen –, ganz auf Alkohol zu verzichten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Nach den Wechseljahren steigt das Brustkrebsrisiko
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             ohnehin, und Alkohol fällt stärker ins Gewicht. Mehr dazu in
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/alkohol-und-die-wechseljahre-mythen-und-fakten" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            Alkohol in den Wechseljahren
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            .
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Geh zur Vorsorge.
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Frag deine Gynäkologin oder Hausärztin, welche Untersuchungen für dich sinnvoll sind. In vielen Kantonen gibt es ab 50 ein Mammografie-Screening-Programm.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wenn du dieses Jahr eine rosa Schleife trägst, dann vielleicht mit einem alkoholfreien Drink in der Hand. Ideen dafür findest du bei meinen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/rezepte" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Rezepten
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Quellen
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            IARC Monographs, Band 100E: Alkohol als Karzinogen der Gruppe 1
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            WHO Europa (2023): Stellungnahme „No level of alcohol consumption is safe for our health“, The Lancet Public Health
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            World Cancer Research Fund / AICR (2018): Diet, Nutrition, Physical Activity and Breast Cancer
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Chen, W. Y. et al. (2011): Moderate alcohol consumption during adult life, drinking patterns, and breast cancer risk. JAMA
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das könnte dich auch interessieren:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/alkohol-der-sexist-warum-frauen-weniger-alkohol-vertragen" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Alkohol, der Sexist
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ·
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
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           Alkohol in der Schwangerschaft
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ·
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/wein-weib-und-die-boulevardpresse-der-rotwein-mythos" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Der Rotwein-Mythos
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ·
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/alkohol-und-knochen" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Alkohol und Knochen
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ·
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/alkohol-der-naehrstoffraeuber" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Nährstoffräuber
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/36554be5/dms3rep/multi/pexels-photo-579474-8869ad24.jpeg" length="280179" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Thu, 24 Sep 2026 22:13:18 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.himmel-blau.ch/alkohol-und-brustkrebs</guid>
      <g-custom:tags type="string">Brustkrebs,Alkohol das Karzinogen,Alkohol und Brustkrebs,Karzinogen Gruppe 1,Alkohol,Acetaldehyd</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/36554be5/dms3rep/multi/pexels-photo-579474.jpeg">
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    </item>
    <item>
      <title>Warum trinken wir Alkohol? Eine Frage der Chemie</title>
      <link>https://www.himmel-blau.ch/warum-trinken-wir-alkohol-eine-frage-der-chemie</link>
      <description>Nicht wegen des Geschmacks: Wie Alkohol auf Dopamin, GABA und Endorphine wirkt, warum das Gehirn gegensteuert und wie daraus ein Teufelskreis wird.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Warum trinken wir?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der erste Schluck
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Trinkst du Alkohol? Wenn ja, erinnerst du dich noch an dein erstes alkoholisches Getränk? An den Geschmack? Hat es dir gefallen?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich weiss noch gut, wie ich als junges Mädchen manchmal die Schaumkrone vom Bierglas meines Vaters probieren durfte. Ein eigenartiges Getränk. Dieser herbe Geruch. Und dann dieser fluffige Schaum, den man vom Glas pusten konnte. Aber der Geschmack? Widerlich. Wie konnten Erwachsene so ein Gebräu einer Cola oder Limo vorziehen?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als ich später ins Teenageralter kam und Alkohol zum festen Bestandteil meines Club- und Partylebens wurde, quasi als Eintrittskarte ins Erwachsenenleben, prosteten meine Freundinnen und ich uns vorzugsweise mit Asti zu. Der war so schön süss und süffig, geschmacklich näher an der Limonade als am Prosecco. Den herben, bitteren Alkoholgeschmack musste ich mir also erst schöntrinken. Das gelingt bei Alkohol erstaunlich schnell, unser Geschmackssinn passt sich an. Mittlerweile mag ich zwar immer noch kein Bier, aber auch keinen klebrig süssen Asti mehr.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Wir trinken nicht wegen des Geschmacks
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Reiner Alkohol schmeckt bitter und brennt auf der Zunge. Deshalb wird er verdünnt und mit Aromen und Zucker versetzt, damit wir ihn überhaupt geniessen können. Nein, wir trinken Alkohol wegen seiner Wirkung. Alkohol ist eine
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/ist-alkohol-eine-droge" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Droge
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , die direkt in den Botenstoffwechsel unseres Nervensystems eingreift und dadurch angenehme Gefühle auslöst.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Die neurochemischen Postboten
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neurotransmitter, auch Botenstoffe genannt, leiten Signale zwischen den Nervenzellen weiter. Sie sind sozusagen unsere neurochemischen Postboten, und sie bestimmen mit, wie wir uns fühlen, wie aufmerksam wir sind und wie wohl wir uns fühlen. Alkohol mischt gleich bei mehreren mit:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Dopamin
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             ist der Botenstoff der Belohnung. Oft wird er als Glückshormon bezeichnet, genau genommen steuert er aber eher das Wollen als das Glück: Er markiert etwas als „lohnt sich, bitte wiederholen“. Die ersten Sonnenstrahlen im Frühling, der Duft von frisch gebackenem Kuchen, ein Kompliment, Anerkennung im Beruf – all das lässt Dopamin fliessen. Alkohol auch, und zwar zuverlässig und auf Knopfdruck. Im Fall meines Asti quasi Sparkling Joy aus der Flasche.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Endorphine
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            , die körpereigenen Opioide, sorgen für das wohlige, warme Gefühl nach den ersten Schlucken.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Serotonin
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             beeinflusst unsere Stimmung. Alkohol hebt sie kurzfristig an, bringt das System bei regelmässigem Konsum aber aus dem Gleichgewicht.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            GABA
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             ist die Bremse unseres Nervensystems. Bei Stress, Angst und Anspannung fährt uns GABA wieder runter. Alkohol verstärkt diese Bremswirkung. Hand aufs Herz: Wer kennt sie nicht, die entspannende Wirkung eines Glases Wein nach einem stressigen Tag? Mehr dazu in
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/entspannung-aus-dem-glas-alkohol-und-stress" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            Entspannung aus dem Glas
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            .
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Unser Gehirn speichert diese Wirkung als positive Erfahrung ab. Und wir sind entwicklungsgeschichtlich darauf programmiert, positive Erfahrungen möglichst schnell und oft zu wiederholen. Durch die Wiederholung entsteht eine Konditionierung: Wir lernen, Alkohol eine positive Bedeutung zu geben. Wie genau dieses Lernen funktioniert, erkläre ich im Beitrag
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/erlernter-konsum-wie-dopamin-das-trinkverhalten-steuert" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Erlernter Konsum – wie Dopamin das Trinkverhalten steuert
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Warum das Gehirn gegensteuert
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So weit, so gut. Belohnung, Wohlgefühl und Chill-out-Faktor, was will man mehr? Leider hat die Sache langfristig einen grossen Haken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unser Nervensystem kennt nicht nur Gaspedal und Wohlgefühl, sondern auch Gegenspieler. Und das ist sinnvoll: Als uns in der Steinzeit der Säbelzahntiger durch die Steppe jagte, hätten uns innere Ausgeglichenheit und Glücksgefühle nicht wirklich weitergeholfen. In den richtigen Momenten müssen wir Angst, Stress und Alarmbereitschaft empfinden können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Trinken wir regelmässig, versucht das Gehirn deshalb, das Gleichgewicht wiederherzustellen. Es fährt die Empfindlichkeit des Belohnungssystems herunter, und die GABA-Rezeptoren reagieren schwächer. Gleichzeitig wird das System des Glutamats hochgefahren, des erregenden Gegenspielers von GABA. Das Ergebnis: Die gewohnte Menge wirkt nicht mehr so stark. Man nennt das Toleranz.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Willkommen im Teufelskreis
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Wohlgefühl bleibt aus, und das passt unserem Gehirn gar nicht. Stattdessen bahnen sich gedrückte Stimmung, Anspannung und Gereiztheit an. Glücklicherweise gibt es eine Lösung, zumindest scheinbar: Wir trinken einfach etwas mehr und etwas öfter. Gesagt, getan. Und ohne es anfangs zu merken, trinken wir regelmässig und in immer grösseren Mengen. Das heizt wiederum die Gegenregulation an, und wir müssen wieder mehr trinken. Und so weiter und so fort.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Willkommen im Teufelskreis der Abhängigkeit.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Natürlich landen nicht alle in dieser Spirale, und nicht alle gleich schnell. Manche Menschen sprechen stärker auf die Wirkung von Alkohol an als andere. Wo genau die Grenze zwischen unbedenklichem und problematischem Konsum verläuft, beschreibe ich im Beitrag über die
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/in-der-grauzone-gray-area-alkoholkonsum" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Grauzone
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Genuss mit offenen Augen
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Glücklich sind diejenigen, die Alkohol gelegentlich und in moderaten Mengen geniessen können, ohne abhängig zu werden und ohne dass ihre Gesundheit und Lebensqualität darunter leiden. Ihnen sei das Glas Vino zum schönen Essen gegönnt. Man sollte sich aber bewusst sein: Alkohol ist nicht gesund. Nie, und zwar unabhängig von der Menge. Alkohol ist ein Zellgift, und die Liste der Organschäden, die er verursachen kann, ist lang. Wer ganz verzichtet, ist in jedem Fall auf der sichereren Seite.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber wir Menschen tun eben nicht nur Dinge, die gesund sind. Erdbeereis mit Schlagrahm esse ich ja auch nicht, um mich mit Antioxidantien und guten Fetten zu versorgen. Manchmal wollen wir einfach geniessen. Und das finde ich aus medizinischer Sicht in Ordnung, solange wir es nicht übertreiben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das gilt allerdings nur für Erwachsene und nicht für Schwangere.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Kinder und Schwangere sollten ausnahmslos auf Alkohol verzichten.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In diesem Punkt bin ich kategorisch und kann dir keine Relativierung anbieten. Warum, erkläre ich im Beitrag
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/alkohol-in-der-schwangerschaft" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Alkohol in der Schwangerschaft
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In allen anderen Fällen ist es, solange niemand anderes dadurch beeinträchtigt wird, eine Frage des persönlichen Wohlbefindens. Und genau das ist das Stichwort. Wenn du trinkst, um gedrückte Stimmung, Anspannung, Ängste oder Selbstzweifel auszuschalten, wenn du Alkohol brauchst, um überhaupt positive Gefühle zu spüren, wenn dir die Kontrolle entgleitet oder du erste körperliche Folgen bemerkst, dann lohnt es sich, ehrlich darüber nachzudenken: Ist Alkohol vielleicht eher die Ursache deiner Probleme als der Schlüssel zur Lösung?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 24 Sep 2026 16:08:51 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Entspannung aus dem Glas - Hilft Alkohol bei Stress?</title>
      <link>https://www.himmel-blau.ch/entspannung-aus-dem-glas-alkohol-und-stress</link>
      <description>Ein Glas zum Runterkommen? Warum Alkohol bei Stress nur kurz entspannt, das Stresssystem langfristig anheizt und was dir stattdessen hilft.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein ganz normaler Tag …
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Morgens um 6 Uhr klingelt mein Wecker. Meistens wache ich schon vorher auf, meine innere Uhr ist fest auf diese Zeit programmiert. Zeitlich würde es reichen, erst um halb sieben aufzustehen. Aber diese halbe Stunde am Morgen ist mir heilig. Meine Ich-Zeit, wenn alle anderen noch schlafen und niemand etwas von mir will. In Ruhe Kaffee trinken, vielleicht schon mal ins Bad.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die halbe Stunde vergeht schnell. Schon schallt es aus dem Kinderzimmer: „Mamiiii!“ Mein kleiner Sohn ist wach und verlangt nach seiner obligatorischen Tasse Kakao. Ich schalte in den Multitasking-Modus: Frühstück machen, mich anziehen, Znüni-Box füllen, die zweite Tasse Kakao servieren, den Sohn zum Zähneputzen motivieren, meine Sachen zusammensuchen, meinem Mann, der inzwischen auch aufgestanden ist, mit einem Kuss einen guten Morgen wünschen und ihm ein fertig angezogenes Kindergartenkind übergeben. Dann haste ich zum Bus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei der Arbeit zeigt der Blick in die Agenda: voll verplant. Zwischen den Patiententerminen stapeln sich Meetings, mein Chef hat kurzfristig eine wichtige Sitzung einberufen. Die Mittagspause verbringe ich mit einem Sandwich vor dem PC. Herr Brunner und ein Arzt im Spital erwarten dringend meinen Rückruf. Dann kommt schon die nächste Patientin.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gegen 17 Uhr werde ich nervös. Hoffentlich werde ich bald fertig und erwische den Zug. Der Hort schliesst um halb sieben, aber ich möchte meinen Sohn nicht so lange warten lassen. Das schlechte Gewissen der arbeitenden Mutter meldet sich. Vorher noch ein Sprint durch den Supermarkt, sonst bleibt die Küche kalt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Beim Hort springt mir mein Sohn freudig entgegen. Zu Hause lasse ich ihm ein Bad ein und gehe in die Küche. „Mamiii! Ich möchte einen Apfel, aber geschnitten!“ – „Ja gleich, mein Schatz.“ – „Neein, jetzt! Du musst sofort kommen! Ich kann nicht warten!“ Oh my … und dabei habe ich „nur“ eins. Wie schaffen das andere Eltern mit zwei oder mehr?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich räume die Einkäufe in den Kühlschrank. In der Tür fällt mein Blick auf die halb volle Weinflasche vom Vortag. Nur ein Glas zum Runterkommen, denke ich. Es entspannt so schön. Ich kann es beim Kochen trinken. Da ist doch nichts dabei, das machen doch alle? Ich stelle mir vor, wie sich nach dem ersten Schluck diese wohlige Wärme ausbreitet und die Gedanken leichter werden. Aber eigentlich hatte ich mir gestern vorgenommen, heute mal nichts zu trinken. Eigentlich …
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Warum ich die Flasche heute stehen lasse
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kennst du das? So sieht mein Arbeitstag realistisch aus. Nur die Weinflasche im Kühlschrank lasse ich inzwischen bewusst stehen. Das war nicht immer so. Früher habe ich der Versuchung, abends ein Glas zur Entspannung zu trinken, gerne nachgegeben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Warum ich es heute nicht mehr tue? Ich würde gerne behaupten, weil ich eine gesundheitsbewusste, verantwortungsvolle Frau bin, die sich angesichts der Folgen bewusst gegen regelmässigen Konsum entscheidet. Ehrlicher ist: Mein Mann bekommt schon beim Anblick einer Weinflasche Migräne, und allein trinke ich auf Dauer nicht gern. Sicher spielt auch mit, dass ich mich beruflich intensiv mit dem Thema befasse. Und ich erlebe in meinem familiären Umfeld gerade hautnah, wie einer meiner liebsten Menschen an den Folgen seiner langjährigen Alkoholerkrankung leidet. Ich kann den Wein einfach nicht mehr bedenkenlos geniessen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Mama braucht Wein? Das Feierabendglas als Stressbewältigung
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Szene in meiner Küche ist kein Einzelfall. Sprüche wie „Mama braucht jetzt Wein“ finden sich auf Tassen, Geschirrtüchern und in unzähligen Memes. Man spricht inzwischen von der „Mommy Wine Culture“. Was witzig gemeint ist, verkauft eine Botschaft: Wer Familie, Job und Haushalt stemmt, hat sich das Glas am Abend verdient, und Alkohol ist das Mittel gegen die Überforderung. Das Problem dahinter, nämlich die ungleich verteilte Last, wird damit weggelächelt. Und ein Stressbewältigungsmuster, das auf Dauer mehr Stress erzeugt, wird zum sympathischen Lifestyle.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Stressfaktor Alkohol: Was im Körper passiert
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Warum scheint Alkohol bei Stress zu helfen? Alkohol verstärkt im Gehirn die Wirkung von GABA, einem Botenstoff, der die Erregung der Nervenzellen dämpft. Wir fühlen uns ruhiger, die Gedanken werden leichter. Wie das genau funktioniert, erkläre ich im Beitrag
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/eine-frage-der-chemie-warum-trinken-wir-alkohol" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Warum trinken wir Alkohol? Eine Frage der Chemie
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Tückische: Das Gefühl von Entspannung und der Zustand des Körpers sind zweierlei. Die Stressachse des Körpers wird durch Alkohol nicht beruhigt, sondern eher aktiviert. Und sobald der Alkoholspiegel sinkt, schlägt das Pendel zurück: Unruhe, Nervosität und ein unruhiger Schlaf in der zweiten Nachthälfte. Die Entspannung ist also geliehen, und am nächsten Tag zahlen wir sie mit Zinsen zurück.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Trinken wir regelmässig, passt sich das Gehirn an. Die GABA-Rezeptoren reagieren schwächer, das erregende Gegensystem wird hochgefahren. Trinken wir dann weniger oder gar nicht, fehlt die gewohnte Bremse: Wir sind nervös und gereizt. In schweren Fällen kann diese Übererregung des Nervensystems zu epileptischen Anfällen führen. Das betrifft vor allem Menschen, die bereits mit Entzugssymptomen reagieren. Warum ein Entzug deshalb ärztlich begleitet werden sollte, beschreibe ich im Beitrag zum
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/nuechtern-ins-neue-jahr-was-bringt-der-dry-january" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Dry January
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Wirkung des Alkohols und sein Abbau, der dem Stoffwechsel viel abverlangt, setzen den Körper unter Dauerstress. Wir verlieren Widerstandskraft, sind chronisch gereizt und müde. Und oft reagieren wir auf genau diese Warnsignale mit noch mehr Alkohol. Ein Teufelskreis. Chronischer Stress, Burn-out und Alkohol sind eng miteinander verknüpft.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die gute Nachricht: Das System erholt sich
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das angeschlagene Stresssystem kann sich erholen. Ohne Alkohol normalisiert sich die Stressregulation in der Regel wieder. Das braucht allerdings Zeit, da heisst es durchhalten und Geduld haben. Fast alle meine Patientinnen berichten, dass sie sich in Phasen völliger Abstinenz so gut fühlen wie lange nicht mehr.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dazu passt ein Satz, den ich in einem Ratgeber über Alkohol gelesen habe: „Der Alkoholiker trinkt, damit er sich fühlt wie jemand, der nie trinkt.“ Das Wort „Alkoholiker“ mag ich nicht, warum, erkläre ich im Beitrag
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/alkohol-von-stigma-und-vorurteilen" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Alkohol – von Stigma und Vorurteilen
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . Dem Rest kann ich aber voll zustimmen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Eine neue Strategie muss her
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Problem bleibt: Wenn du mit dem Trinken aufhörst, ist der Stress nicht auf einmal verschwunden. Du bist vielleicht weniger empfindlich, aber die Belastungen im Alltag werden nicht weniger. Du brauchst neue Wege, damit du in Stresssituationen nicht wieder ins alte Muster fällst.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Allgemeingültige Rezepte gibt es nicht. Wichtig ist nur, ein ungesundes Laster nicht durch ein neues zu ersetzen. Wer mit dem Trinken aufhört und dafür drei Päckchen Zigaretten am Tag raucht, hat wenig gewonnen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Anregungen findest du bei meinen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/Entspannungsrituale" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Entspannungsritualen
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            : von
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/neue-seite-313ad94a0" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           einfachen Basics
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            über
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/neue-seite-34210ec1b" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           die Kraft der fünf Sinne
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            bis zu Ritualen für
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/neue-seite-3746b092a" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           jede Jahreszeit
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            . Und wenn es abends trotzdem ein Glas sein soll: Hier gibt es
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/rezepte" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           alkoholfreie Rezepte
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , die das Ritual behalten, aber den Alkohol weglassen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Welche Strategien nutzt du, um Stress abzubauen? Was hilft dir im Alltag? Ich freue mich auf
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/contact" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           dein Feedback
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           !
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/md/pexels/dms3rep/multi/pexels-photo-4099298.jpeg" length="295331" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Wed, 23 Sep 2026 15:19:04 GMT</pubDate>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Alkohol in der Schwangerschaft</title>
      <link>https://www.himmel-blau.ch/alkohol-in-der-schwangerschaft</link>
      <description>Keine Ausnahmen - als Internistin erkläre ich, warum bei Alkohol in der Schwangerschaft nur null Promille die sichere Grenze ist.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Gläschen wird man sich doch gönnen können?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alkohol in der Schwangerschaft: Und was ist mit den Wochen davor?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Yep, ich gebe es zu. Ich bezeichne mich, nicht ohne einen gewissen Stolz, als Feministin. Ich bin für die Gleichberechtigung der Frau, gegen sexuelle Diskriminierung, für die Selbstbestimmung über den eigenen Körper und das Recht, sich für oder gegen eine Schwangerschaft zu entscheiden. Ich bin aber konsequent gegen das Recht auf Alkohol während der Schwangerschaft. Moment mal! Wie passt das denn zusammen? Wie kann ich hier die feministische Fahne schwingen und im gleichen Atemzug Schwangeren ihr Gläschen Prosecco verbieten wollen? Schwanger sein ist ja schon mühsam genug, da soll frau sich doch ab und zu etwas gönnen dürfen?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Problem ist: So sehr ich für das Recht auf Selbstbestimmung bin, lautet der übergeordnete Leitsatz für mein Leben doch: «Jede soll nach ihrer Fasson selig werden, solange sie niemand anderem damit schadet.» Und genau das ist der Punkt. Alkohol schadet dem ungeborenen Kind. Nicht erst ab einem Glas, sondern bereits ab dem ersten Schluck.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Was im Körper des Kindes passiert
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der von der Mutter aufgenommene Alkohol passiert Plazenta und Blut-Hirn-Schranke des Kindes ungehindert. Nach rund zwei Stunden ist die
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/blutalkoholkonzentration"&gt;&#xD;
      
           Blutalkoholkonzentration
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            im Kind gleich hoch wie bei der Mutter – dessen Leber jedoch noch nicht funktionstüchtig ist. Das Kind kann den Alkohol also nicht abbauen und bleibt entsprechend länger seiner Wirkung ausgesetzt. Ein kleiner Schluck für die Mutter bedeutet für den Fötus einen regelrechten Rausch.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alkohol ist ein Nervengift, und da sich das Nervensystem des Kindes noch in der Entwicklung befindet, reagiert es besonders empfindlich auf diese Belastung. Die dadurch verursachten Störungen werden unter dem Begriff **fetale Alkoholspektrumstörung (FASD)** zusammengefasst. Dazu gehört auch das vollständige **fetale Alkoholsyndrom (FAS)** mit Wachstumsstörungen, typischen Gesichtsmerkmalen, Verhaltensauffälligkeiten und Entwicklungsdefiziten; treten ausschliesslich neurologische Schäden auf, spricht man von alkoholbedingten neurologischen Störungen (ARND). Diese Schäden bilden sich nicht zurück – Betroffene tragen sie ihr Leben lang, häufig mit Schwierigkeiten in Schule, Beruf und Alltag, insbesondere bei Impulskontrolle und dem Lernen aus Erfahrung. Viele sind lebenslang auf Unterstützung angewiesen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/36554be5/dms3rep/multi/ChatGPT-Image-13.-Sept.-2026--21_42_44.png" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Wie viel Alkohol schadet dem ungeborenen Kind?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bisher konnte in keiner Studie eine untere Grenze ermittelt werden, ab der Alkoholkonsum in der Schwangerschaft risikofrei wäre – und es besteht auch keine klare Dosis-Wirkungs-Beziehung, ab der das Ausmass der Schädigung vorhersagbar würde. Schon kleine Mengen können also zu schweren Folgeschäden führen. Die einzig verlässliche Empfehlung lautet deshalb: in der Schwangerschaft vollständig auf Alkohol verzichten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Die Wochen, die man leicht übersieht
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Was in dieser Diskussion oft zu kurz kommt: der Zeitraum, bevor eine Schwangerschaft überhaupt bestätigt ist. In einer aktuellen Befragung von Sucht Schweiz mit über 800 Schwangeren gab fast jede zweite Frau an, zwischen Empfängnis und bestätigter Schwangerschaft Alkohol getrunken zu haben
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.suchtschweiz.ch/press/fuer-eine-alkoholfreie-schwangerschaft-ab-der-empfaengnis/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           (Sucht Schweiz, FASD Awareness Day 2026).
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das ist keine Nachlässigkeit, sondern schlicht Mathematik: Ein Schwangerschaftstest zeigt frühestens nach der ausbleibenden Regelblutung ein zuverlässiges Ergebnis, oft vergehen bis zur Bestätigung mehrere Wochen – und genau in dieser Phase entwickeln sich die Grundstrukturen des kindlichen Nervensystems.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für mich heisst das: Wer sich aktiv ein Kind wünscht oder ohne zuverlässige Verhütung sexuell aktiv ist, sollte den Alkoholverzicht schon vor der Empfängnis mitdenken – nicht erst ab dem positiven Test. Das ist keine zusätzliche Bürde, sondern schlicht die konsequente Fortsetzung dessen, was wir über die kritischen ersten Wochen der Embryonalentwicklung wissen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Wo du dich weiter informieren kannst
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für Betroffene, Angehörige und Fachpersonen bietet die kürzlich aktualisierte Schweizer Plattform 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://schwangerschaft-ohne-alkohol.ch" target="_blank"&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Schwangerschaft ohne Alkohol
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            verständliche, wissenschaftlich fundierte Informationen sowie Antworten auf häufige Fragen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           FASD Schweiz ist Kooperationspartner von Himmel-Blau und bietet weiterführende Informationen zu FASD, Beratung und Unterstützung.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Ergänzend findest du Informationen bei 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           FASD Deutschland e. V.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           →
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.fasd-schweiz.ch/index.php/de/" target="_blank"&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            FASD Schweiz
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           →
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.fasd-deutschland.de" target="_blank"&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            FASD Deutschland e. V.
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/md/pexels/dms3rep/multi/pexels-photo-3013668.jpeg" length="224599" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Sun, 13 Sep 2026 20:20:37 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.himmel-blau.ch/alkohol-in-der-schwangerschaft</guid>
      <g-custom:tags type="string">FAS,Schwangerschaft,FASD,Alkohol,fetales Alkoholsyndrom</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/md/pexels/dms3rep/multi/pexels-photo-3013668.jpeg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Alkohol -  der unsichtbare  Nährstoffräuber</title>
      <link>https://www.himmel-blau.ch/alkohol-der-naehrstoffraeuber</link>
      <description>Alkohol beeinträchtigt die Versorgung mit wichtigen Nährstoffen. Erfahre welche Vitamine und Mineralstoffe betroffen sind und welche Folgen das hat.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    
          Geschichte
          &#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           n aus dem Alltag
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Praxis, in der ich arbeite, sind zwei Nahrungsergänzungsmittel mit B-Vitaminen der Renner. Ich gebe sie fast ausnahmslos jeder Patientin, die mir sagt, dass sie regelmässig Alkohol trinkt, oder bei der ich den Verdacht habe, dass sie es tut. Und wer gerade mit dem Trinken aufgehört hat, bekommt sie trotzdem.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Warum bin ich so pedantisch? Folgende Situation hat sich kürzlich in meiner Sprechstunde zugetragen. Ein älterer Herr klagt über zunehmende Schwierigkeiten beim Gehen. Er kann kaum noch das Gleichgewicht halten, berichtet über Taubheitsgefühle in Händen und Füssen. Vor allem im Dunkeln und beim Treppensteigen hat er Angst zu stürzen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auf meine Frage, ob er Alkohol trinkt, antwortet er: «Ja, aber nicht viel. Zwei, drei Gläser Rotwein am Abend. Selten mehr.» – «Jeden Abend?» – «Ja, mehr oder weniger.» – «Und wie lange schon?» – «Seit Jahren, das hat sich so eingependelt. Aber das ist doch nicht so schlimm, oder?»
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die weitere neurologische Abklärung bestätigte meinen Verdacht auf eine periphere Polyneuropathie, einen entzündliche Nervenerkrankung, in diesem Fall verursacht durch chronischen Alkoholkonsum. Mein Patient hatte bis dahin keine Ahnung, das seine Beschwerden eine direkte Folge seines abendlichen Rotweinkonsums waren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="/"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/36554be5/dms3rep/multi/A88211B0-062F-4DB9-9807-5184281576C6.png" alt="Infografik über die Auswirkungen von Alkohol auf den Körper: Aufnahme, Leber, Ausscheidung, Nährstoffmangel und Nervensystem."/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Alkohol ist ein Nährstoffräuber
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neben den bekannten Risiken – Leberschäden, erhöhtes Krebsrisiko – hat regelmässiger Alkoholkonsum auch einen weniger sichtbaren, aber gut dokumentierten Effekt: Er greift in die Versorgung mit B-Vitaminen und essenziellen Mineralstoffen ein. Das passiert über drei Mechanismen gleichzeitig:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/alkoholabbau"&gt;&#xD;
      
           Abbau von Alkohol
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            in der Leber verbraucht selbst grosse Mengen an Mikronährstoffen. Gleichzeitig reizt Alkohol die Magen- und Darmschleimhaut, wodurch die Aufnahme von Nährstoffen aus der Nahrung erschwert wird. Und drittens wirkt Alkohol harntreibend, wodurch Mineralstoffe verstärkt über die Nieren ausgeschieden werden, bevor der Körper sie überhaupt verwerten kann. Betroffen sind vor allem **Vitamin B1, B6, B12 und Folsäure sowie Magnesium, Zink und Kalium**.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Vitamin B1 (Thiamin): der Klassiker mit den grössten Folgen
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Thiaminmangel ist die häufigste und am besten untersuchte Folge chronischen Alkoholkonsums – bis zu 80 Prozent der Frauen und Männer mit einer Alkoholabhängigkeit entwickeln ihn. Thiamin ist zentral für den Energiestoffwechsel und die Funktion des Nervensystems. Ein Mangel kann zu Koordinationsproblemen, Muskelschwäche und Gedächtnisstörungen führen. Die schwerste Form ist das **Wernicke-Korsakoff-Syndrom**, eine oft unterdiagnostizierte Komplikation mit erheblicher Sterblichkeit (1). Genau deshalb gehört Thiamin bei mir standardmässig zur Behandlung, sobald regelmässiger Konsum im Raum steht – nicht erst, wenn erste neurologische Symptome auftreten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Vitamin B6, B12 und Folsäure: die Stimmungsmacher
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vitamin B6 (Pyridoxin) ist an der Synthese von Serotonin und Dopamin beteiligt – den Botenstoffen, die massgeblich unsere Stimmung regulieren. Alkohol reduziert nachweislich die Aufnahme und Verwertung von B6 im Körper.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vitamin B12 (Cobalamin) wiederum ist essenziell für die Funktion peripherer Nerven; ein Mangel äussert sich klassisch durch Taubheitsgefühle, Kribbeln und Muskelschwäche – genau die Symptome, die auch bei meinem Patienten auftraten. Folsäure (Vitamin B9) ist zentral für Zellwachstum und Blutbildung; ein Mangel an B12 und/oder Folsäure kann zu einer Blutarmut mit Müdigkeit und Schwäche führen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum Zusammenhang mit der Stimmung gibt es solide, aber auch differenziert zu lesende Evidenz: Die vielzitierte Rotterdam-Studie fand bei älteren Menschen mit niedrigem B12-Spiegel eine deutlich höhere Rate an depressiven Symptomen (2). Wichtig für die Einordnung: Diese Studie wurde an der Allgemeinbevölkerung durchgeführt, nicht spezifisch an Frauen mit Alkoholkonsum – sie zeigt also den allgemeinen Zusammenhang zwischen B12-Mangel und Stimmung, nicht direkt die Kausalkette Alkohol → B12-Mangel → Depression. Diese Kausalkette ist biologisch plausibel, weil Alkohol nachweislich zu B12-Mangel führen kann, aber eigenständig an Frauen mit Alkoholkonsum untersucht ist sie bislang seltener.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Magnesium, Zink und Kalium: die stillen Mitspielerinnen
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch bei den Mineralstoffen ist die Datenlage konkreter, als es der Volksmund vermuten lässt. Alkohol senkt den Magnesiumspiegel über zwei gleichzeitig wirkende Mechanismen – vermehrte Ausscheidung über die Nieren und verminderte Aufnahme über den Darm –, und zwar bereits bei moderatem, nicht nur bei exzessivem Konsum. Ein Magnesiummangel äussert sich unter anderem in Muskelkrämpfen, Schlafstörungen und erhöhter Stressempfindlichkeit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ähnlich sieht es bei Zink aus: Schätzungsweise 30 bis 50 Prozent der Frauen und Männer mit Alkoholabhängigkeit sind von einem Zinkmangel betroffen – damit gilt er als eine der häufigsten Mangelerscheinungen bei alkoholbedingten Lebererkrankungen. Zink ist unter anderem für Zellteilung und Immunfunktion wichtig. Kalium wiederum geht bei starkem Konsum über Erbrechen, Durchfall oder schlicht mangelhafte Ernährung verloren; ein relevanter Kaliummangel betrifft nach Schätzungen fast die Hälfte der Menschen mit chronischem Alkoholkonsum.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Omega-3-Fettsäuren: die stille vierte Mitspielerin
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neben Vitaminen und Mineralstoffen gerät bei Alkohol noch ein weiterer Baustein aus dem Gleichgewicht, der in der Diskussion oft übergangen wird: der Omega-3-Stoffwechsel. Docosahexaensäure (DHA), die mengenmässig wichtigste Omega-3-Fettsäure im Gehirn, ist zentraler Baustein der Nervenzellmembranen und Ausgangsstoff für entzündungshemmende Botenstoffe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei Frauen und Männern mit chronischem Alkoholkonsum zeigt sich eine gestörte Aufnahme von DHA ins Gehirn sowie ein niedrigerer DHA-Spiegel im Blut, besonders wenn zusätzlich eine Lebererkrankung vorliegt. Der Mechanismus ist gut nachvollziehbar: Alkohol fördert im Gehirn eine anhaltende Entzündungsreaktion über Botenstoffe wie Interleukin-6 und TNF-alpha, während DHA genau dieser Entzündung normalerweise entgegenwirkt – bei sinkendem DHA-Spiegel fehlt also ausgerechnet die körpereigene Gegenspielerin.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für die Praxis heisst das: Wer regelmässig trinkt, sollte nicht nur an B-Vitamine denken, sondern auch an eine ausreichende Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren – über fetten Fisch, Algenöl oder ein Nahrungsergänzungsmittel. Die Forschung dazu ist jünger und weniger umfangreich als bei den B-Vitaminen, der Zusammenhang zwischen Alkohol, gestörtem Omega-3-Stoffwechsel und Nervensystem ist aber gut begründet und passt genau in das Bild, das sich bei meinem Patienten zeigte: mehrere Nährstoffachsen, die gleichzeitig unter Druck geraten.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Auswirkungen auf das Nervensystem
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das periphere Nervensystem – die Verbindung zwischen Gehirn und Körper – reagiert besonders empfindlich auf diese Nährstoffdefizite. Kribbeln, Taubheit und Schmerzen in Händen und Füssen, wie bei meinem Patienten, werden als periphere Neuropathie bezeichnet. Alkohol ist neben Diabetes die häufigste Ursache dafür.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch das zentrale Nervensystem bleibt nicht verschont: Regelmässiger Alkoholkonsum ist mit einer Verringerung des Hirnvolumens assoziiert, was Gedächtnisprobleme und kognitive Beeinträchtigungen begünstigen kann. Die Kombination aus reduzierter Hirnmasse und Nährstoffmangel – allen voran Thiamin – erhöht zusätzlich das Risiko für neurodegenerative Verläufe.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Wie viel ist zu viel?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Menge, ab der eine schädliche Wirkung eintritt, hängt von Körpergewicht und genetischer Veranlagung ab. Das BAG nennt als Richtwert für einen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/risikoarmer-konsum"&gt;&#xD;
      
           risikoarmen Konsum
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            für Frauen maximal etwa 10 g Alkohol täglich, bei mindestens zwei alkoholfreien Tagen pro Woche.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wichtig dabei: Die oben beschriebenen Mechanismen – gestörte Aufnahme, erhöhte Ausscheidung, hoher Verbrauch beim Abbau – wirken nicht erst ab einer bestimmten Promillegrenze, sondern proportional zur konsumierten Menge und vor allem zur Regelmässigkeit. Wer über Jahre hinweg täglich trinkt, auch in Mengen, die als «moderat» gelten, baut ein kumulatives Risiko für Nährstoffdefizite auf – genau das Muster, das bei meinem Patienten letztlich zur Polyneuropathie geführt hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Prävention und was ich meinen Patientinnen empfehle
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die langfristigen Folgen alkoholbedingter Nährstoffdefizite können weit über das Nervensystem hinausgehen und auch die psychische Gesundheit sowie die allgemeine Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Um dem vorzubeugen, empfehle ich:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Den Alkoholkonsum möglichst gering zu halten und regelmässiges tägliches Trinken zu vermeiden – die mindestens zwei - ich würde sogar sagen mindestens drei -  alkoholfreien Tage sind kein bürokratisches Detail, sondern geben Leber und Nährstoffhaushalt Erholungszeit. Auf eine ausgewogene, an B-Vitaminen, Mineralstoffen und Omega-3-Fettsäuren reiche Ernährung zu achten. Und wer trotzdem regelmässig trinkt: ein Nahrungsergänzungsmittel mit B-Vitamin-Komplex einzunehmen, so wie ich es meinem Patienten seither verschreibe, und je nach Ernährungsgewohnheiten auch die Omega-3-Versorgung im Blick zu behalten – als Sicherheitsnetz, nicht als Freibrief.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Mehr darüber, wie Alkohol verschiedene Organe und Körperfunktionen beeinflusst, erfährst du hier:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;a href="/alkohol-und-koerper"&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Alkohol &amp;amp; Körper.
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Quellen
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           - Cook, C. C. &amp;amp; Thomson, A. D. (1997). *B Vitamin deficiency and neuropsychiatric syndromes in alcohol misuse.* Alcohol and Alcoholism. [pubmed.ncbi.nlm.nih.gov](https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/9719389/)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           - Tiemeier, H. et al. (2002). *Vitamin B12, folate, and homocysteine in depression: the Rotterdam Study.* American Journal of Psychiatry. [psychiatryonline.org](https://psychiatryonline.org/doi/full/10.1176/appi.ajp.159.12.2099)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das könnte dich auch interessieren:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;a href="/alkohol-und-knochen"&gt;&#xD;
        
            Die Auswirkung von Alkohol auf den Knochen
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/36554be5/dms3rep/multi/pexels-photo-33062678.jpeg" length="567786" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Sat, 12 Sep 2026 07:57:58 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.himmel-blau.ch/alkohol-der-naehrstoffraeuber</guid>
      <g-custom:tags type="string">Vitamin B1,Polyneuropathie,Nährstoffmangel,Vitamin B,Vitaminmangel,Wernicke-Korsakow-Syndrom,Folsäure,Vitamin B12,Nährstoffräuber,Alkohol,Thiamin,Vitamin B6</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/36554be5/dms3rep/multi/pexels-photo-14472650.jpeg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/36554be5/dms3rep/multi/pexels-photo-33062678.jpeg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Ein Toast auf die Hormone! - Alkohol in den Wechseljahren</title>
      <link>https://www.himmel-blau.ch/alkohol-und-die-wechseljahre-mythen-und-fakten</link>
      <description>Wie wirkt Alkohol in den Wechseljahren? Erfahre, was die Forschung über Hormone, Schlaf und Gesundheit sagt – und welche Mythen sich hartnäckig halten.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alkohol und Wechseljahre – was stimmt eigentlich von dem, was alle sagen?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In meiner Sprechstunde sehe ich viele Frauen, die sich Gedanken über ihren Alkoholkonsum machen. Viele von ihnen befinden sich in einem Alter, in dem die ersten Symptome der Wechseljahre auftreten. Was mich zu der Fragestellung führt: Konsumieren Frauen in den Wechseljahren mehr Alkohol? Das wird oft behauptet, aber stimmt das auch, wenn man sich die aktuelle Studienlage ansieht? Ein ganz frisches
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/42572418/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Scoping Review aus dem Jahr 2026 hat 57 Studien
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            zu Alkohol und Perimenopause/Menopause ausgewertet. Und wie es sich für ein anständiges Übergangsstadium des Lebens gehört, lautet die Antwort auf fast alles: kompliziert. Manche Zusammenhänge sind erstaunlich gut belegt, andere sind Küchentischweisheiten, die sich hartnäckig halten, weil sie so gut klingen. Zeit, das zu entwirren – aus der Perspektive einer Ärztin, die selbst mitten in diesem Lebensabschnitt steckt und es genauer wissen will. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine hormonelle Achterbahn mit Alkohol als Mitfahrer
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           An einem Tag ist man himmelhochjauchzend, am nächsten könnte man jedem an die Gurgel gehen, der einen mit einem falschen Wort reizt. Der Körper sorgt jeden Tag für neue Überraschungen: Falten, wo gestern noch keine waren, trockene Augen, Haarausfall, Gelenkschmerzen usw. Die Liste ist beliebig fortsetzbar. Und vom Schlaf wollen wir gar nicht erst anfangen. Welche Frau 40 plus kennt das nicht? In der Perimenopause spielen Östradiol und Progesteron munter Achterbahn, bevor die Eierstöcke nach der Menopause dauerhaft in den Ruhestand gehen. Parallel dazu verändern sich Schlaf, Stressregulation, Stimmung, Körperzusammensetzung und das kardiometabolische Risiko – ein Rundum-Paket, das niemand bestellt hat, das aber trotzdem geliefert wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alkohol greift in dieses Wechselspiel ein und beeinflusst mehrere Faktoren gleichzeitig: den Schlaf, die Gefäße und die Thermoregulation, die Stimmung und die Hormone. Genau diese Verflechtung macht es so schwer, das Thema in einen einzelnen Satz zu packen – und genau deshalb lohnt es sich, die Fäden einmal einzeln in die Hand zu nehmen, bevor man sie wieder zusammenknüpft.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Teufelskreis, der öfter zuschlägt, als man denkt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Fangen wir mit dem Auslöser an, den alle vermuten: der Hitzewallung nach dem Glas Wein. Hier wird es überraschend widersprüchlich. Die große
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.swanstudy.org" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           SWAN-Kohortenstudie
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            fand keinen konsistenten Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und Hitzewallungen, sobald andere Einflussfaktoren berücksichtigt wurden. Auch die übrige Literatur ist sich uneinig. Ein Scoping Review bezeichnet die Evidenz explizit als „inkonsistent“ – Alkohol ist offenbar nicht bei jeder Frau ein Auslöser, bei manchen aber ein sehr deutlicher. Ein Fall für Selbstbeobachtung also, nicht für ein pauschales Verbot.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Deutlich handfester wird es beim Schlaf, und hier beginnt die eigentlich interessante Geschichte.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/alkohol-und-der-schlaf"&gt;&#xD;
      
           Alkohol wirkt kurzfristig sedierend und erleichtert das Einschlafen
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            – das kennt jeder, der schon einmal ein Glas Wein als Gute-Nacht-Geschichte missbraucht hat. Das Problem zeigt sich erst später in der Nacht: Er verschlechtert die Schlafarchitektur und führt in der zweiten Nachthälfte zu häufigerem Erwachen. In einer Lebensphase, in der Schlafstörungen ohnehin schon zum Standardprogramm gehören, kann sich daraus leicht eine Spirale entwickeln: schlechter Schlaf, ein Glas als vermeintliche Lösung, noch schlechterer Schlaf, mehr Erschöpfung, wieder ein Glas.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Von der Erschöpfung ist es nur ein kleiner Schritt zur Stimmung. Die Wechseljahre gehen mit einem erhöhten Risiko für depressive Symptome einher, und Alkohol kann genau in diese Lücke stoßen: Kurzfristig dämpft er Anspannung und Angst, langfristig verschlechtert er jedoch Stimmung, Schlaf und psychische Gesundheit. Ein Scoping Review zeigt bei moderaten Mengen teils neutrale Effekte, bei hohem Konsum aber deutlich häufiger ungünstige Stimmungslagen und kognitive Beschwerden. Insgesamt ist die Forschung zur psychischen Gesundheit in der Perimenopause aber noch dünn. Was mir in der Sprechstunde auffällt, deckt sich damit: Viele Frauen greifen in dieser Phase zunehmend zu Alkohol als Selbstmedikation gegen Stress, Schlafprobleme oder schlicht Überforderung. Das ist verständlich, aber eben eine Strategie, die sich selbst untergräbt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese drei Fäden – Hitzewallungen, Schlaf und Stimmung – erklären übrigens auch, warum sich das Gerücht, Frauen trinken in der Menopause mehr, so beharrlich hält. An vielen Tagen fühlt es sich wahr an. Nur ist es eben nicht die Menopause selbst, die zum Glas greifen lässt. Das Scoping Review fand keine konsistente Evidenz dafür, dass die hormonelle Umstellung unabhängig zu mehr Konsum führt. Was sich gleichzeitig verändert, ist fast alles andere im Leben: Partnerschaft, berufliche Belastung, Kinder, die ausziehen, der eigene Körper, das Gefühl des Älterwerdens. Diese Gemengelage beeinflusst den Konsum, nicht der Hormonspiegel allein. Aus suchtmedizinischer Sicht ist genau das der spannendste Punkt dieser Lebensphase.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Punkt, der wirklich zählt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die bisherigen Zusammenhänge sind unklar, aber bei einem einzigen Thema wird es eindeutig:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/alkohol-und-brustkrebs"&gt;&#xD;
      
           Brustkrebs. Alkohol ist ein etablierter Risikofaktor
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            – sowohl vor als auch nach der Menopause. Eine im Jahr 2024 veröffentlichte Meta-Analyse prospektiver Kohortenstudien fand einen dosisabhängigen Zusammenhang: Schon bei weniger als einem Standarddrink täglich war das Risiko gegenüber Nichtkonsum erhöht und stieg mit jedem weiteren Drink zusätzlich an. Das ist, um ehrlich zu sein, relevanter als die Frage, ob das Feierabendglas eine Hitzewallung auslöst, und sollte in der persönlichen Abwägung deutlich mehr Gewicht haben als es in der öffentlichen Debatte bekommt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ähnlich real, wenn auch weniger dramatisch, ist
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/alkohol-und-knochen"&gt;&#xD;
      
           die Sache mit den Knochen
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . Mit sinkendem Östrogen steigt das Risiko für Knochenabbau und Osteoporose ohnehin und chronisch hoher Alkoholkonsum kann diese Entwicklung zusätzlich befeuern – besonders bei Frauen mit niedrigem Körpergewicht, wenig Bewegung oder weiteren Risikofaktoren. Und weil sich in derselben Lebensphase die Körperzusammensetzung verschiebt – weniger Muskelmasse, mehr viszerales Fett –, kommt noch ein drittes Thema hinzu. Alkohol liefert vergleichsweise viele Kalorien, sättigt kaum und beeinflusst zusätzlich das Essverhalten und den Schlaf. Kein Wunder, wenn sich dabei das eine oder andere Kilo dazugesellt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Frage nach dem Timing der Menopause selbst ist interessant, aber wissenschaftlich am wackeligsten. Alkohol kann den Östrogenstoffwechsel beeinflussen. Moderater Konsum wurde mit höheren Östradiolspiegeln und niedrigeren FSH-Werten in Verbindung gebracht. Eine ältere Meta-Analyse mit über 100.000 Frauen fand sogar einen kleinen Zusammenhang zwischen niedrigem bis moderatem Konsum und einem etwas späteren Eintritt der natürlichen Menopause. Dieser Zusammenhang ist jedoch klein und es besteht keine Kausalität, wie die Autor:innen selbst betonten. Bitte also keine Schlagzeile wie „Wein verzögert die Menopause“ daraus basteln – das wäre etwa so seriös wie „Schokolade verlängert das Leben“.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mein Fazit:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Wechseljahre sind auch ohne Alkohol schon anstrengend genug. Manche der beliebten Alkohol-Menopause-Mythen halten einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht stand. Dazu gehört beispielsweise die Annahme, dass Alkohol grundsätzlich mehr Hitzewallungen verursacht oder dass die Menopause automatisch zum Glas greifen lässt. Andere Zusammenhänge, allen voran das Brustkrebsrisiko, sind hingegen sehr gut belegt, werden in der öffentlichen Debatte aber kaum thematisiert, während Schlaf, Stimmung und Knochen leise, aber beharrlich mitspielen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was bleibt, ist kein Grund für Panik, aber ein guter Anlass, den eigenen Konsum ehrlich unter die Lupe zu nehmen. Nicht, weil „die Wechseljahre“ das verlangen, sondern weil sich in dieser Lebensphase so vieles gleichzeitig verschiebt, dass mit fünfzig Jahren ein Glas Wein am Abend plötzlich eine ganz andere Rolle spielen kann als noch mit zwanzig.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 10 Sep 2026 09:20:36 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.himmel-blau.ch/alkohol-und-die-wechseljahre-mythen-und-fakten</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Hab ich denn schon ein Problem?  - Alkoholkonsum in der Grauzone</title>
      <link>https://www.himmel-blau.ch/in-der-grauzone-gray-area-alkoholkonsum</link>
      <description>Wo hört unbedenklicher Konsum auf, wo beginnt die Grauzone? Eine Ärztin über Gray-Area Drinking, die eigenen Erfahrungen und 5 Warnsignale, die viele übersehen.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nachts sind alle Katzen blau, ähm, grau ... .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           „Wer ist eigentlich deine Zielgruppe?“
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            , fragt mich eine Freundin, als ich ihr begeistert von meiner Idee erzähle, einen Blog zu schreiben. Meine Zielgruppe? Gute Frage. Wen möchte ich denn eigentlich mit meinen Weisheiten erreichen? Sind es Frauen, die sich dem Sober Lifestyle verschrieben haben? Ja, schon. Wobei, die finden meine Seite vielleicht gut, aber denen kann ich nicht wirklich viel Neues erzählen. Sind es Frauen mit einem „Alkoholproblem“? Ja, die sicher auch. Aber auch die wissen oft schon sehr viel, sodass ihnen vieles, was ich schreibe, banal vorkommt. Nein, ich möchte eigentlich vor allem die Frauen ansprechen, die sich – wie ich früher auch –
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           in der Grauzone
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            befinden. Also die, die vermeintlich sozial angepasst trinken, die sich auf dem schmalen Grat des Risikos bewegen, die möglicherweise schon ein Problem haben, es noch nicht wissen, aber vielleicht ahnen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was versteht man unter Gray-Area Drinking?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Grauzonenkonsum beschreibt ein Trinkverhalten, das
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           zwischen moderatem und problematischem Alkoholkonsum
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            liegt. Das Trinkverhalten erfüllt noch nicht die Kriterien einer Suchterkrankung, ist aber dennoch potenziell schädlich. Personen in dieser Kategorie überschreiten regelmässig die empfohlenen Grenzwerte, ohne jedoch die typischen Merkmale einer Abhängigkeit wie Kontrollverlust oder körperliche Entzugserscheinungen zu zeigen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Übrigens: Die WHO hat 2023 klar Stellung bezogen und erklärt, dass es keine wirklich unbedenkliche Menge Alkohol gibt – jeder Schluck birgt ein gewisses Risiko. (1) Das mag auf den ersten Blick übertrieben klingen, zeigt aber, wie fliessend der Übergang zwischen „unbedenklich“ und „riskant“ tatsächlich ist – und warum die Grauzone eben genau das ist: eine Zone, kein Punkt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wer ist alles betroffen?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ziemlich viele, würde ich sagen – und das ist keine Übertreibung. Eine grosse deutsche Gesundheitsstudie (DEGS1) hat gezeigt, dass riskanter Konsum besonders bei jungen Erwachsenen zwischen 19 und 29 Jahren verbreitet ist: Bei den Frauen betrifft das rund jede dritte. (2) In meiner Studentenzeit mit regelmässigen Partys und ausgiebigem Feiern habe ich mich auf jeden Fall zu dieser Gruppe gezählt. Ja, definitiv. Wieso? Nun, erstens gab es, wie gesagt, viele Partys, bei denen der Alkohol in Strömen floss. Und bei diesen Gelegenheiten habe ich auch deutlich mehr getrunken als das damals geltende Limit von einem Gläschen Wein für Frauen. War ich dann betrunken? Oh ja! Aber nie so, dass ich mich zu leichtsinnigen oder gefährlichen Dingen hätte hinreissen lassen. So weit ist es nie gekommen, weil mir schon vorher schlecht war. Dafür hatte ich am nächsten Tag regelmässig einen Kater. Bin ich aufgefallen? Nein, sicher nicht! Die anderen haben ja noch mehr getrunken. Deshalb habe ich mir nie Gedanken über mein Verhalten gemacht. Ich war ja in guter Gesellschaft. Und das als Medizinstudentin. So viel zum Mythos, dass Ärzt*innen auf ihre Gesundheit achten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Grauzonen-Alkoholkonsum betrifft oft Menschen, die auf den ersten Blick nicht zu den klassischen Risikogruppen gehören. Häufig handelt es sich um sozial gut integrierte Personen, die beruflich erfolgreich sind und ein geregeltes Leben führen. Betroffen sind vor allem:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           – Berufstätige mit hoher Stressbelastung, Eltern oder pflegende Angehörige:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alkohol wird zur Entspannung konsumiert. Der Klassiker ist das tägliche Glas Wein am Abend als Ausgleich zum Alltag.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           – Gesellige Menschen:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Häufiger Konsum bei gesellschaftlichen Anlässen, ohne den Eindruck einer Abhängigkeit zu erwecken. Zum Beispiel ich während meines Studiums.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           – Gewohnheitsmenschen:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alkohol ist fester Bestandteil von Routinen, z. B. das tägliche Feierabendbier.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Welche Risiken bestehen?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch wenn der Konsum in der Grauzone weniger dramatisch erscheint als eine Alkoholabhängigkeit, sind die möglichen Risiken ernst zu nehmen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           1. Schleichende Gesundheitsschäden
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bereits geringer, aber regelmässiger Konsum kann nachweislich zu körperlichen Folgeschäden führen. Betroffen sind vor allem die Leber, das Herz-Kreislauf- und das Nervensystem. Die Internationale Agentur für Krebsforschung stuft Alkohol schon lange als Karzinogen der höchsten Risikoklasse ein – in derselben Kategorie wie Asbest und Tabak. (1) Eine Berechnung für die EU kam zum Ergebnis, dass allein leichter bis mässiger Konsum (ein bis zwei Gläser täglich) 2017 für über 23'000 neue Krebserkrankungen verantwortlich war. (3) Das betrifft insbesondere Brustkrebs und Darmkrebs – zwei der häufigsten Krebsarten überhaupt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           2. Psychische Abhängigkeit
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Viele Betroffene entwickeln, ohne es zu merken, eine emotionale Bindung an den Alkohol, z. B. zur Stressbewältigung oder als „Belohnung“. Dies kann ein erster Schritt in Richtung Abhängigkeit sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           3. Soziale und berufliche Folgen
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch wenn der Konsum kontrolliert erscheint, kann es langfristig zu negativen Auswirkungen auf Beziehungen, Produktivität und allgemeines Wohlbefinden kommen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           4. Toleranzentwicklung
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die schleichende Erhöhung der Alkoholmenge, um die gleiche entspannende Wirkung zu erzielen, ist ein typisches Warnsignal.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gibt es dafür auch einen „offiziellen“ Test?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Tatsächlich, ja. In der Hausarztpraxis wird dafür oft der
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/trinke-ich-zuviel"&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            AUDIT-C
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            eingesetzt, ein von der WHO entwickelter, dreiteiliger Kurzfragebogen zu Trinkmenge und -häufigkeit. Bei Frauen gilt schon ein Wert von 4 von möglichen 12 Punkten als Hinweis auf einen riskanten Konsum. (4) Wichtig zu wissen: Ein solcher Test stellt keine Diagnose – er ist lediglich ein erster, evidenzbasierter Anhaltspunkt dafür, ob sich ein genauerer Blick lohnt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fazit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Graubereich-Alkoholkonsum ist eine
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/alkoholkonsum-in-der-schweiz"&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            unterschätzte Form des problematischen Trinkens
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Obwohl er in der Gesellschaft oft als „normal“ angesehen wird, birgt er erhebliche gesundheitliche und psychische Risiken. Es ist wichtig, den eigenen Konsum ehrlich zu reflektieren und gegebenenfalls frühzeitig Massnahmen zu ergreifen, um negative Folgen zu vermeiden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und woran erkennt ihr, dass ihr euch in einer Grauzone befindet? Was sind die Red Flags?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hier sind 5 typische Anzeichen, die einen hellhörig machen sollten:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           1. Regelmässiges Trinken ohne Anlass
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Man trinkt regelmässig Alkohol, ohne dass es dafür ein klares „Bedürfnis“ oder einen besonderen Anlass gibt. Es gehört einfach zur Routine, z. B. das Glas Wein nach der Arbeit oder das Bier beim Fernsehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           2. Alkohol zur Stressbewältigung oder als Belohnung
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Man trinkt Alkohol, um negative Gefühle wie Stress, Angst oder Langeweile zu lindern, oder man belohnt sich bewusst mit einem Drink, um den Tag ausklingen zu lassen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           3. Schwierigkeiten, vollständig auf Alkohol zu verzichten
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Man fühlt sich unwohl oder irritiert, wenn man sich vornimmt, eine Zeit lang keinen Alkohol zu trinken, und findet Ausreden, warum eine Pause gerade „nicht passt“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           4. Mehr trinken als geplant
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Obwohl man es sich vorgenommen habt, nur ein Glas zu trinken, trinkt man oft mehr. Das „eine Glas“ wird schnell zur Flasche, ohne dass es bemerkt wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           5. Bagatellisieren oder Rationalisieren
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Man rechtfertigt seinen Konsum vor sich selber oder vor anderen, z. B. mit Sätzen wie „Jeder trinkt doch so“ oder „Ich bin ja nicht wirklich abhängig“. Gleichzeitig fühlt man sich unsicher, ob das eigene Trinkverhalten normal ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Anzeichen bedeuten nicht zwangsläufig, dass eine Abhängigkeit vorliegt, aber sie weisen darauf hin, dass sich der Konsum in eine gefährliche Richtung entwickelt. Eine ehrliche Selbstreflexion und gegebenenfalls der Austausch mit einer Fachperson können helfen, Klarheit zu gewinnen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Quellen:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (1) Weltgesundheitsorganisation (WHO), Statement Januar 2023: „No level of alcohol consumption is safe for our health.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (2) Robert Koch-Institut, Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (3) Rovira &amp;amp; Rehm, „Estimation of Cancers Caused by Light to Moderate Alcohol Consumption in the European Union“, European Journal of Public Health, 2021.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (4) AUDIT-C – Kurzform des von der WHO entwickelten Alcohol Use Disorders Identification Test.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/36554be5/dms3rep/multi/pexels-photo-8765288.jpeg" length="240842" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Sun, 06 Sep 2026 18:56:34 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Alkohol - von Stigma und Vorurteilen</title>
      <link>https://www.himmel-blau.ch/alkohol-von-stigma-und-vorurteilen</link>
      <description>Warum Sucht als persönliches Versagen gilt und selbst Ärzt*innen zu selten nachfragen: Eine Ärztin über Scham, Stigma und den Umgang mit Alkoholproblemen.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Paradox
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Rund 85 Prozent der Schweizer Bevölkerung ab 15 Jahren trinken mehr oder weniger regelmässig Alkohol, etwa 20 Prozent davon in einem risikoreichen Ausmass.¹ Und genau da liegt das Paradox: Weil Alkohol so tief in unserem Alltag verwurzelt ist, tun wir uns unfassbar schwer mit jenen, die ihren Konsum nicht mehr im Griff haben. Unser Umgang mit Menschen mit problematischem Alkoholkonsum ist geprägt von Scham, Stigmatisierung und Ausgrenzung. Die Angst vor dem Etikett „süchtig“ ist für viele Betroffene das grösste Hindernis, sich überhaupt Hilfe zu holen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sucht gilt in unserer Gesellschaft als persönliches Versagen. Mangelnde Selbstdisziplin, Verantwortungslosigkeit, fehlende Willenskraft – das sind die Eigenschaften, die wir Menschen mit problematischem Konsum gerne zuschreiben. Praktisch ist das schon, denn es schafft Abstand: Die Süchtigen, das sind immer die anderen. In diese Ecke stellt sich niemand freiwillig. Lieber wird die Fassade aufrechterhalten, lieber werden körperliche und seelische Schäden in Kauf genommen, als sich selbst und anderen einzugestehen, dass man ein Problem hat und Hilfe braucht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Apropos fehlende Selbstdisziplin …
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist ein weit verbreitetes Missverständnis, dass eine Abhängigkeitserkrankung eine Charakterschwäche ist. Dazu fällt mir immer wieder eine Patientin² ein, eine gut situierte, gebildete und erfolgreiche Frau. Sie sagte einmal zu mir: „Frau Esser, ich verstehe mich selbst nicht! Mein ganzes Leben war ich so zielstrebig. Normalerweise schaffe ich alles, was ich mir vornehme. Ich habe mein Studium in Rekordzeit abgeschlossen, meine Firma aufgebaut, Beruf und Familie unter einen Hut gebracht – aber diese verdammte Sache mit dem Alkohol kriege ich einfach nicht in den Griff! Wie kann das sein? Was stimmt mit mir nicht?“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Na, was meinst du? Klarer Fall von mangelnder Willenskraft, oder? Aber das ist doch sicher die Ausnahme, höre ich dich schon einwenden. Ist es nicht. Von meinen Patientinnen, die ich wegen einer Alkoholproblematik behandle – und das sind inzwischen ziemlich viele –, haben nur zwei keinen festen Job. Eine davon ist bereits pensioniert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Warum Willenskraft allein gegen Alkohol so wenig ausrichtet, hat mit Chemie zu tun, nicht mit Charakter. Mehr dazu in
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/eine-frage-der-chemie-warum-trinken-wir-alkohol" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Warum trinken wir Alkohol? Eine Frage der Chemie
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Warum ich das Wort „Alkoholikerin“ nicht mag
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sprache ist nicht neutral. Das Wort „Alkoholiker oder Alkoholikerin“ macht aus einem Menschen mit einer Erkrankung eine Kategorie. Es beschreibt nicht, was jemand hat, sondern was jemand ist, und es ruft sofort ein Bild auf: den ungepflegten Mann auf der Parkbank. Mit meiner erfolgreichen Unternehmerin hat dieses Bild nichts zu tun. Genau deshalb erkennt sie sich darin nicht wieder, und genau deshalb holt sie sich so spät Hilfe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dazu kommt: Das Etikett klebt. „Einmal Alkoholikerin, immer Alkoholikerin“ – auch nach Jahren der Abstinenz. Welche andere Krankheit definiert einen Menschen so dauerhaft über seine schlimmste Phase?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dass Worte etwas bewirken, ist sogar untersucht: In einer US-Studie lasen Fachleute denselben Fallbericht. Wurde die Person darin als „Substance Abuser“ bezeichnet statt als Mensch mit einer Suchterkrankung, hielten die Fachleute sie eher für selbst schuld und eher für strafwürdig.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich spreche deshalb lieber von Menschen mit einer Alkoholerkrankung. Wer sich selbst bewusst als Alkoholikerin bezeichnet, etwa in einer Selbsthilfegruppe, darf das natürlich tun. Das ist dann eine eigene Entscheidung und kein Urteil von aussen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Was ich nicht weiss, macht mich nicht heiss …
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieses aktive Ausblenden gibt es nicht nur bei den Betroffenen und ihrem Umfeld. Auch wir in der Medizin sind nicht davor gefeit. Ich bin immer wieder erstaunt, wenn mir Patientinnen, die schon lange wegen Depressionen oder Burn-out in psychiatrischer oder psychologischer Behandlung sind, von ihrer Therapie erzählen. Häufig wurde die Frage nach dem Alkoholkonsum gar nicht erst gestellt. Das ist ungefähr so, als würde ich jemanden mit einer chronischen Atemwegserkrankung nicht aufs Rauchen ansprechen. Auch in der hausärztlichen Sprechstunde wird oft nur auf die Leberwerte geschaut. Sind die in Ordnung, wiegen sich Ärzt*innen und Patient*innen gerne in trügerischer Sicherheit. Dabei ist die Leber ein Arbeitstier, das unermüdlich und ohne zu murren Giftstoffe abbaut. Ihre Werte bleiben oft noch lange gut, obwohl längst vieles andere nicht mehr gut ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Substanzkonsum ist vermutlich das am zweitwenigsten besprochene Thema in der Hausarztpraxis, nur noch übertroffen vom Sexualleben. Schade, denn beide Themen liefern oft aufschlussreiche Informationen für die Behandlung. Aus Angst, unsere Patient*innen zu brüskieren, erhöhen wir unbewusst die Schwelle zur Behandlung. Denn wenn wir nicht aktiv und einfühlsam nachfragen, trauen sich die Betroffenen oft nicht, das Thema selbst anzusprechen. Woran du selbst erkennst, ob dein Konsum in eine Grauzone gerutscht ist, beschreibe ich
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/in-der-grauzone-gray-area-alkoholkonsum" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           hier
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Zur Scham verpflichtet
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das ist tragisch. Die Stigmatisierung erschwert nicht nur den Betroffenen den Weg in die Behandlung, sie schafft auch eine Vielzahl gesellschaftlicher Probleme. Ich habe Patientinnen, die ihre Therapie lieber selbst bezahlen, damit die Krankenkasse nicht erfährt, dass sie in einer Suchtberatung sind. Und es nimmt geradezu groteske Züge an, wenn erfolgreich abstinente Menschen überlegen, ob sie nicht doch wieder ab und zu
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/kontrolliertes-trinken-die-wissenschaft-sagt-geht-mein-bauchgefuhl-sagt-hm" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           kontrolliert trinken
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            sollten, nur damit das Umfeld keine unangenehmen Fragen stellt. Das erlebe ich tatsächlich gar nicht so selten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Lass dir das auf der Zunge zergehen: Da fühlt sich jemand in der eigenen Nüchternheit körperlich und seelisch pudelwohl, übernimmt Verantwortung für die eigene Gesundheit und das eigene Leben – genau die Fähigkeit, die wir Suchtkranken gerne absprechen – und spielt trotzdem mit dem Gedanken, das Erreichte aufs Spiel zu setzen, nur um dem Stigma der Ex-Alkoholikerin zu entgehen. Was für eine verdrehte Welt!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Leider steht auch die therapeutische Zunft nicht immer an vorderster Front, wenn es darum geht, das Selbstvertrauen nüchterner Menschen zu stärken. Vor einiger Zeit habe ich an einem Workshop für Therapeut*innen mit dem Titel „Strukturiertes Programm zur Alkoholrückfallprophylaxe“ teilgenommen. In einem Modul sollten die Teilnehmenden Sätze erarbeiten, mit denen Abstinente eine Aufforderung zum Trinken abwehren können. Vorgeschlagen wurden Ausreden wie „Nein danke, ich nehme gerade Antibiotika“ oder „Ich muss noch Auto fahren“. Auf meine Frage, ob man die Leute nicht einfach ermutigen könnte zu sagen: „Ich trinke nicht, weil ich nicht mehr will und es mir nicht guttut“, wurde ich angeschaut, als käme ich von einem anderen Stern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Leider stimmt er also doch, dieser Spruch:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In unserer Gesellschaft hast du erst ein Problem mit Alkohol, wenn du beschliesst, nicht mehr zu trinken.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Die bequeme Grenze: Warum wir Alkohol verharmlosen
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Alkohol ist eine
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/ist-alkohol-eine-droge" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Droge
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . Pharmakologisch gibt es keinen Grund, ihn anders zu behandeln als andere psychoaktive Substanzen. Trotzdem nennen wir ihn Genussmittel, stossen damit an und stellen ihn bei jedem Fest auf den Tisch. Die Grenze zwischen „Kulturgut“ und „Droge“ ist keine medizinische, sondern eine kulturelle.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und diese Grenze wird aktiv verteidigt. Wer abends seine Flasche Wein trinkt, fühlt sich normal, solange es „die Junkies“ gibt. Die Stigmatisierung von Menschen, die andere Substanzen konsumieren, ist die Kehrseite unserer Verharmlosung von Alkohol: Je klarer wir „die anderen“ als gefährlich, schwach und kriminell abstempeln, desto harmloser erscheint unser eigenes Glas. Innerhalb der Alkoholwelt wiederholt sich dasselbe Muster: hier die Geniesserin, dort die Alkoholikerin.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Solange wir diese Grenzen brauchen, um uns selbst zu beruhigen, bleibt das Stigma bestehen. Und mit ihm die Scham, die so viele davon abhält, sich rechtzeitig Hilfe zu holen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           I have a dream …
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich wünsche mir, dass wir Sucht als das sehen, was sie ist: eine Krankheit, die jeden treffen kann, der Suchtmittel konsumiert, und für die sich niemand schämen muss. Genauso wenig wie für Diabetes oder Bluthochdruck.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Hoffnungsvoll stimmt mich, dass sich immer mehr Menschen an die Öffentlichkeit wagen und ihre Geschichte erzählen, darunter
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/Buecher"&gt;&#xD;
      
           Nathalie Stüben, Daniel Schreiber oder Mimi Fiedler
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            , um nur einige zu nennen. Mutige Menschen, die sich in Talkshows, Büchern, Blogs und Podcasts für die Entstigmatisierung einsetzen. Einige ihrer Bücher stelle ich in meinen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/Buecher"&gt;&#xD;
      
           Buchempfehlungen
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            vor.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vielleicht erleben wir gerade eine Trendwende. Vielleicht schaffen wir es bald, problematischen Alkoholkonsum aus der Schmuddelecke zu holen und dorthin zu stellen, wo er hingehört: in die Mitte der Gesellschaft.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Quellen:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ¹ Sucht Schweiz
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ² Natürlich bin ich an die ärztliche Schweigepflicht gebunden. Bei der beschriebenen Patientin handelt es sich um ein zusammengesetztes Beispiel – aber so oder so ähnlich spielt sich diese Situation häufig in meiner Sprechstunde ab.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/md/pexels/dms3rep/multi/pexels-photo-6382702.jpeg" length="203151" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Fri, 04 Sep 2026 20:10:39 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.himmel-blau.ch/alkohol-von-stigma-und-vorurteilen</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Kontrolliertes Trinken: Die Wissenschaft sagt "geht", mein Bauchgefühl sagt "hm.."</title>
      <link>https://www.himmel-blau.ch/kontrolliertes-trinken-die-wissenschaft-sagt-geht-mein-bauchgefuhl-sagt-hm</link>
      <description>Kontrolliertes Trinken gilt wissenschaftlich als möglich - aber stimmt das auch im Alltag? Eine Ärztin zwischen Studienlage und Bauchgefühl.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die grosse Kontroverse
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Frage, ob Menschen mit einer Alkoholproblematik wieder lernen können, kontrolliert Alkohol zu trinken, oder ob nur der komplette Verzicht eine nachhaltige Lösung darstellt, ist seit Jahrzehnten ein Thema, das die Expertinnen und Experten in der Suchtmedizin beschäftigt. Die jüngsten Forschungsergebnisse stützen überraschenderweise die Haltung der Befürworter. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wieder nur ein bisschen trinken ...
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Damit am Ende des Artikels niemand enttäuscht ist, sage ich gleich vorweg: Ich bin da skeptisch. Nicht, weil die Daten schlecht wären, sondern obwohl sie das nicht sind. Genau dieses Spannungsfeld möchte ich hier aufdröseln. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was ist „kontrolliertes Trinken” eigentlich suchtmedizinisch betrachtet? 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Begriff klingt ein wenig nach Selbstoptimierung, als würde man seinen Alkoholkonsum wie einen Kalorienplan tracken. Tatsächlich ist er suchtmedizinisch präziser gefasst. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            „Kontrolliertes Trinken” (KT) bezeichnet ein Therapieziel, bei dem nicht die vollständige Abstinenz, sondern ein reduzierter, an vorab festgelegte Grenzwerte gekoppelter Alkoholkonsum angestrebt wird. Es geht also nicht um „mal schauen, wie's läuft”, sondern um ein strukturiertes Vorgehen: Konsumtagebücher, klar definierte Trinkmengen und -anlässe sowie feste Trinkpausen und eine engmaschige medizinische Begleitung sind wichtige Bestandteile. Das klingt schon irgendwie anstrengend, findet ihr nicht auch? In der Schweiz und in Deutschland gelten 12 Gramm reiner Alkohol für Frauen und die doppelte Menge für Männer als grober Orientierungswert für risikoarmen Konsum. Wie gesagt:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/alkohol-der-sexist-warum-frauen-weniger-alkohol-vertragen"&gt;&#xD;
      
           Alkohol ist ein Sexist.
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Risikoarm” bedeutet jedoch nicht „risikofrei”. Überhaupt gelten diese Grenzwerte nur für „gesunde” Menschen. Für Menschen mit einer durch Alkohol verursachten, bereits fortgeschrittenen Erkrankung, wie beispielsweise einer Leberzirrhose, ist bereits diese Menge deutlich zu viel. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Konzept geht historisch unter anderem auf die Arbeiten von Mark und Linda Sobell in den 1970er Jahren sowie später auf standardisierte Programme wie das „Behavioral Self-Control Training” (BSCT) zurück. Letzteres ist im deutschsprachigen Raum stark mit dem Namen Joachim Körkel verbunden. Die Grundidee dahinter: Nicht jeder Mensch mit riskantem Alkoholkonsum ist bereit oder in der Lage, komplett auf Alkohol zu verzichten- und wer diese Menschen mit dem "Alles oder nichts" Prinzip aus der Behandlung vergrault, hat am Ende gar nichts erreicht.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was die Daten tatsächlich zeigen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und hier wird es interessant, denn die Zahlen sind – um ehrlich zu sein – beeindruckender als erwartet. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die bislang umfassendste Übersichtsarbeit zu diesem Thema stammt von Henssler und seinen Kolleginnen und Kollegen aus dem Jahr 2021 und wurde in der Fachzeitschrift Suchtmedizin publiziert. Sie werteten 22 Studien aus dem Zeitraum von 1973 bis 2017 mit insgesamt gut 4.200 Teilnehmenden aus. Das zentrale Ergebnis: Beschränkt man die Analyse auf die randomisiert-kontrollierten Studien – also den methodisch saubersten Teil der Evidenz –, so zeigt sich kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen kontrolliertem Trinken und Abstinenz als Behandlungsziel. Erst wenn man auch die nicht randomisierten Studien einbezog, in denen die Betroffenen ihr Ziel selbst wählen durften, zeigte sich ein Vorteil für die Abstinenz. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch ältere Arbeiten passen ins Bild: Eine Langzeitstudie von Miller und Kollegen aus dem Jahr 1992 zu BSCT-Programmen bescheinigte diesem Ansatz solide Erfolgsraten und in Erhebungen mit mindestens einem Jahr Abstand zum Behandlungsende liegt die Erfolgsquote von KT-Programmen im Schnitt bei rund 65 Prozent – wobei bemerkenswerterweise ein erheblicher Teil dieser „Erfolgreichen” im Verlauf ganz zur Abstinenz wechselt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Kurz gesagt: Wer behauptet, kontrolliertes Trinken sei unwissenschaftlicher Wunschtraum, hat die Studienlage seit mindestens zwanzig Jahren verpasst.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und trotzdem: mein kritischer Blick aus der Praxis
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jetzt kommt von mir das grosse Aber.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zahlen aus den randomisierten-kontrollierten Studien sind wunderbar sauber - aber sie beschreiben Durchschnitte unter Studienbedingungen: engmaschige Betreuung, motivierte Teilnehmende, klare Strukturen, regelmässige Kontrolltermine. Der Praxisalltag sieht selten so aufgeräumt aus. Auch die Schweizer Untersuchung von Martin Sieber, publiziert 2018 in der Zeitschrift
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Suchttherapie,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            passt in dieses differenzierte Bild: Von 450 befragten Personen mit Alkoholabhängigkeit hatten jene, die sich am Ende ihrer ambulanten Therapie für Abstinenz entschieden, ein Jahr später weniger Rückfälle als jene, die kontrolliertes Trinken als Ziel gewählt hatten - auch wenn Letztere ihren Konsum ebenfalls deutlich reduzieren konnten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Meine Vorbehalte speisen sich aus folgenden Beobachtungen:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erstens ist die Selbsteinschätzung von Betroffenen notorisch unzuverlässig – nicht aus Unehrlichkeit, sondern weil das Suchtgedächtnis sehr gut darin ist, „nur ein Glas“ zu rationalisieren, bis daraus wieder eine Flasche wird. Ein Konzept, das strukturell auf kontinuierliche Selbststeuerung angewiesen ist, steht auf einem wackligeren Fundament als eines, das eine klare, verhandlungsfreie Linie zieht. Nicht zuletzt besteht ein Teil der als positiv empfundenen Wirkung von Alkohol darin, dass er unser Kontrollsystem aushebelt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zweitens ist die Indikation entscheidend, und genau hier wird in der Praxis oft geschludert. Kontrolliertes Trinken eignet sich am ehesten bei risikoreichem oder schädlichem Konsum ohne ausgeprägte Abhängigkeit, nicht jedoch bei manifesten Abhängigkeits- oder Entzugssymptomen. Wird dieses Kriterium nicht sorgfältig geprüft, kann sich eine legitime Therapieoption schnell zu einem gefährlichen Feigenblatt entwickeln. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Drittens beobachte ich – und das ist meine persönliche, klinische Einschätzung, keine Studienaussage – dass „kontrolliertes Trinken” im Beratungsalltag mitunter auch deshalb attraktiv wirkt, weil es dem Behandelten wie der Behandlerin die unangenehme Konfrontation erspart. Das ist menschlich nachvollziehbar. Therapeutisch ist es jedoch nicht automatisch dasselbe wie evidenzbasiert richtig. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Viertens, und das ist mir als Ärztin ein besonderes Anliegen: Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, was der Begriff „kontrolliertes Trinken” eigentlich bedeutet. Im Alltag wird er oft mit „Ich trinke halt nicht mehr so viel“ gleichgesetzt – nicht aber mit einem strukturierten Therapieziel innerhalb individuell festgelegter Grenzwerte. Selbst wenn diese Grenzwerte eingehalten werden, gibt es einen entscheidenden Punkt, der in der öffentlichen Debatte gerne untergeht: Konsumkontrolle bedeutet nicht Risikofreiheit. Es bedeutet auch nicht individuelles Wohlbefinden. Auch ein geringer Konsum ist mit gesundheitlichen Schäden assoziiert. Hoher Blutdruck, Leberfibrose oder depressive Verstimmung sind nur einige Beispiele. Gerade den psychischen Symptomen wird häufig viel zu wenig Beachtung geschenkt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aus internistischer Sicht sehe ich das kritisch: Ein Therapieerfolg, der sich allein an der Trinkmenge und der Rückfallquote bemisst, blendet die somatische Realität leicht aus. „Kontrolliert” ist eben nicht gleichbedeutend mit „gesundheitlich unbedenklich” – ein Unterschied, der in den Aufklärungsgesprächen zu selten deutlich gemacht wird. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fazit: Zieloffenheit ja, Naivität nein
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mein persönliches Fazit fällt daher zweigeteilt aus. Die Datenlage rechtfertigt es zweifellos, kontrolliertes Trinken als ernstzunehmende Therapieoption anzubieten - gerade weil die Abstinenzforderung viele Betroffene erst gar nicht in die Behandlung kommen lässt. Zieloffene Suchtarbeit, wie sie u.a. Körkel propagiert, ist deshalb ein sinnvolles Prinzip. Ich sage meinen Patientinnen immer: Ich bin nicht hier, um Ihnen zu sagen, was Sie machen sollen, sondern um Ihnen zu helfen, zu Ihrem persönlichem Ziel zu gelangen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gleichzeitig bleibt für mich in der Praxis entscheidend: sorgfältige Indikationsstellung, engmaschige Begleitung und eine realistische Einschätzung, wann ein Wechsel zur Abstinenz nötig wird. Kontrolliertes Trinken ist kein Freifahrtschein, sondern eine anspruchsvolle Behandlungsform, die - ironischerweise - oft mehr Disziplin verlangt als der komplette Verzicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Kurz: Die Studienlage überzeugt meinen Kopf, der klinische Alltag mahnt mein Bauchgefühl zur Vorsicht. Beides darf gleichzeitig wahr sein.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Quellen:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Henssler, J. et. al. (2021) Alkoholabhängigkeit: Therapieziel Abstinenz vs. kontrolliertes Trinken
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sieber, M. (2018): Auswertungen zu Therpiezielen und Rückfallraten
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Miller, W.R. et. al (1992): Langzeitstudie zu Behavioral Self-Control Training.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Körkel, J. (u.a. 2012-2014): Publikationen zu kontrolliertem Trinken und zieloffener Suchtarbeit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
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          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;a href="/ist-alkohol-eine-droge"&gt;&#xD;
      
           Ist Alkohol eine Droge?
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            -
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/erlernter-konsum-wie-dopamin-das-trinkverhalten-steuert"&gt;&#xD;
      
           Erlernter Konsum
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            -
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/blutalkoholkonzentration"&gt;&#xD;
      
           Blutalkoholkonzentration
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            -
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/alkoholabbau"&gt;&#xD;
      
           Alkoholabbau
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            -
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/risikoarmer-konsum"&gt;&#xD;
      
           Grenzwerte
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/36554be5/dms3rep/multi/pexels-photo-11713102.jpeg" length="236440" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Thu, 03 Sep 2026 08:55:40 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.himmel-blau.ch/kontrolliertes-trinken-die-wissenschaft-sagt-geht-mein-bauchgefuhl-sagt-hm</guid>
      <g-custom:tags type="string">Alkholverzicht,Alkoholabhängigkeit,Alkoholkonsum,Alkoholschäden,Drogen,Gesundheit,Alkohol,Alkoholsucht,Frauen,problematischer Konsum,moderater Alkoholkonsum</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/36554be5/dms3rep/multi/pexels-photo-11713102.jpeg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/36554be5/dms3rep/multi/pexels-photo-11713102.jpeg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Ist Alkohol eine Droge?</title>
      <link>https://www.himmel-blau.ch/ist-alkohol-eine-droge</link>
      <description>Alkohol wirkt auf das Nervensystem wie andere Drogen auch - nur mit besserer PR. Eine Ärztin erklärt, warum wir das gern verdrängen.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber das weiss doch jeder!? ...
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kennt ihr das auch? Ihr geht davon aus, dass es zu Themen, die ihr als selbstverständlich haltet, ein Kollektivwissen gibt. Nur um dann im Gespräch mit einer anderen, keinesfalls ungebildeten Person zu erkennen, dass außerhalb eurer Wissensblase – in meinem Fall die Blase der Suchtmedizinerin – diese Erkenntnis überhaupt nicht selbstverständlich ist. Mir ist das neulich passiert, als ich mich mit einer Freundin über Alkohol und seine Wirkung unterhielt. Dabei fiel von ihr der Satz: „Aber Alkohol ist doch keine Droge!“ – „Doch, schon”, sagte ich. Um genau zu sein, ist Alkohol sogar ein Musterbeispiel für eine Droge. Wie gesagt, es handelte sich bei meiner Gesprächspartnerin um eine kluge, keinesfalls ignorante Frau mit durchweg vernünftigen Ansichten (Klar ist ja auch eine Freundin von mir! :-)) und ich wunderte mich, dass diese für mich so selbstverständliche Tatsache von ihr bezweifelt wurde. Warum gibt es in unserer Gesellschaft immer noch Leute, die nicht wissen, dass Alkohol eine Droge ist? Oder wissen sie es, wollen es aber nicht wahrhaben? Voilà, die Inspiration für einen neuen Beitrag war geboren!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Stellen wir uns eine Werbeszene vor: Ein fröhlicher Mann im Anzug mit Aktenkoffer konsumiert nach Feierabend genüsslich eine Substanz, die sein zentrales Nervensystem dämpft, seine Hemmschwelle senkt und bei regelmäßigem Gebrauch süchtig machen kann. Der Slogan dazu lautet: „Prost auf den Feierabend!“ Würde diese Substanz aus Südamerika kommen und müsste man sie schnupfen, wäre die Empörung groß. Kommt sie jedoch aus dem Weinberg nebenan und wird aus einem hübschen Glas getrunken, nennen wir sie Kultur. Willkommen bei der wohl erfolgreichsten PR-Kampagne der Menschheitsgeschichte: Alkohol.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ja, Alkohol ist eine Droge.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bevor jemand sein Glas Rotwein empört beiseitestellt, oder schlimmer noch, hier nicht mehr weiterliest, machen wir es kurz: Nach jeder wissenschaftlichen Definition ist Alkohol eine Droge. Er wirkt auf das zentrale Nervensystem, verändert Wahrnehmung und Stimmung, dämpft, enthemmt und kann körperlich wie psychisch abhängig machen. Die WHO sieht das genauso und listet Alkohol ganz unaufgeregt neben anderen psychoaktiven Substanzen. Der einzige nennenswerte Unterschied zu vielen anderen Drogen: Alkohol hat einen exzellenten Anwalt, eine jahrtausendealte PR-Abteilung und steht in jedem Supermarktregal, während andere Substanzen nicht einmal einen Instagram-Account haben dürfen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Warum niemand die Polizei ruft, wenn Oma Eierlikör trinkt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Grund, warum wir bei Bier und Wein nicht sofort an „Droge” denken, hat wenig mit Pharmakologie und viel mit Gewohnheit zu tun. Alkohol ist legal, überall verfügbar, wird wie Zahnpasta beworben und gehört zu gefühlt jedem gesellschaftlichen Anlass dazu – ob Geburtstag, Beerdigung oder Montag. Diese Normalität ist gleichzeitig sein größter Trick: Sie sorgt dafür, dass wir die Risiken systematisch unterschätzen, während wir bei allem, was illegal ist, sofort in Alarmbereitschaft gehen. Dieselbe Gesellschaft, die vor einem Joint erschrickt, öffnet abends entspannt die dritte Flasche Wein und nennt es „Feierabend“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die weniger lustige Seite
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei aller Ironie: Der Körper macht bei diesem Spiel nicht endlos mit. Wer regelmäßig und in größeren Mengen trinkt, riskiert einiges:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           - **Körperliche Abhängigkeit**: Der Organismus gewöhnt sich an die Substanz – mit Entzugserscheinungen, wenn sie plötzlich fehlt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           - Organschäden: Leber, Herz-Kreislauf-System und Nervensystem zahlen auf Dauer die Zeche.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           - **Psychische Folgen**: Der enge Zusammenhang mit Angststörungen und Depressionen wird gerne verdrängt – Alkohol ist kein zuverlässiger Seelentröster.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           - **Soziale Kosten**: Beziehungen, Job und Familie leiden oft leiser, als man denkt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kein Aufruf zur Abstinenz, sondern zur Ehrlichkeit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieser Text soll niemandem das gelegentliche Glas Wein zum Essen madig machen – ich trinke selbst gern mal eins ab und an. Es geht um etwas anderes: die Bereitschaft, Alkohol beim Namen zu nennen, statt ihn hinter Weinromantik und Grillabend-Nostalgie zu verstecken. Wer ehrlich benennt, womit er es zu tun hat, trifft bewusstere Entscheidungen und lässt sich nicht von der „besten Marketingabteilung der Welt” einlullen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fazit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alkohol ist eine Droge. Eine legale, gesellschaftlich akzeptierte und hervorragend vermarktete Droge – aber eben eine. Diese Tatsache anzuerkennen, macht den Feierabendwein nicht zum Skandal, sondern macht uns im Umgang damit ein bisschen klüger.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
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          &#xD;
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  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;a href="/kontrolliertes-trinken-die-wissenschaft-sagt-geht-mein-bauchgefuhl-sagt-hm"&gt;&#xD;
      
           Kontrolliertes Trinken
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            -
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/erlernter-konsum-wie-dopamin-das-trinkverhalten-steuert"&gt;&#xD;
      
           Erlernter Konsum
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            -
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/blutalkoholkonzentration"&gt;&#xD;
      
           Blutalkoholkonzentration
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            -
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/alkoholabbau"&gt;&#xD;
      
           Alkoholabbau
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            -
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/risikoarmer-konsum"&gt;&#xD;
      
           Grenzwerte
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/36554be5/dms3rep/multi/pexels-photo-5546950.jpeg" length="103738" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Thu, 27 Aug 2026 12:57:19 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.himmel-blau.ch/ist-alkohol-eine-droge</guid>
      <g-custom:tags type="string">Alkoholtoxizität,kontrolliertes Trinken,Depression,Alkoholschäden,Alkoholkonsum,Alkohol,Alkoholsucht,Frauen,Wohlbefinden,Belohnungssystem,Alkoholabhängigkeit,Gesundheit,Dopamin</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/36554be5/dms3rep/multi/pexels-photo-5546950.jpeg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/36554be5/dms3rep/multi/pexels-photo-5546950.jpeg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Alkohol am Arbeitsplatz – Auswirkungen, Risiken &amp; Arbeitskultur</title>
      <link>https://www.himmel-blau.ch/work-hard-drink-harder-alkohol-am-arbeitsplatz</link>
      <description>Alkohol am Arbeitsplatz: Feierabenddrinks, Arbeitsleistung, Kater, Teamkultur und Prävention verständlich erklärt.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Work hard, drink harder – Alkohol am Arbeitsplatz
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wämmer eis go ziehe!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ja, ich gebe zu, mir ist es auch schon passiert, dass ich der Arbeit fernbleiben musste, weil ich am Vortag zu tief ins Glas geschaut hatte. Damals war ich noch Studentin und absolvierte ein Praktikum in einem kleinen Schweizer Spital. Es war Winter und das Krankenhaus lag in einer bekannten Skiregion, dementsprechend konnten wir uns über zu wenig Arbeit nicht beklagen. Ob auf der Notfallstation oder im OP, wir waren quasi rund um die Uhr im Einsatz.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Und klar, wenn man so viel arbeitet, gönnt man sich mit dem Team auch mal einen Ausgleich. „Wämmer eis go ziehe?“ Aber sicher! Diese Frage musste man mir nie zweimal stellen. Für die Feierabendbier oder Weinrunde war ich damals immer zu haben. Und nicht nur einmal habe ich es dabei übertrieben. Am besagten Abend habe ich dann auch deutlich mehr getrunken, als mir gut tat. Am nächsten Morgen wachte ich mit einem schrecklichen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/katerstimmung"&gt;&#xD;
      
           Kater
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            auf.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           An stundenlanges Hakenhalten im Operationssaal war schlichtweg nicht zu denken und ich meldete mich krank. Nicht ohne ein schlechtes Gewissen, denn ich wusste, dass mein fehlender Einsatz von jemand anderem erbracht werden musste.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alkohol am Arbeitsplatz – mehr als nur ein Feierabendbier
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mein Erlebnis liegt schon einige Jahre zurück. Trotzdem kommt mir die Situation bekannt vor.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Feierabendbier mit den Kolleginnen. Der Apéro nach einer Sitzung. Das Glas Wein beim Geschäftsessen. Die Weihnachtsfeier. Der After-Work-Drink. Alkohol und Arbeitswelt sind häufig enger miteinander verbunden, als wir denken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dabei geht es gar nicht unbedingt darum, dass jemand betrunken zur Arbeit erscheint. Viel häufiger geht es um die subtileren Verbindungen zwischen Alkohol, Arbeitsalltag und Unternehmenskultur.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was passiert, wenn Alkohol zum festen Bestandteil des sozialen Miteinanders im Job wird?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und was, wenn man eigentlich gar nicht trinken möchte, aber das Gefühl hat, dazugehören zu müssen?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn der Feierabenddrink zum Muster wird
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für viele Menschen bleibt ein Glas nach der Arbeit genau das: ein Glas.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei anderen entwickelt sich daraus allmählich ein Muster. Vielleicht wird aus dem einen Feierabendbier jeden Abend eines. Oder aus dem Glas Wein nach einem stressigen Arbeitstag zwei. Vielleicht ist der Drink irgendwann nicht mehr einfach Genuss, sondern die bevorzugte Methode, um nach einem anstrengenden Tag herunterzufahren. Gerade Stress, hohe Arbeitsbelastung und bestimmte Arbeitsbedingungen können mit problematischem Alkoholkonsum zusammenhängen. Der Arbeitsplatz kann dabei gleichzeitig Risikokontext und wichtiger Ort für Prävention und Unterstützung sein. Die wissenschaftliche Literatur zu diesem Zusammenhang ist allerdings heterogen. [1] Das bedeutet nicht, dass ein stressiger Job automatisch zu problematischem Alkoholkonsum führt. Aber manchmal lohnt es sich, genauer hinzuschauen:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="/entspannung-aus-dem-glas-alkohol-und-stress"&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Trinke ich, weil ich gerne trinke – oder weil ich ohne Alkohol nicht mehr richtig abschalten kann?
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alkohol wirkt auch am nächsten Tag
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch wenn der letzte Drink am Vorabend war, können seine Folgen bis in den nächsten Arbeitstag reichen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Kater kann Schlaf, Konzentration, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Und auch ohne ausgeprägten Kater kann Alkohol den nächsten Tag beeinflussen. In der Arbeitsmedizin wird dafür unter anderem der Begriff „Presenteeism“ verwendet: Man ist zwar bei der Arbeit, arbeitet aber nicht mit der gewohnten Leistungsfähigkeit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine systematische Übersichtsarbeit untersuchte 26 Studien mit insgesamt 132 geprüften Zusammenhängen zwischen Alkoholkonsum und eingeschränkter Arbeitsleistung. In 77 % dieser Zusammenhänge war ein höherer Alkoholkonsum mit stärker beeinträchtigter Arbeitsleistung verbunden. Besonders häufig zeigte sich dieser Zusammenhang bei Kater-Episoden. Gleichzeitig waren 61 % der untersuchten Zusammenhänge von niedriger Qualität. Die Autor:innen beurteilen die Evidenz deshalb insgesamt als noch nicht eindeutig. [2] Auch krankheitsbedingte Fehlzeiten wurden untersucht. Eine systematische Übersichtsarbeit und Dosis-Wirkungs-Metaanalyse umfasste 21 Studien, davon 12 Kohorten- und 9 Querschnittsstudien. Episodisch starker, riskanter und hochriskanter Alkoholkonsum war im Vergleich zu leichtem bis moderatem Konsum mit einem erhöhten Risiko für krankheitsbedingte Fehlzeiten verbunden. Die Autor:innen weisen allerdings auf relevante Einschränkungen der vorhandenen Studien hin. [3] Eine weitere Meta-Analyse von 21 Studien fand ebenfalls einen Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und krankheitsbedingten Fehlzeiten. Das gepoolte relative Risiko lag bei 1,07 (95-%-Konfidenzintervall 1,01–1,13). In geschlechtsspezifischen Analysen lag das relative Risiko bei 1,11 für Männer und 1,10 für Frauen. [4] Es geht also nicht nur um die Frage:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           „Bin ich betrunken bei der Arbeit?“
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Viel häufiger geht es um die Auswirkungen, die Alkohol auf den nächsten Arbeitstag haben kann.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/36554be5/dms3rep/multi/ChatGPT+Image+21.+Sept.+2026-+21_09_30.png" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn Alkohol zur Unternehmenskultur gehört
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Besonders interessant wird das Thema dort, wo gemeinsames Trinken Teil des sozialen Miteinanders wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich erinnere mich an einen jungen Mann, den ich in der Suchtberatung kennengelernt habe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Er hatte einen problematischen Alkoholkonsum. Er trank häufig exzessiv und neigte zum Binge-Drinking.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Leidensdruck war gross, denn der Alkoholkonsum gefährdete seine Beziehung. Er hätte gerne komplett auf Alkohol verzichtet.Er arbeitete in einer Versicherungsgesellschaft und war beruflich sehr ehrgeizig.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sein rein männliches Team traf sich regelmässig auf Anregung des Abteilungsleiters zu After-Work-Drinks. Bei diesen Gelegenheiten konsumierte er besonders viel, da es ihm schwerfiel, die Alkoholmenge zu begrenzen, sobald er einmal angefangen hatte zu trinken. Und sein Chef trank mit.  Für meinen Patienten war es deshalb schlicht keine Option, bei diesen Treffen nüchtern zu bleiben. Er hatte das Gefühl, dass er dadurch nicht richtig dazugehören würde. Und schlimmer noch, er fürchtete, dass sein Chef ihn bei der nächsten Beförderung übergehen würde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Gemeinsames Trinken war Teil des Teambuildings geworden.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und damit wurde aus einer persönlichen Entscheidung plötzlich eine soziale.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Nein, danke“ sollte keine Erklärung brauchen
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich finde deshalb eine Frage besonders interessant:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Wie frei sind wir eigentlich bei der Entscheidung, ob wir trinken?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn bei einem Geschäftsessen automatisch Wein bestellt wird. Wenn beim Team-Event alle mit einem Glas in der Hand anstossen. Wenn jemand keinen Alkohol trinkt und sofort gefragt wird: „Warum denn?“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Oder wenn der Satz „Ich trinke heute nichts“ mehr Aufmerksamkeit bekommt als ein volles Weinglas.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dann geht es nicht mehr nur um Alkohol. Es geht um 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Gruppendruck, Zugehörigkeit und Unternehmenskultur
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine alkoholfreie Option sollte deshalb nicht als Sonderwunsch behandelt werden. Und niemand sollte sich für ein alkoholfreies Getränk rechtfertigen müssen.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn Alkohol und Arbeitsleistung sich überschneiden
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nicht jede Beeinträchtigung ist offensichtlich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Man muss nicht alkoholisiert am Arbeitsplatz erscheinen, damit Alkohol die Arbeit beeinflusst.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein später Abend mit mehreren Drinks kann am nächsten Morgen zu Müdigkeit und Konzentrationsproblemen führen. Ein Kater kann die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Und wer regelmässig schlecht schläft, weil Alkohol zwar zunächst beim Einschlafen helfen kann, die Schlafqualität aber beeinträchtigt, nimmt diese Auswirkungen möglicherweise ebenfalls mit in den nächsten Arbeitstag. Eine norwegische Studie mit 1'940 Beschäftigten im Alter von 20 bis 74 Jahren untersuchte alkoholbedingten Absentismus und Presenteeism. 1–2 % berichteten über einen vollständigen alkoholbedingten Fehltag, 2 % über einen teilweisen Fehltag und 11 % über eine Beeinträchtigung der Arbeitsleistung nach Alkoholkonsum am Vortag. Die Ergebnisse beruhen auf Selbstauskünften und lassen sich deshalb nicht ohne Weiteres auf alle Beschäftigten übertragen. [5] Hier zeigt sich auch, warum die Unterscheidung zwischen 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Absentismus
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            und 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Presenteeism
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            interessant ist:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Manchmal fehlt man wegen Alkohol bei der Arbeit. Manchmal ist man da – aber eben nicht wirklich leistungsfähig.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alkoholprobleme am Arbeitsplatz erkennen
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nicht jeder Mensch, der bei einem Apéro zwei Gläser Wein trinkt, hat ein Alkoholproblem.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und umgekehrt sieht man einem Menschen mit problematischem Konsum sein Problem nicht unbedingt an.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Warnzeichen können beispielsweise sein, dass Alkohol zunehmend zum festen Bestandteil des Feierabends wird, dass die konsumierte Menge regelmässig höher ausfällt als geplant oder dass alkoholfreie Tage immer schwieriger werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch Veränderungen bei Zuverlässigkeit, Fehlzeiten oder Arbeitsleistung können Anlass sein, genauer hinzuschauen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dabei sollte es nicht darum gehen, Kolleginnen oder Kollegen zu diagnostizieren.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Es geht darum, Veränderungen wahrzunehmen und Unterstützung anzubieten.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Denn Scham und Angst vor negativen beruflichen Konsequenzen können eine Hürde sein, Hilfe zu suchen.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was können Unternehmen tun?
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alkoholprävention am Arbeitsplatz funktioniert nicht nur über Informationsveranstaltungen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Natürlich können Schulungen und Beratungsangebote sinnvoll sein. Entscheidend ist aber auch die Kultur, in der gearbeitet wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dazu gehören beispielsweise:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            alkoholfreie Getränke bei Veranstaltungen selbstverständlich anzubieten
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mitarbeitende nicht zum Trinken zu animieren
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            klare Regeln für sicherheitsrelevante Tätigkeiten zu haben
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Führungskräfte für das Thema zu sensibilisieren
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            bei Problemen frühzeitig das Gespräch zu suchen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            vertrauliche Unterstützungsangebote zugänglich zu machen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Forschung zeigt, dass Arbeitsplatzinterventionen grundsätzlich einen Beitrag zur Reduktion des Alkoholkonsums leisten können. Eine Meta-Analyse von 20 randomisierten Studien mit 4'484 Teilnehmenden fand einen statistisch signifikanten, allerdings kleinen Effekt (d = −0,16; 95-%-KI −0,2715 bis −0,0511). Die Studien waren allerdings heterogen. [6]
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine weitere systematische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse umfasste sieben Studien mit insgesamt 1'291 Teilnehmenden. Sie fand einen kleinen Effekt auf die Reduktion des Alkoholkonsums (MD −2,25; 95-%-KI −4,20 bis −0,30), wobei die Autor:innen die Evidenz insgesamt als schwach bewerteten. [7]
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das bedeutet: 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Betriebliche Prävention kann sinnvoll sein – aber es gibt nicht die eine Intervention, die für jedes Unternehmen funktioniert.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und was kannst du selbst tun?
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vielleicht beginnt es mit einer ganz einfachen Frage:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Warum trinke ich eigentlich?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum Anstossen? Weil es dazugehört? Weil ich den Geschmack mag? Weil ich nach einem langen Arbeitstag abschalten möchte? Weil alle anderen trinken? Oder weil ich merke, dass mir das Weglassen zunehmend schwerfällt?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es gibt darauf keine allgemeingültige Antwort. Aber die Frage kann helfen, das eigene Trinkverhalten bewusster wahrzunehmen. Und vielleicht ist manchmal auch ein ganz einfacher Satz hilfreich:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           „Nein, danke. Ich trinke heute nichts.“
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ohne Begründung. Ohne schlechtes Gewissen.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fazit
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alkohol und Arbeit sind stärker miteinander verbunden, als es auf den ersten Blick scheint.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nicht nur dann, wenn jemand alkoholisiert zur Arbeit erscheint. Sondern auch durch Feierabenddrinks, Team-Events, Geschäftsessen, Stress, Schlaf, Kater und die Erwartungen, die innerhalb einer Unternehmenskultur entstehen können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Alkohol am Arbeitsplatz ist deshalb nicht nur ein individuelles Thema.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Es ist auch eine Frage der Arbeitskultur.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und vielleicht wäre eine gute Arbeitskultur eine, in der ein „Nein, danke“ genauso selbstverständlich ist wie ein gemeinsames Anstossen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Quellen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           1.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Schou L, Moan IS. Alcohol use-sickness absence association and the moderating role of gender and socioeconomic status: a literature review. Drug Alcohol Rev. 2016;35(2):158–169. DOI: 10.1111/dar.12278.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           2.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Thørrisen MM, Bonsaksen T, Hashemi N, Kjeken I, van Mechelen W, Aas RW. Association between alcohol consumption and impaired work performance (presenteeism): a systematic review. BMJ Open. 2019;9(7):e029184. DOI: 10.1136/bmjopen-2019-029184. Die Übersichtsarbeit umfasste 26 Studien mit 132 untersuchten Zusammenhängen; 77 % der Zusammenhänge zeigten eine Verbindung zwischen höherem Alkoholkonsum und stärker beeinträchtigter Arbeitsleistung. 61 % der Zusammenhänge wurden jedoch als methodisch niedrigwertig eingestuft. [2]
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           3.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Marzan M, Callinan S, Livingston M, Leggat G, Jiang H. Systematic Review and Dose-Response Meta-Analysis on the Relationship Between Alcohol Consumption and Sickness Absence. Alcohol Alcohol. 2022;57(1):47–57. DOI: 10.1093/alcalc/agab008. Die Meta-Analyse umfasste 21 Studien, davon 12 Kohorten- und 9 Querschnittsstudien. Episodisch starker, riskanter und hochriskanter Konsum war mit einem erhöhten Risiko für krankheitsbedingte Fehlzeiten verbunden. [3]
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           4.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Amiri S, Behnezhad S. Alcohol consumption and sick leave: a meta-analysis. J Addict Dis. 2020;38(2):100–112. DOI: 10.1080/10550887.2020.1724606. Die Meta-Analyse umfasste 21 Studien. Das gepoolte relative Risiko für krankheitsbedingte Fehlzeiten lag bei 1,07 (95-%-KI 1,01–1,13); in geschlechtsspezifischen Analysen bei 1,11 für Männer und 1,10 für Frauen. [4]
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           5.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Nielsen MB, Skogstad A, Gjerstad J, et al. Alcohol-related absence and presenteeism: Beyond productivity loss. Int J Drug Policy. 2018;58:62–68. DOI: 10.1016/j.drugpo.2018.05.005. Die Studie umfasste eine Befragung von 1'940 norwegischen Beschäftigten im Alter von 20–74 Jahren sowie 24 qualitative Interviews. 1–2 % berichteten über einen vollständigen alkoholbedingten Fehltag, 2 % über einen teilweisen Fehltag und 11 % über eine Beeinträchtigung der Arbeitsleistung nach Alkoholkonsum am Vortag. [5]
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           6.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Fellbaum L, Mojzisch A, Bielefeld L, Benit N, Soellner R. The effectiveness of workplace interventions for the prevention of alcohol use: a meta-analysis. Addiction. 2023;118(11):2043–2061. DOI: 10.1111/add.16276. Meta-Analyse von 20 randomisierten Studien mit 4'484 Teilnehmenden. Der Gesamteffekt auf den Alkoholkonsum war statistisch signifikant, aber klein (d = −0,16; 95-%-KI −0,2715 bis −0,0511). [6]
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           7.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Yuvaraj K, Eliyas SK, Gokul S, Manikandanesan S. Effectiveness of Workplace Intervention for Reducing Alcohol Consumption: a Systematic Review and Meta-Analysis. Alcohol Alcohol. 2019;54(3):264–271. DOI: 10.1093/alcalc/agz024. Die Meta-Analyse umfasste sieben Studien mit 1'291 Teilnehmenden. Der gepoolte Effekt auf die wöchentliche Alkoholmenge lag bei MD −2,25 (95-%-KI −4,20 bis −0,30). Die Autor:innen bewerteten die Evidenz als schwach. [7]
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Fri, 14 Nov 2025 14:20:35 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Prokrastination -  Was du heute kannst besorgen ...</title>
      <link>https://www.himmel-blau.ch/prokrastination-was-du-heute-kannst-besorgen</link>
      <description>Erst ein Glas zur Entspannung, dann bleibt die Aufgabe liegen. Wie Prokrastination und Sucht zusammenhängen.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ... geht bestimmt auch übermorgen!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Jahr ist schon ein paar Tage weiter, der erste Monat zur Hälfte vorbei, und mein erster Blogeintrag lässt auf sich warten. Das liegt zum einen daran, dass mich in den letzten Wochen eine Nasennebenhöhlenentzündung ausser Gefecht gesetzt hat. Vor allem die ständigen latenten Kopfschmerzen haben mir die Motivation genommen, neue Artikel zu schreiben. Es gibt aber auch noch einen anderen Grund. Und dieser ist eine Eigenschaft von mir, die mich schon fast mein ganzes Leben begleitet: Ich gehöre zu den Menschen mit einem ausgeprägten Hang zur „Aufschieberitis“. Nicht, dass ich faul wäre. Ich arbeite gerne, aber für alles, was mich nicht freiwillig begeistert, brauche ich einen gewissen Druck von aussen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und so steht auch in diesem Jahr ganz oben auf meiner Vorsatzliste: „Dinge einfach mal direkt erledigen!“ Was mich als Suchtmedizinerin an diesem an sich schon lästigen Charakterzug aber besonders interessiert: Aufschieben und Trinken haben mehr miteinander zu tun, als es auf den ersten Blick scheint.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Warum Aufschieben und Trinken denselben Ursprung haben
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Beide sind, psychologisch betrachtet, in erster Linie kein Zeitmanagement-Problem, sondern ein Problem der Gefühlsregulation. Die Forscherinnen Fuschia Sirois und Timothy Pychyl beschreiben in ihrer viel zitierten Arbeit zur Prokrastination: Wer aufschiebt, gibt nicht der Aufgabe selbst nach, sondern dem Bedürfnis, ein unangenehmes Gefühl – Angst vor dem Scheitern, Überforderung, Langeweile – jetzt sofort loszuwerden. Die kurzfristige Stimmung gewinnt gegen das langfristige Ziel. Der Effekt hält aber nicht lange an: Das eigentliche Problem bleibt bestehen, und mit der Zeit kommen oft noch Schuldgefühle dazu, die alles nur schlimmer machen. [1]
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Der neurobiologische Unterbau: Warum ein Glas kurzfristig hilft
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Genau dieses Muster kenne ich aus meiner Sprechstunde von der anderen Seite: Alkohol funktioniert im Gehirn nach einem verwandten Prinzip. In der Suchtforschung spricht man von negativer Verstärkung: Nicht die Substanz selbst macht in erster Linie attraktiv, sondern die Erleichterung, die eintritt, wenn ein unangenehmer innerer Zustand – Anspannung, Stress, Grübeln – kurzfristig verschwindet. [2] Ein Glas Wein dämpft in Minuten diese Anspannung, das Unbehagen ist für den Moment weg.Das Problem ist bei beidem dasselbe: Die eigentliche Ursache – die liegen gebliebene Aufgabe, der ungelöste Konflikt, der Stress – ist am nächsten Tag immer noch da. Oft sogar mit Zinsen, denn jetzt kommt noch das schlechte Gewissen dazu.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Wenn aus Aufschieben ein Glas wird
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was mir bei Patientinnen auffällt, die selbst diesen Zusammenhang beschreiben: Es ist selten das grosse Ereignis, das zum Glas greifen lässt. Es ist der Feierabend nach einem Tag, an dem wieder nichts von der Liste abgehakt wurde. Das Glas wird zur Belohnung fürs Durchhalten – dabei wurde eigentlich nichts durchgehalten, sondern vermieden. Man „verdient“ sich die Entspannung, obwohl die Anspannung hausgemacht ist: durch das eigene Aufschieben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Der Teufelskreis: Schlechter Schlaf, mehr Aufschieben
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das ist auch der Punkt, an dem beides sich gegenseitig verstärken kann. Wer abends trinkt, um den Tag „abzuschliessen“, schläft schlechter – Alkohol stört den Tiefschlaf und die Erholungsphasen, auch wenn man dadurch schneller einschläft. Am nächsten Tag ist man müder, antriebsloser und hat weniger mentale Ressourcen zur Selbstregulation zur Verfügung – und schiebt genau deshalb wieder mehr auf. Ein kleiner, aber hartnäckiger Kreislauf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Was tatsächlich hilft
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Klassische Prokrastinations-Tipps wie „Aufgaben in kleine Schritte teilen“ oder „feste Zeitblöcke einplanen“ funktionieren – aber nur, wenn man das eigentliche Bedürfnis dahinter mitdenkt. Ein paar Dinge, die bei genau diesem Muster – Aufschieben, dann Alkohol als Feierabend-Belohnung – tatsächlich ansetzen:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Die Belohnung vorziehen, nicht nachschieben.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn ein Glas Wein am Abend die Belohnung fürs „Durchhalten“ ist, lohnt sich die Frage: Wofür genau? Manchmal hilft es, sich die Belohnung schon für kleine erledigte Schritte zu holen – etwas, das nicht mit Alkohol zu tun hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Das unangenehme Gefühl benennen, statt es wegzuspülen.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wer sich bewusst macht, welches Gefühl gerade vermieden wird (Angst? Überforderung? Langeweile?), verkürzt oft schon den Weg zurück zur Aufgabe. [1]
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Alkoholfreie Übergangsrituale schaffen.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Etwas, das den Tag genauso spürbar beendet wie ein Glas Wein, aber ohne den Schlaf zu stören – dazu findest du mehr in meiner Rubrik Entspannungsrituale.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Fazit
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Prokrastination ist bei mir vermutlich kein Charakterfehler, den ich in diesem Jahr endlich „wegtherapiere“ – dafür kenne ich mich selbst zu gut. Aber der Blick auf die Parallele zum Alkoholkonsum hat mir noch einmal klargemacht, worum es eigentlich geht: nicht um mehr Disziplin, sondern um einen ehrlicheren Umgang mit den Gefühlen, die ich mit Aufschieben – oder mit einem Glas – eigentlich vermeiden will. Und so bleibt mein Vorsatz für dieses Jahr vielleicht weniger „Dinge einfach mal direkt erledigen“ als vielmehr: hinschauen, was mich eigentlich davon abhält. Das könnte dich auch interessieren: „Erlernter Konsum – wie Dopamin das Trinkverhalten steuert“ · „Hab ich schon ein Problem? – Alkoholkonsum in der Grauzone“ · „Nüchtern ins neue Jahr – was bringt der Dry January?“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Quellen
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           1.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sirois FM, Pychyl TA. Procrastination and the Priority of Short-Term Mood Regulation: Consequences for Future Self. Soc Personal Psychol Compass. 2013;7(2):115–127. DOI: 10.1111/spc3.12011.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           2.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Koob GF, Volkow ND. Neurobiology of addiction: a neurocircuitry analysis. Lancet Psychiatry. 2016;3(8):760–773. DOI: 10.1016/S2215-0366(16)00104-8.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
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          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
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      &lt;span&gt;&#xD;
        
            "
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;a href="/erlernter-konsum-wie-dopamin-das-trinkverhalten-steuert"&gt;&#xD;
        
            Erlernter Konsum - wie Dopamin das Trinkverhalten steuert
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            "
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
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      &lt;span&gt;&#xD;
        
            "
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;a href="/in-der-grauzone-gray-area-alkoholkonsum"&gt;&#xD;
        
            Hab ich schon ein Problem? - Alkoholkonsum in der Grauzone
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             "
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            "
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;a href="/nuechtern-ins-neue-jahr-was-bringt-der-dry-january"&gt;&#xD;
        
            Nüchtern ins neue Jahr - was bringt der Dry January
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ?"
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/36554be5/dms3rep/multi/pexels-photo-6933429.jpeg" length="216962" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 13 Jan 2025 10:01:10 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.himmel-blau.ch/prokrastination-was-du-heute-kannst-besorgen</guid>
      <g-custom:tags type="string">Substanzkonsum,Prokrastination und Suchtverhalten,Vermeidungsverhalten,Prokrastination,Aufschieberitis,Drogen,Alkoholsucht,Stress</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/36554be5/dms3rep/multi/pexels-photo-6933429.jpeg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Dry January - Detox Mythos oder echter Neustart?</title>
      <link>https://www.himmel-blau.ch/nuechtern-ins-neue-jahr-was-bringt-der-dry-january</link>
      <description>Besser schlafen, abnehmen, Geld sparen? Was der Dry January wirklich bringt, wo der Detox-Mythos beginnt und warum der Februar entscheidend ist.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sinnvolle Detox oder Selbstbetrug?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alle Jahre wieder ...
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Und im Dezember wird unsere Leber noch einmal so richtig gefordert: Betriebsweihnachtsfeiern, Glühwein und Prosecco auf dem Weihnachtsmarkt, Familienfeste und nicht zu vergessen Silvester, der feuchtfröhliche Jahresabschluss. Kaum ein anderer Monat bietet so viele Trinkgelegenheiten. Aber was soll’s! Das neue Jahr steht ja schon vor der Tür. Der richtige Zeitpunkt, um wieder Pläne zu schmieden, gute Vorsätze für uns und unsere Gesundheit fassen. Und wie sieht die Gesundheitspflege im neuen Jahr aus? Den Blick, den wir am 1. Januar in den Spiegel auf unser verkatertes Gesicht werfen liefert uns die Antwort. Definitiv weniger Alkohol!  Die Lösung heisst
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           „Dry January“!
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Einen Monat Detox und dann ist wieder alles gut.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ganz so einfach ist es leider nicht. Aber der Dry January kann tatsächlich mehr sein als ein Neujahrsvorsatz mit Verfallsdatum, wenn man ihn richtig nutzt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Was ist der Dry January?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Kampagne wurde 2013 von der britischen Organisation
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://alcoholchange.org.uk/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Alcohol Change UK
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ins Leben gerufen. Die Idee ist einfach: 31 Tage ohne Alkohol, um den eigenen Konsum mit etwas Abstand zu betrachten. Inzwischen machen Menschen in vielen Ländern mit, auch in der Schweiz. Hier wird die Kampagne von Fachorganisationen getragen und vom Bundesamt für Gesundheit unterstützt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Braucht die Leber eine Detox-Kur?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hier muss ich als Ärztin kurz Wasser in den alkoholfreien Wein giessen: Deine Leber braucht keine Detox-Kur. Entgiften ist ihr Job, und den erledigt sie jeden Tag. Den Alkohol vom Silvesterabend hat sie nach einigen Stunden abgebaut, und zwar unabhängig davon, ob du im Januar trinkst oder nicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Wort „Detox“ suggeriert, dass man einen Monat lang aufräumt und danach wieder bei null startet. So funktioniert es nicht. Ein trockener Januar macht die restlichen elf Monate nicht ungeschehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber ein Monat Pause ist trotzdem nicht wirkungslos:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Die Leber erholt sich.
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Eine alkoholbedingte Fettleber kann sich schon nach wenigen Wochen ohne Alkohol deutlich zurückbilden.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Blutdruck, Gewicht und Blutzucker verbessern sich.
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Eine Londoner Studie aus dem Jahr 2018 fand bei Menschen mit moderatem bis hohem Konsum nach einem Monat Abstinenz messbare Verbesserungen bei Blutdruck, Gewicht und Insulinempfindlichkeit.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Der
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;a href="/alkohol-und-der-schlaf"&gt;&#xD;
        &lt;strong&gt;&#xD;
          
             Schlaf
            &#xD;
        &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            wird besser.
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Alkohol hilft zwar beim Einschlafen, stört aber die zweite Nachthälfte. Viele merken erst ohne Alkohol, wie erholsam Schlaf sein kann.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der eigentliche Gewinn liegt allerdings woanders. Dazu gleich mehr.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Wann du den Dry January nicht allein machen solltest
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Das ist mir wichtig, und es steht in kaum einem Dry-January-Ratgeber: Wer körperlich abhängig ist, sollte nicht abrupt aufhören. Ein unbegleiteter Entzug kann gefährlich werden, bis hin zu Krampfanfällen oder einem Delir.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Warnsignale sind zum Beispiel:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zittern, Schwitzen oder innere Unruhe, wenn du länger nichts getrunken hast
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            das Bedürfnis, schon morgens zu trinken, damit es dir besser geht
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Herzrasen oder schwere Schlafstörungen in den ersten Tagen ohne Alkohol
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wenn du dich darin wiedererkennst, ist das kein Grund zur Scham, sondern ein Grund, dir Unterstützung zu holen: bei deiner Hausärztin, einer Suchtfachstelle (z.B.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://arud.ch" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Arud
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ) oder anonym online über
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.safezone.ch" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           safezone.ch
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . Ein begleiteter Entzug ist sicher, und er ist ein viel besserer Start ins neue Jahr als ein Alleingang.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           So schaffst du die 31 Tage
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           1. Kläre dein Warum.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gesundheit, Geld, Neugier oder die Frage, ob du es überhaupt kannst: Eine klare Motivation trägt dich durch die schwierigen Abende.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           2. Sag es deinem Umfeld.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wer Bescheid weiss, schenkt dir kein Glas nach und kann dich unterstützen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           3. Such dir Verbündete.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gemeinsam fällt es leichter. Die kostenlose App Try Dry von Dry January Schweiz begleitet dich durch den Monat und zeigt dir, wie sich dein Konsum verändert. Auch Apps wie I Am Sober zählen deine alkoholfreien Tage und verbinden dich mit Gleichgesinnten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           4. Belohne dich.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das gesparte Geld darf ruhig in etwas fliessen, das dir Freude macht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           5. Schaff neue Rituale.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Glas Wein am Abend ist oft weniger Durst als Gewohnheit. Ersetze es bewusst, etwa durch einen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/rezepte" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           alkoholfreien Drink
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            oder ein
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/Entspannungsrituale" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Entspannungsritual
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Der eigentliche Gewinn: das soziale Experiment
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für viele ist nicht der Verzicht das Schwierigste, sondern die Frage: Wie soll das gehen? Party, Date, Abendessen oder After-Work ohne Glas in der Hand? Über Jahre haben wir gelernt, bestimmte Situationen fest mit Alkohol zu verknüpfen, befeuert von eigenen Erfahrungen und einer Alkoholindustrie, die genau diese Verknüpfung verkauft.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Dry January ist die Gelegenheit, das zu testen. Voraussetzung: Du ziehst dich in diesem Monat nicht zurück, sondern gehst weiterhin aus. Die meisten stellen überrascht fest, dass der Abend auch ohne Alkohol funktioniert und der nächste Morgen deutlich besser.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und das hält offenbar an: In einer Befragung der Universität Sussex gaben bis zu 72 Prozent der Teilnehmenden an, auch sechs Monate später noch weniger zu trinken. Ein kleiner Vorbehalt der Ärztin: Das sind Selbstauskünfte von Menschen, die sich freiwillig gemeldet haben, also vermutlich von eher motivierten Teilnehmenden. Als Hinweis taugt das trotzdem.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Der Februar-Test
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Was ich in meiner Sprechstunde beobachte:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Vier Wochen halten die meisten Menschen durch. Aber kaum liegt die Challenge hinter einen, fallen die meisten wieder in alte Konsummuster. Das passiert vor allem dann, wenn der Dry January als Zwangspause und nicht als bewusste Reflexion des eigenen Trinkverhaltens wahrgenommen wird. Deshalb ist in der vierwöchigen Pause die bewusste Wahrnehmung der positiven Auswirkungen auf Körper und Psyche so
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            wichtig. Frisch, lebendig und voller Energie - so möchte ich mich doch nicht nur im Februar, sondern im ganzen Jahr fühlen!
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Wenn dir der Februar schwerer fällt als gedacht, lohnt sich ein Blick auf die
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/in-der-grauzone-gray-area-alkoholkonsum" target="_blank"&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Grauzone zwischen unbedenklichem und problematischem Konsum
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           . Ein Beitrag zum
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/kontrolliertes-trinken-die-wissenschaft-sagt-geht-mein-bauchgefuhl-sagt-hm" target="_blank"&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            kontrollierten Trinken
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           könnte dich ebenfalls interessieren.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Warum Frauen besonders profitieren
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Frauen vertragen Alkohol schlechter als Männer. Das ist keine Frage der Disziplin, sondern der Physiologie: Bei gleicher Menge entsteht bei Frauen meist ein höherer Blutalkoholspiegel, weil der Körper weniger Wasser enthält und Alkohol langsamer abgebaut wird. Dazu steigt das Brustkrebsrisiko schon bei geringem regelmässigem Konsum.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wer in den
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/alkohol-und-die-wechseljahre-mythen-und-fakten" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Wechseljahren
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ist, merkt den Unterschied oft besonders deutlich: weniger Hitzewallungen, besserer Schlaf, stabilere Stimmung. Und weil Alkohol dem Körper wichtige
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/alkohol-der-naehrstoffraeuber" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Vitamine und Mineralstoffe entzieht
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , ist ein Monat Pause auch für die Nährstoffbilanz eine gute Nachricht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Also: Der Countdown läuft. Ab dem 1. Januar heisst das Motto: Let’s try dry!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/md/pexels/dms3rep/multi/pexels-photo-846080.jpeg" length="196868" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Wed, 18 Dec 2024 21:52:28 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.himmel-blau.ch/nuechtern-ins-neue-jahr-was-bringt-der-dry-january</guid>
      <g-custom:tags type="string">Detox,Alkholverzicht,Gesundheit,Dry January,Alkohol</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Alkohol und Dopamin: Wie das Gehirn lernt, Alkohol zu wollen</title>
      <link>https://www.himmel-blau.ch/erlernter-konsum-wie-dopamin-das-trinkverhalten-steuert</link>
      <description>Dopamin macht nicht glücklich, sondern hungrig nach mehr. Wie das Gehirn lernt, Alkohol zu wollen, was Craving auslöst und welche Medikamente helfen können.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Einblicke in das Belohnungssystem
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dopamin ist kein Glückshormon
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dopamin wird gern als Glückshormon bezeichnet. Das ist nicht ganz richtig, und der Unterschied ist entscheidend, wenn man verstehen will, warum wir trinken. Das schöne Gefühl beim ersten Schluck vermitteln vor allem Endorphine und andere Botenstoffe. Dopamin ist für etwas anderes zuständig: für das Wollen. Es erzeugt Vorfreude, Antrieb und das Gefühl „Das will ich, und zwar jetzt“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Forschung spricht man von „Liking“ und „Wanting“, also vom Mögen und vom Wollen. Im Alltag gehören beide zusammen. Bei einer Sucht driften sie auseinander: Das Wollen wird immer stärker, während das Mögen nachlässt. Viele meiner Patientinnen beschreiben genau das: „Ich trinke nicht mal mehr gern. Aber ich kann nicht aufhören, es zu wollen.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Welche Botenstoffe beim Trinken sonst noch mitmischen, erkläre ich im Beitrag
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/eine-frage-der-chemie-warum-trinken-wir-alkohol" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Warum trinken wir Alkohol? Eine Frage der Chemie
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . Hier geht es um etwas anderes: darum, wie das Gehirn lernt, Alkohol zu wollen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Wie das Gehirn lernt: Vorfreude statt Genuss
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dopamin ist ein Lernsignal. Beim ersten Mal wird es ausgeschüttet, wenn etwas besser ist als erwartet. Mit der Zeit passiert etwas Interessantes: Das Gehirn lernt, welche Signale die Belohnung ankündigen, und schüttet Dopamin schon bei diesen Signalen aus, also bevor die Belohnung überhaupt da ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Übertragen auf Alkohol heisst das: Irgendwann feuert das Belohnungssystem nicht mehr beim ersten Schluck, sondern schon beim Plopp des Korkens. Beim Blick auf die Weinkarte. Beim Heimkommen um 18 Uhr. Am Freitagabend. Beim Geräusch von Eiswürfeln im Glas. Diese Auslösereize, Fachleute sprechen von Cues, werden zu Startsignalen für das Verlangen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das ist der eigentliche Kern von „erlerntem Konsum“: Wir trinken nicht nur, weil Alkohol wirkt, sondern weil unser Gehirn gelernt hat, in bestimmten Situationen nach ihm zu verlangen. Und das oft, ohne dass wir es bewusst merken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Was Alkohol im Belohnungssystem auslöst
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alkohol erhöht die Dopaminausschüttung im Belohnungszentrum des Gehirns, dem sogenannten Nucleus accumbens. Das ist beim Menschen mit bildgebenden Verfahren nachgewiesen. Ein Teil dieser Wirkung läuft über einen Umweg: Alkohol setzt körpereigene Opioide (Endorphine) frei, und diese regen wiederum die Dopaminausschüttung an. Diesen Umweg nutzen Medikamente gegen das Verlangen, dazu gleich mehr.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie stark das Belohnungssystem auf Alkohol anspringt, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Manche reagieren mit einer besonders heftigen Dopaminantwort. Für sie fühlt sich Alkohol stärker belohnend an, und sie neigen eher zum Rauschtrinken, also zu viel Alkohol in kurzer Zeit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Wenn Lernen zur Falle wird: Craving
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Trinken wir regelmässig, passt sich das Gehirn an: Die Dopaminrezeptoren werden weniger empfindlich. Alltägliche Freuden – ein Spaziergang, ein gutes Gespräch, ein schöner Sonnenuntergang – fühlen sich blasser an. Gleichzeitig reagiert das Gehirn auf alkoholbezogene Reize immer stärker. Die Welt wird grauer, nur das Glas leuchtet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Aus dem Wollen wird Craving, ein drängendes, manchmal fast körperliches Verlangen. Und das Tückische: Die Erinnerung an die Auslösereize ist erstaunlich hartnäckig. Auch nach Monaten oder Jahren ohne Alkohol kann ein bestimmter Ort, ein Geruch oder eine Stimmung das Verlangen plötzlich wieder wecken. Das ist kein Zeichen von Willensschwäche, sondern Neurobiologie. Warum wir trotzdem so gern von Charakterschwäche sprechen, beschreibe ich im Beitrag
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/alkohol-von-stigma-und-vorurteilen" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Süchtig sind immer die anderen
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Medikamente gegen Craving: Naltrexon und Nalmefen
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Für Menschen, die ihren Alkoholkonsum nicht mehr steuern können, gibt es Medikamente, die gezielt an diesem System ansetzen: Naltrexon und Nalmefen. Beide blockieren Opioidrezeptoren im Gehirn. Damit unterbrechen sie den Umweg über die Endorphine: Alkohol setzt weniger Dopamin frei, die Belohnung fällt schwächer aus, und das Verlangen lässt nach. Naltrexon wirkt vor allem am μ-Opioidrezeptor, Nalmefen hat ein etwas breiteres Wirkprofil an mehreren Opioidrezeptoren. Leider helfen sie nicht allen. In meiner Erfahrung profitieren vor allem Menschen, die wegen der belohnenden, euphorisierenden Wirkung trinken und zu Rauschtrinken neigen. Beim klassischen Entspannungstrinken, also wenn Alkohol vor allem Anspannung lösen soll, spielt wahrscheinlich der Botenstoff GABA die grössere Rolle. Bei diesen Menschen haben Naltrexon und Nalmefen oft keinen nennenswerten Effekt. Auch die Forschung unterscheidet inzwischen zwischen „Belohnungstrinkern“ und „Erleichterungstrinkern“ und findet Hinweise, dass diese Gruppen unterschiedlich auf Medikamente ansprechen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wichtig: Diese Medikamente gehören in ärztliche Hände und wirken am besten zusammen mit einer Beratung oder Therapie. Sie sind eine Unterstützung, keine Abkürzung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Der Zusammenhang zwischen Alkohol und Depression
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wenn das Belohnungssystem abstumpft, sinkt das Grundniveau des Wohlbefindens. Freude fällt schwerer, der Antrieb fehlt. Das kann die Anfälligkeit für Depressionen und andere psychische Probleme erhöhen. Dieser Prozess verläuft schleichend und bleibt von den Betroffenen oft unbemerkt. Statt im Alkohol den Auslöser für die gedrückte Stimmung zu erkennen, bekämpfen viele ihre Niedergeschlagenheit ausgerechnet mit Alkohol. Ein Teufelskreis. Ähnlich läuft es beim Stress, das beschreibe ich in
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/entspannung-aus-dem-glas-alkohol-und-stress" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Entspannung aus dem Glas
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die gute Nachricht: Was gelernt wurde, kann umgelernt werden
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Belohnungssystem ist nicht auf ewig verstellt. Ohne Alkohol erholt sich die Empfindlichkeit der Rezeptoren, das braucht allerdings Zeit, oft Monate. In dieser Phase fühlt sich das Leben manchmal flach an, bevor die Farben zurückkommen. Durchhalten lohnt sich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Und weil erlernter Konsum an Auslösereize gekoppelt ist, hilft es, genau dort anzusetzen: Welche Situationen, Zeiten und Orte sind bei dir mit Alkohol verknüpft? Neue
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/Entspannungsrituale" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Rituale
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            für den Feierabend, ein
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/rezepte" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           alkoholfreier Drink
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            im schönen Glas oder ein anderer Weg nach Hause können alte Verknüpfungen lockern. Ein
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/nuechtern-ins-neue-jahr-was-bringt-der-dry-january" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Dry January
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ist eine gute Gelegenheit, das auszuprobieren.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           [PLATZHALTER – optional: eine Beobachtung aus deiner Sprechstunde, z. B. welche Auslösereize Patientinnen am häufigsten nennen oder was ihnen beim Umlernen geholfen hat]
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Quellen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Berridge, K. C., &amp;amp; Robinson, T. E. zu „Wanting“ und „Liking“ bzw. Incentive Sensitization
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Schultz, W. zu Dopamin als Lernsignal (Reward Prediction Error)
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Boileau, I. et al. (2003): PET-Studie zur Dopaminausschüttung nach Alkohol beim Menschen, Synapse
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Koob, G. F., &amp;amp; Volkow, N. D. (2010): Neurocircuitry of Addiction, Neuropsychopharmacology
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Mann, K. et al. (2018) zu Belohnungs- und Erleichterungstrinkern und Medikamentenansprechen
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
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           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
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           Eine Frage der Chemie
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
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           Ist Alkohol eine Droge?
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ·
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
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           Kontrolliertes Trinken
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ·
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/in-der-grauzone-gray-area-alkoholkonsum" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Grauzone
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/36554be5/dms3rep/multi/pexels-photo-6193936-e4e99be8.jpeg" length="247654" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Sun, 15 Dec 2024 20:31:25 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.himmel-blau.ch/erlernter-konsum-wie-dopamin-das-trinkverhalten-steuert</guid>
      <g-custom:tags type="string">Binge Konsum,Belohnungssystem,Trinkverhalten,Depression,Alkoholabhängigkeit,Nalmefen,Naltrexon,Rauschtrinken,Alkohol,Acetaldehyd,Dopamin</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/36554be5/dms3rep/multi/pexels-photo-6193936-e4e99be8.jpeg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Alkohol, der Sexist - Warum Frauen weniger Alkohol vertragen</title>
      <link>https://www.himmel-blau.ch/alkohol-der-sexist-warum-frauen-weniger-alkohol-vertragen</link>
      <description>Gleiche Menge, andere Wirkung: Warum Frauen körperlich weniger Alkohol vertragen als Männer - und was das für den Konsum bedeutet.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Kampf um Gleichberechtigung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/36554be5/dms3rep/multi/pexels-photo-5054617.jpeg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wusstet ihr, dass Alkohol, der für so viele Frauen Freiraum und Genuss darstellen soll, tatsächlich ein unerwarteter Gegner im Kampf für unsere Gleichberechtigung ist?  Lange Zeit war der tiefe Blick ins Glas das Privileg der Männer. Das tägliche Feierabendbier in der Kneipe, aber auch der gelegentliche Rausch - solange ein Mann seine soziale Funktion erfüllen konnte, war Alkohol mehr als akzeptiert. Was heißt hier war? Das ist er auch heute noch. Und für die Frau? Bei Festen ein bisschen am Champagner nippen, aber darüber hinaus galt Alkohol für uns Frauen lange Zeit als verpönt. Betrunken zu sein ist eben nicht gerade ladylike. Das hat sich in den letzten Jahrzehnten stark geändert. Dazu beigetragen haben die Frauenbewegung und vor allem die Alkohol-Lobby, die das Potenzial dieser schlafenden Kundengruppe schnell erkannt hat. Der Getränkeindustrie ist es zunehmend gelungen, die Werte des Feminismus für ihre Zwecke zu nutzen. Anstatt Frauen als Opfer eines alkoholbedingten Problems darzustellen, konzentriert sich die Branche auf Selbstbestimmung und Empowerment, indem sie uns Getränke präsentiert, die wir mit Freiheit, Gleichheit und Unabhängigkeit assoziieren. Mit sichtbarem Erfolg: Der Anteil der Frauen, die Alkohol trinken, nimmt weiter zu. Paradoxerweise treibt sie uns damit den größten Sexisten von allen in die Arme. Ja, Alkohol ist ein Sexist. Er behandelt uns eben nicht gleich wie Männer, sondern deutlich schlechter. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In diesem Artikel erkläre ich, warum Frauen weniger Alkohol vertragen, welche biologischen Faktoren dabei eine Rolle spielen und wie der weibliche Hormonhaushalt den Alkoholstoffwechsel beeinflusst.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Warum steigt der Blutalkoholspiegel bei Frauen schneller an?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein entscheidender Faktor, warum Frauen schneller einen höheren Blutalkoholspiegel erreichen als Männer, hängt mit der
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Körperzusammensetzung
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            zusammen. Frauen haben in der Regel einen höheren Körperfettanteil und einen geringeren Wasseranteil als Männer. Der höhere Wasseranteil bei Männern trägt zu einer effizienteren Verdünnung des Alkohols bei.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Daher steigt die Blutalkoholkonzentration bei Frauen schneller an. 
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Außerdem haben Frauen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           niedrigere Spiegel des Enzyms Alkoholdehydrogenase (ADH)
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , das für den ersten Schritt des Alkoholstoffwechsels verantwortlich ist. Eine Studie von M. R. Caetano et al. (1998) in "The Journal of Studies on Alcohol" stellt fest, dass weniger ADH bei Frauen dazu führt, dass mehr Alkohol unverändert in den Blutkreislauf gelangt, was die berauschende Wirkung verstärkt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Frühe Folgeschäden: Gefahren für Frauen
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Aufgrund des schnelleren Anstiegs der Blutalkoholkonzentration sind Frauen auch anfälliger für frühe Folgeschäden des Alkoholkonsums. Eine umfassende Studie, die im American Journal of Psychiatry von S. A. H. M. Kranzler et al. (2018) veröffentlicht wurde, zeigt, dass Frauen bereits nach relativ geringem Alkoholkonsum ein
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           höheres Risiko haben, alkoholbedingte Krankheiten wie Lebererkrankungen und psychische Störungen zu entwickeln
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            . Außerdem reagieren Frauen empfindlicher auf die
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           neurotoxische Wirkung
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           von Alkohol auf das zentrale Nervensystem. Daher treten kognitive Störungen oft früher auf als bei Männern, bei denen die ersten Symptome oft erst nach Jahren auftreten.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Weiblicher Hormonhaushalt und Alkoholmetabolismus
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein weiterer wichtiger Faktor ist der weibliche Hormonhaushalt. Hormone wie Östrogen und Progesteron beeinflussen, wie der Körper Alkohol verstoffwechselt. Studien haben gezeigt, dass Alkohol zu einer erhöhten Ausschüttung von Östrogen führt, was die Wirkung des Alkohols im Körper verstärken kann. Eine Studie von Blume et al. (2011) in Clinical Chemistry weist darauf hin, dass der
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Anstieg des Östrogenspiegels während des Menstruationszyklus Frauen anfälliger für Alkohol macht
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            . Dies erklärt auch, warum viele Frauen angeben, Alkohol je nach Zyklusphase unterschiedlich gut zu vertragen. Eine Studie von Ferreira et al. (2015) in "Menopause" zeigt, dass Frauen in bestimmten Phasen ihres Zyklus, insbesondere
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           bei höheren Östrogenspiegeln, stärkere alkoholbedingte Wirkungen
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
             erleben. Diese hormonellen Veränderungen können dazu führen, dass Frauen schneller betrunken werden und ein höheres Risiko für alkoholbedingte Probleme haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Fazit
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alkohol ist nicht nur ein Genussmittel, sondern auch eine „sexistische“ Substanz, die Frauen in mehrfacher Hinsicht benachteiligt.  Daran sollten wir denken, wenn wir das nächste Mal Lust verspüren, die Korken knallen lassen, die Prosecco-Gläser füllen, um uns wie die Mädels in Sex and the City frei, kühn und unabhängig zu fühlen. Biologische Unterschiede in der Körperzusammensetzung und die geringere Aktivität alkoholabbauender Enzyme tragen dazu bei, dass Frauen anfälliger für die schädliche Wirkung von Alkohol sind. Dies erhöht das Risiko gesundheitlicher Folgeschäden. Lasst uns daher bewusster wählen und die Illusion von Freiheit durch Alkohol hinterfragen - für ein selbstbestimmtes, gesundes Leben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/36554be5/dms3rep/multi/pexels-photo-7269777-4cb82458.jpeg" length="170544" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Sun, 08 Dec 2024 19:31:54 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.himmel-blau.ch/alkohol-der-sexist-warum-frauen-weniger-alkohol-vertragen</guid>
      <g-custom:tags type="string">Alkoholtoxizität,Hormone,Alkoholstoffwechsel,Alkoholschäden,Alkoholabbau,Frauen,Alkohol,Fettstoffwechsel</g-custom:tags>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Alkoholfreie Cocktails: Genuss ohne Kompromisse - die Geschichte des No-Drink Movements</title>
      <link>https://www.himmel-blau.ch/alkoholfreie-cocktails-genuss-ohne-kompromisse-die-geschichte-des-no-drink-movements</link>
      <description>Mehr als Apfelschorle: Woher Mocktails kommen, was einen guten alkoholfreien Drink ausmacht und warum die Alkoholindustrie plötzlich mitmixt.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "Haben Sie auch etwas ohne Alkohol?"
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es gibt immer noch viele Bars und Restaurants, in denen man auf der Getränkekarte vergeblich nach einer alkoholfreien Alternative zum fancy Cocktail sucht und nicht viel mehr findet als Cola und Apfelschorle. Auch bei Events und Apéros ist der Standard oft noch: zwei Sorten Wein und stilles Wasser. Für alle, die Geselligkeit mit klarem Kopf erleben wollen, ist das nicht so der Bringer.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mir ist es selbst schon passiert, dass ich mangels einer ansprechenden Alternative dann doch einen Aperol Spritz bestellt habe, obwohl ich eigentlich etwas Alkoholfreies trinken wollte. Genau da liegt das Problem: Wer nicht trinken will, sollte nicht mit einem lieblosen Getränk bestraft werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Zeiten ändern sich glücklicherweise. Alkoholfreie Cocktails, auch Mocktails genannt, sind in den letzten Jahren vom Notnagel zum eigenständigen Genuss geworden. Aber so neu, wie viele denken, ist die Idee gar nicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Eine kurze Geschichte der Mocktails
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alkoholfreie Mixgetränke gibt es praktisch so lange wie Cocktails selbst. Schon im ersten amerikanischen Barbuch von Jerry Thomas aus dem Jahr 1862 finden sich sogenannte „Temperance Drinks“, also Mässigkeitsgetränke für alle, die auf Alkohol verzichten wollten. Das Wort „Mocktail“, eine Mischung aus „mock“ (nachahmen) und „Cocktail“, taucht laut Merriam-Webster erstmals 1916 auf, also kurz vor der Prohibition in den USA.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In den 1980er-Jahren erlebten Mocktails ein Revival, allerdings meist als zuckersüsse Mischungen aus Sirup, Saft und Limo. Das hat ihren Ruf als „Kindercocktail“ geprägt. Erst mit dem Aufschwung der Craft-Cocktail-Kultur in den 2000er-Jahren begannen Barkeeperinnen und Barkeeper, alkoholfreie Drinks genauso ernst zu nehmen wie klassische Cocktails: mit Bitterkeit, Säure, Kräutern und Textur statt nur mit Zucker.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Etwa ab Mitte der 2010er-Jahre eröffneten in Städten wie London und New York die ersten Bars, die ganz ohne Alkohol auskommen.  Gleichzeitig prägte die Autorin Ruby Warrington mit ihrem Buch „Sober Curious“ (2018) einen Begriff für eine Bewegung, die nicht aus Abstinenz besteht, sondern aus Neugier: Wie fühlt sich ein Leben mit weniger oder ohne Alkohol an?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Alkoholfreie Spirituosen – und wer daran verdient
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mit dem Trend kamen die alkoholfreien Spirituosen: Destillate, die an Gin, Rum oder Aperitifs erinnern sollen, aber keinen Alkohol enthalten. Eine der ersten Marken war Seedlip, gegründet 2015 in Grossbritannien.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und hier wird es interessant: Seedlip gehört inzwischen mehrheitlich Diageo, einem der grössten Spirituosenkonzerne der Welt. Auch viele alkoholfreie Biere und Weine stammen von denselben Unternehmen, die mit Alkohol ihr Geld verdienen. Das ist an sich nicht verwerflich, mehr gute Alternativen sind eine gute Nachricht. Aber es lohnt sich, genau hinzusehen: Wer eine alkoholfreie Variante bewirbt, macht immer auch Werbung für die Marke dahinter. In Ländern mit strengen Werbeverboten für Alkohol wird das gezielt genutzt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Mein Fazit:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alkoholfreie Spirituosen können eine Bereicherung sein. Du brauchst sie aber nicht. Die besten alkoholfreien Drinks kommen oft ganz ohne teure Ersatzprodukte aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Was einen guten alkoholfreien Drink ausmacht
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alkohol bringt in einen Cocktail nicht nur Wirkung, sondern auch Körper, eine leichte Bitterkeit und dieses Brennen im Hals. Fehlt das, schmeckt ein Drink schnell flach oder zu süss. Ein paar Tricks, damit es gelingt:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Säure:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Frischer Zitronen- oder Limettensaft sorgt für Frische und Balance.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Bitterkeit:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Tonic Water, Grapefruit, Bitterorange oder ein kräftiger Tee (z. B. Earl Grey oder Rooibos) geben Tiefe.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Schärfe:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Ingwer, ein Hauch Chili oder schwarzer Pfeffer ersetzen das Brennen des Alkohols.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Kräuter und Gewürze:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Minze, Rosmarin, Basilikum, Zimt oder Kardamom machen einen Drink komplex.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Weniger Zucker:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Lieber sparsam süssen. Viele Mocktails sind echte Zuckerbomben.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Das Glas:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Klingt banal, macht aber viel aus. Ein schönes Glas mit Eis und Garnitur macht aus einem Getränk einen Drink.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein einfacher Klassiker zum Ausprobieren ist der Nojito: frische Minze und Limettenviertel mit etwas Rohrzucker andrücken, mit Crushed Ice auffüllen und mit Soda aufgiessen. Viele weitere Ideen findest du bei meinen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/rezepte" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           alkoholfreien Rezepten
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und die Wellness-Drinks?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein neuerer Trend sind alkoholfreie Drinks mit sogenannten Adaptogenen, Pilzextrakten oder Superfoods wie Matcha und Kurkuma. Sie versprechen Entspannung, Fokus oder Stimmungsaufhellung, quasi einen sanften Ersatz für die Wirkung von Alkohol.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als Ärztin bin ich da skeptisch. Die meisten dieser Versprechen sind kaum belegt, und manche Zutaten können durchaus Nebenwirkungen haben oder mit Medikamenten wechselwirken. Wer regelmässig Medikamente einnimmt, sollte bei „funktionellen“ Getränken genau aufs Etikett schauen. Ein guter Drink muss nichts versprechen. Er darf einfach schmecken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Ein Hinweis für Menschen mit einer Alkoholabhängigkeit
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Für die meisten sind alkoholfreie Cocktails eine wunderbare Alternative. Wer aber eine Abhängigkeit hinter sich hat, sollte bei Drinks vorsichtig sein, die Alkohol möglichst originalgetreu nachahmen, also bei alkoholfreiem Gin Tonic, Wein oder Bier. Geschmack, Geruch und Ritual sind genau die Auslösereize, die das Gehirn mit Alkohol verknüpft hat, und können das Verlangen wieder wecken. Mehr dazu in
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/erlernter-konsum-wie-dopamin-das-trinkverhalten-steuert" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Erlernter Konsum
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . Drinks, die nach etwas ganz Eigenem schmecken, sind hier oft die bessere Wahl.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Die Zukunft ist alkoholfrei – zumindest ein bisschen
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alkoholfreie Cocktails stehen für Genuss ohne Kompromisse und für die Freiheit, zu feiern, ohne am nächsten Tag den Preis dafür zu zahlen. Sie sind längst nicht mehr nur etwas für Abstinente, Schwangere oder Autofahrerinnen, sondern für alle, die bewusst geniessen wollen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mein Wunsch an alle Gastgeberinnen, Restaurants und Firmen: Bietet wenigstens einen alkoholfreien Drink an, der genauso liebevoll gemacht ist wie der Rest der Karte. Wer nicht trinkt, soll sich nicht mit Leitungswasser begnügen müssen. Cheers!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
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          &#xD;
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            Alkoholfreie Rezepte
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            Dry January
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           ·
          &#xD;
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            Entspannungsrituale
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/36554be5/dms3rep/multi/pexels-photo-7259083.jpeg" length="230070" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Sat, 07 Dec 2024 14:46:23 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.himmel-blau.ch/alkoholfreie-cocktails-genuss-ohne-kompromisse-die-geschichte-des-no-drink-movements</guid>
      <g-custom:tags type="string">Alkoholverzicht in der Weihnachtszeit,alkoholfreie Cocktails,sober-movement,sober,Mocktails,Genuss,No-drink Movement</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/36554be5/dms3rep/multi/pexels-photo-7259083.jpeg">
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>You are worthy of love! - Wie Selbstmitgefühl die Seele stärkt</title>
      <link>https://www.himmel-blau.ch/der-einfluss-von-selbstmitgefühl-auf-die-seelische-gesundheit</link>
      <description>Erfahren Sie, wie Selbstmitgefühl die seelische Gesundheit stärkt und bei Alkoholproblemen hilft. Besuchen Sie uns für mehr Informationen!</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "Ich habe mich noch nie besonders gemocht." ...
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das sagt die Frau, die mir gegenübersitzt.¹ Gepflegt, gut gekleidet, attraktiv, auf den ersten Blick sehr souverän. Eine Dame von Welt, möchte man meinen. Geschieden, Mutter zweier erwachsener Söhne,  die ihr alles bedeuten, finanziell sehr gut gestellt. Oberflächlich betrachtet scheint ihr Leben in Ordnung zu sein. Aber natürlich gibt es einen Grund, warum sie in meiner Sprechstunde sitzt: ein massives Alkoholproblem, das ihre Leber inzwischen schwer geschädigt hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zuvor im Gespräch habe ich sie gefragt, welche Eigenschaften sie an sich schätzt. Gesellig, lustig, hilfsbereit sind die Adjektive, die fallen. Doch mir fällt auf, dass sie sich ausschliesslich aus der Sicht anderer beschreibt. „Meine Freunde sagen …“, „Meine Kollegen finden …“. Auf meine Frage „Wie sehen Sie sich denn selbst? Was gefällt Ihnen an sich?“ kommt der Satz von oben. Und sie möchte nicht weiter darüber sprechen. Das Gespräch wird ihr sichtlich unangenehm, kurz darauf möchte sie gehen. Offensichtlich habe ich einen Nerv getroffen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           You are worthy of love!
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diesen Satz möchte ich manchen meiner Patientinnen und Patienten manchmal zurufen. Der Mangel an Selbstliebe und Mitgefühl mit sich selbst begegnet mir bei Menschen mit einer Suchterkrankung sehr häufig. Meiner Meinung nach ist das einer der Gründe, warum es so schwer ist, eine Sucht zu überwinden. Und er erschwert auch die Behandlung vieler anderer psychischer Erkrankungen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Was ist Selbstmitgefühl?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Stell dir vor, du hast bei der Arbeit einen grossen Fehler gemacht. Die erste Reaktion ist vielleicht: „Wie konnte ich nur so dumm sein?“ oder „Das wird nie wieder gut!“ Dieses Muster kennen wir alle. Wir sind oft unsere härtesten Kritikerinnen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Genau hier setzt das Konzept des Selbstmitgefühls (englisch: Self-Compassion) an, das die amerikanische Psychologin Kristin Neff Anfang der 2000er-Jahre erstmals systematisch beschrieben hat.² Selbstmitgefühl bedeutet, sich selbst in schwierigen Momenten so zu behandeln, wie man eine gute Freundin behandeln würde: freundlich, verständnisvoll und geduldig. Nach Neff besteht es aus drei Elementen:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Selbstfreundlichkeit statt Selbstverurteilung
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            : mit sich selbst so sprechen, wie man es mit jemandem tun würde, den man mag.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Gemeinsame Menschlichkeit statt Isolation
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            : anerkennen, dass Fehler, Scheitern und Leid zum Menschsein gehören. Du bist damit nicht allein.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Achtsamkeit statt Überidentifikation
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            : schmerzhafte Gefühle wahrnehmen, ohne sie zu verdrängen, aber auch ohne sich ganz von ihnen verschlucken zu lassen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Selbstmitgefühl ist nicht Selbstmitleid
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Beispiel: Anna ist alleinerziehend und fühlt sich oft schuldig. Wenn sie nach einem anstrengenden Tag vor Erschöpfung laut wird, geht sie hart mit sich ins Gericht: „Ich bin eine schlechte Mutter.“ Mit Selbstmitgefühl könnte sie stattdessen zu sich sagen: „Es war ein langer Tag, und ich habe mein Bestes gegeben. Fehler zu machen ist menschlich. Morgen entschuldige ich mich bei meinem Kind.“ Das ist kein Selbstmitleid. Selbstmitleid kreist um das eigene Elend und isoliert: „Warum passiert immer mir das?“ Selbstmitgefühl dagegen verbindet: Anderen Müttern geht es auch so. Und es übernimmt Verantwortung, ohne sich dafür zu zerfleischen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mir begegnet dieses Muster besonders häufig bei Frauen. Wir haben gelernt, für alle anderen da zu sein, verständnisvoll, geduldig, nachsichtig. Nur mit uns selbst gehen wir gnadenlos um. Wie oft das abendliche Glas Wein dabei zur Belohnung oder zum Trostpflaster wird, beschreibe ich in
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/entspannung-aus-dem-glas-alkohol-und-stress" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Entspannung aus dem Glas
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Scham, Sucht und der Teufelskreis
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Menschen mit einer Suchterkrankung leiden oft unter massiver Scham und Selbstkritik: „Ich habe mein Leben ruiniert.“ „Ich bin eine Versagerin.“ Diese Gedanken sind nicht nur schmerzhaft, sie sind auch gefährlich. Denn Scham ist ein Gefühl, das man loswerden will, und Alkohol ist dafür ein bewährtes, schnell wirksames Mittel. Wer sich für das Trinken schämt, trinkt, um die Scham nicht zu spüren. Ein Teufelskreis.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Forschung bestätigt das: In einer Studie mit Menschen, die sich von einer Alkoholabhängigkeit erholten, sagte die Stärke der gezeigten Scham voraus, wer in den folgenden Monaten einen Rückfall erlitt.³ Scham ist also kein Motor für Veränderung, sondern eher ein Bremsklotz. Dazu kommt die gesellschaftliche Stigmatisierung, die die Scham von aussen noch verstärkt. Mehr dazu in
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/alkohol-von-stigma-und-vorurteilen" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Süchtig sind immer die anderen
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Selbstmitgefühl kann diesen Kreislauf durchbrechen. Ein Rückfall ist dann kein Beweis, dass man es nie schaffen wird, sondern ein Teil des Weges: „Es ist schwer, eine Sucht zu überwinden. Aber jeder Schritt zählt, auch dieser.“ Erste Studien deuten darauf hin, dass Menschen mit mehr Selbstmitgefühl weniger problematisch trinken und besser mit Rückfällen umgehen können. Die Forschung dazu ist allerdings noch jung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Was die Forschung zeigt
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Selbstmitgefühl ist gut untersucht. Eine grosse Metaanalyse fand einen deutlichen Zusammenhang: Je mehr Selbstmitgefühl Menschen haben, desto seltener leiden sie unter Depressionen, Ängsten und Stress.⁴ Selbstmitfühlende Menschen bewältigen Krisen besser und greifen seltener zu ungesunden Strategien.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und das häufigste Missverständnis? Viele befürchten, Selbstmitgefühl mache nachlässig: Wer sich alles verzeiht, strengt sich nicht mehr an. Das Gegenteil ist der Fall. In einer Reihe von Experimenten waren Menschen, die nach einem Misserfolg mitfühlend mit sich umgingen, motivierter, sich zu verbessern, und bereiteten sich länger auf einen neuen Test vor als die Vergleichsgruppen.⁵ Selbstmitgefühl bedeutet nicht, Verantwortung abzugeben, sondern sie tragen zu können, ohne daran zu zerbrechen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Selbstmitgefühl üben: eine kleine Übung
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Selbstmitgefühl lässt sich lernen. Kristin Neff hat dafür eine einfache Übung entwickelt, die sogenannte Selbstmitgefühls-Pause. Sie dauert nur eine Minute und funktioniert in jeder schwierigen Situation, auch in dem Moment, in dem das Verlangen nach einem Glas Wein kommt:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Benennen:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             „Das ist gerade ein schwieriger Moment.“ Du nimmst wahr, dass es dir schlecht geht, ohne es wegzudrücken.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Verbinden:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             „Schwierige Momente gehören zum Leben. Andere fühlen sich auch so.“ Du bist nicht allein.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Freundlich sein:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Leg eine Hand aufs Herz und frag dich: „Was würde ich jetzt einer guten Freundin sagen?“ Und dann sag es dir selbst.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Klingt vielleicht etwas ungewohnt. Probier es trotzdem aus. Weitere Ideen, wie du gut für dich sorgen kannst, findest du bei meinen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/Entspannungsrituale" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Entspannungsritualen
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Wie würde ich eine gute Freundin behandeln?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Selbstmitgefühl ist mehr als eine Theorie. Es ist eine Haltung, die uns hilft, mit uns selbst ins Reine zu kommen. Ob bei Misserfolgen, beim Weg aus einer Sucht oder im ganz normalen Alltagsstress.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und die Frau aus meiner Sprechstunde? Vielleicht war meine Frage an diesem Tag der erste Riss in einer Mauer, die sie ein Leben lang um sich gebaut hat. Wenn es dir ähnlich geht wie ihr, dann fang klein an: Frag dich beim nächsten Mal, wenn du hart mit dir ins Gericht gehst, wie du eine gute Freundin behandeln würdest. Die Antwort könnte der erste Schritt sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Quellen und Anmerkungen
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ¹ Die beschriebene Patientin ist ein zusammengesetztes Beispiel. Natürlich bin ich an die ärztliche Schweigepflicht gebunden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ² Neff, K. D. (2003): Self-Compassion: An Alternative Conceptualization of a Healthy Attitude Toward Oneself. Self and Identity.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ³ Randles, D. &amp;amp; Tracy, J. L. (2013): Nonverbal displays of shame predict relapse and declining health in recovering alcoholics. Clinical Psychological Science.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ⁴ MacBeth, A. &amp;amp; Gumley, A. (2012): Exploring compassion: A meta-analysis of the association between self-compassion and psychopathology. Clinical Psychology Review.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ⁵ Breines, J. G. &amp;amp; Chen, S. (2012): Self-compassion increases self-improvement motivation. Personality and Social Psychology Bulletin.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Weiterführend:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://self-compassion.org" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           self-compassion.org
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , die Website von Kristin Neff (Englisch), mit Übungen und einem Selbsttest. [prüfen, ob du ihr Buch auf deiner Bücherseite empfehlen möchtest]
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
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          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
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          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
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           Erlernter Konsum
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ·
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/prokrastination-was-du-heute-kannst-besorgen" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Prokrastination
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/36554be5/dms3rep/multi/pexels-photo-6417917-f3d9d6ec.jpeg" length="191759" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 02 Dec 2024 15:58:03 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.himmel-blau.ch/der-einfluss-von-selbstmitgefühl-auf-die-seelische-gesundheit</guid>
      <g-custom:tags type="string">Selbstfürsorge,Selbstmitgefühl,Self-Compassion-Theorie,Burn-Out,Achtsamkeit,Depression,Eigenverantwortung,Alkoholabhängigkeit,Psychische Erkrankung</g-custom:tags>
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    </item>
    <item>
      <title>Grüne Glücksgefühle - Der Waldspaziergang</title>
      <link>https://www.himmel-blau.ch/dopaminbooster-waldspaziergang</link>
      <description>Erfahren Sie, wie Waldspaziergänge Dopamin steigern und das Wohlbefinden fördern. Informieren Sie sich über die Vorteile für die psychische Gesundheit.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Wie die Natur unser Gehirn und Wohlbefinden beeinflusst
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dopamin-Booster Waldspaziergang
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Was die Natur mit unserem Gehirn macht – und was die Forschung wirklich zeigt
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            «Du wohnst aber schön in Zollikon, so nah am See!», ruft meine Kölner Freundin begeistert aus, als sie mich zum ersten Mal nach unserem Umzug aus der Stadt besucht. Stimmt, der Zürichsee ist wunderschön, und im Sommer geniesse ich die vielen Bademöglichkeiten. Aber eigentlich schätze ich die Nähe zum Zolliker Wald noch mehr. Ich geniesse es, dass der Wald nur wenige Schritte entfernt liegt. Für mich gibt es nichts, was ich mehr entspannt als einen Waldspaziergang bei schönem Wetter. Der Duft von Kiefernnadeln und feuchtem Moos, das Licht, was durch die grünen Blätter scheint - einfach herrlich! Am liebsten gehe ich allein, manchmal mit einem Hörbuch im Ohr. Der Spaziergang an meinem freien Tag und am Wochenende ist ein festes Ritual geworden.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Aber lange Zeit müsste ich darauf verzichten, weil ich wegen einer Hüftkrankheit kaum laufen konnte. Ich habe es so vermisst. Aber nach einer langen Heilungszeit bin ich endlich wieder fit und vor einer Woche konnte ich endlich wieder schmerzfrei zu einer ersten kleinen Wanderung aufbrechen. Ich habe richtig gespürt, wie es in mir tanzt, und dieses Gefühl der Zufriedenheit hat mich den ganzen Tag begleitet.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als Ärztin frage ich mich natürlich: Was passiert da eigentlich in meinem Körper?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Das Wichtigste in Kürze
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            - 20–30 Minuten in der Natur senken nachweislich das Stresshormon Cortisol.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            - Insgesamt etwa 2 Stunden pro Woche gehen mit besserer Gesundheit und höherem Wohlbefinden einher.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            - Es muss nicht der grosse Wald sein. Auch ein Stadtpark zählt.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Was im Gehirn passiert
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Drei Botenstoffe werden im Zusammenhang mit Naturerlebnissen oft genannt. Bei allen dreien gilt: Man kann sie im Alltag kaum direkt messen. Gut belegt sind eher ihre Auswirkungen auf Stress, Herz-Kreislauf-System und Stimmung.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/erlernter-konsum-wie-dopamin-das-trinkverhalten-steuert"&gt;&#xD;
      
           Dopamin: Motor für Antrieb und Motivation
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Dopamin wird oft «Glückshormon» genannt. Genauer betrachtet steuert es Motivation, Antrieb und Belohnung. Bewegung, Tageslicht und schöne Sinneseindrücke aktivieren das Belohnungssystem. Deshalb fühlt sich ein Spaziergang so an, als hätte man sich etwas Gutes getan. Wie gross der direkte Dopamin-Anteil beim Menschen ist, lässt sich allerdings schwer sagen. Viele Erkenntnisse stammen aus Tierstudien.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Serotonin: Ruhe und Ausgeglichenheit
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Serotonin ist an der Regulation von Stimmung und Schlaf beteiligt. Bewegung an der frischen Luft und Tageslicht unterstützen diese Systeme. Wenn gleichzeitig der Stress sinkt, entspannt sich auch der Körper.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/entspannung-aus-dem-glas-alkohol-und-stress"&gt;&#xD;
      
           GABA: die Bremse im Nervensystem
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           GABA ist der wichtigste hemmende Botenstoff im Gehirn. Er ist zentral für Entspannung. Ob Waldspaziergänge ihn direkt beeinflussen, ist nicht geklärt. Klar ist aber, dass sich das Nervensystem im Wald spürbar beruhigt.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Was die Studien zeigen
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           "Wald schlägt Stadt."
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In Japan liess man 280 junge Erwachsene in 24 Wäldern je einen Tag im Wald und einen in der Stadt spazieren gehen. Im Wald waren Cortisol, Puls und Blutdruck tiefer, und der Parasympathikus, unser Ruhe- und Erholungsnerv, war aktiver. Diese Form des Waldbadens heisst "Shinrin Yoku"und gehört in Japan seit Jahrzehnten zur Gesundheitsvorsorge. Eine Übersichtsarbeit mit 20 Studien und 732 Teilnehmenden fand im Wald ebenfalls niedrigere Blutdruckwerte als in anderer Umgebung.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           "Schon 20 Minuten wirken."
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Studie aus Michigan begleitete 36 Personen über acht Wochen. Bereits 20 Minuten Naturerlebnis senkten das Cortisol deutlich, am stärksten wirkten 20 bis 30 Minuten Sitzen oder Gehen. Danach nahm der Zusatznutzen langsamer zu. Das Naturerlebnis fand mitten im Alltag statt, etwa im Stadtpark oder im Garten.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            "Die Grübelschleife wird leiser."
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Forschende in Stanford zeigten, dass ein Naturspaziergang das Grübeln und die Aktivität in einem mit Grübeln verbundenen Hirnareal verringert. Das erklärt gut, warum sich der Kopf nach einem Spaziergang freier anfühlt.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           "Wie viel ist genug?"
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In einer Befragung von fast 20'000 Menschen in England berichteten diejenigen, die mindestens 120 Minuten pro Woche in der Natur verbrachten, deutlich häufiger von guter Gesundheit und höherem Wohlbefinden. Unter dieser Schwelle zeigte sich kein Unterschied. Dabei spielte es keine Rolle, ob die Zeit am Stück oder auf mehrere Besuche verteilt war. Es handelt sich um eine Beobachtungsstudie. Sie zeigt einen Zusammenhang, beweist aber keine Ursache.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Praktische Tipps für den Waldspaziergang
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            1. Achtsamkeit: Verlangsame die Schritte und nimm bewusst Geräusche, Düfte und Farben wahr. Zum Beispiel: Wie viele verschiedene Grüntöne siehst du? Was hörst du, wenn du kurz stehen bleibst?
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            2. Tiefe Atmung: Atme langsam und tief. Das unterstützt die Entspannung, unabhängig davon, was im Waldduft steckt.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            3. Regelmässigkeit: Ein Wochenbeispiel: zweimal 30 Minuten unter der Woche, etwa in der Mittagspause oder nach der Arbeit, und ein längerer Spaziergang am Wochenende. Das sind zusammen rund 2 Stunden.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           4. Handy in der Tasche:  Wer ein Hörbuch hört, kann trotzdem entspannen. Ständiges Scrollen und Nachrichten würden den Effekt aber schmälern.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           5. Klein anfangen: Wer wie ich zeitweise nicht weit laufen kann, setzt sich einfach auf eine Bank. Auch Sitzen in der Natur senkt Stress.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Waldspaziergang statt Feierabendglas?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Viele greifen abends zum Glas Wein, um runterzufahren. Das Bedürfnis dahinter ist verständlich: abschalten, Stress loswerden. Ein 20-minütiger Spaziergang vor dem Abendessen kann genau dieses Bedürfnis erfüllen. Er senkt den Stress, hat keine Nebenwirkungen und lässt sich jeden Tag wiederholen. Probier es als Experiment: eine Woche lang an drei Abenden zuerst eine Runde drehen und dann entscheiden, ob du überhaupt noch die
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/entspannung-aus-dem-glas-alkohol-und-stress"&gt;&#xD;
      
           Entspannung aus dem Glas
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           brauchst brauchst.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Fazit
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Ein Waldspaziergang ist einfach, kostenlos und gut untersucht. Er senkt Stress, entlastet Herz und Kreislauf und macht den Kopf frei. Ob das nun am Dopamin liegt oder an vielem zusammen: Ich gehe am Wochenende wieder in den Wald.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Quellen
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            - Park BJ et al. (2010): The physiological effects of Shinrin-yoku … 24 forests across Japan. *Environ Health Prev Med* 15:18–26. doi:10.1007/s12199-009-0086-9
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            - Ochiai H et al. / Blutdruck-Meta-Analyse: Blood pressure-lowering effect of Shinrin-yoku. *BMC Complement Altern Med* (2017). doi:10.1186/s12906-017-1912-z
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            - Hunter MR, Gillespie BW, Chen SY (2019): Urban Nature Experiences Reduce Stress … *Front Psychol* 10:722. doi:10.3389/fpsyg.2019.00722
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            - Bratman GN et al. (2015): Nature experience reduces rumination and subgenual prefrontal cortex activation. *PNAS* 112(28):8567–8572.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            - White MP et al. (2019): Spending at least 120 minutes a week in nature … *Sci Rep* 9:7730. doi:10.1038/s41598-019-44097-3
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            - Antonelli M et al. (2019): Effects of forest bathing on cortisol … systematic review and meta-analysis. *Int J Biometeorol* 63:1117–1134.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/36554be5/dms3rep/multi/pexels-photo-610294.jpeg" length="326352" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Sat, 30 Nov 2024 16:28:58 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.himmel-blau.ch/dopaminbooster-waldspaziergang</guid>
      <g-custom:tags type="string">Achtsamkeit,Serotonin,Entspannungsritual,Waldbaden,Dopaminbooster,Cortisol,Wald,Entspannung,Waldspaziergang,Stress,Wohlbefinden,GABA,Zollikon,Shinrin Yoku,Dopamin,Dopamin Booster</g-custom:tags>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Mit klarem Kopf durch die Weihnachtszeit</title>
      <link>https://www.himmel-blau.ch/alkoholfrei-durch-die-weihnachtszeit</link>
      <description>„Nur ein Glas!“ – „Bist du schwanger?“ Wie du Firmenessen, Weihnachtsmarkt und Familienfest ohne Alkohol geniesst und was du auf die typischen Fragen antwortest.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Strategien für einen bewussten Genuss und klare Entscheidungen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Dezember-Marathon
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kaum ein Monat ist so durchgetränkt wie der Dezember. Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt, Apéro beim Firmenessen, Prosecco beim Chlausabend mit den Freundinnen, Rotwein zum Festtagsbraten und zum Finale Champagner an Silvester. Alkohol gehört zur Weihnachtszeit wie Lametta an den Baum, so zumindest die gesellschaftliche Erwartung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für alle, die weniger oder gar nicht trinken wollen, wird die schönste Zeit des Jahres deshalb schnell zum Spiessrutenlauf. Dabei gibt es viele gute Gründe, die Festtage mit klarem Kopf zu erleben: besser schlafen, keinen Kater, echte Gespräche statt Smalltalk im Nebel. Oder einfach, weil du keine Lust darauf hast. Das reicht als Grund.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Vorher klären: Warum eigentlich?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bevor die Festtagssaison losgeht, lohnt sich ein kurzer Moment mit dir selbst: Warum willst du weniger oder nichts trinken? Aus gesundheitlichen Gründen, um besser zu schlafen, weil du einfach keine Lust auf den Kater hast oder weil du gerade dabei bist, deinen Konsum grundsätzlich zu verändern? Eine klare innere Haltung ist das beste Fundament, um in geselliger Runde bei deiner Entscheidung zu bleiben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Überleg dir auch, welche Situationen schwierig werden könnten. Der Onkel, der immer nachschenkt? Der Chef, der mit dir anstossen will? Wer vorbereitet ist, wird weniger überrumpelt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           „Bist du schwanger?“ – Die Fragen, die garantiert kommen
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wer an einer Weihnachtsfeier nicht trinkt, muss sich erklären. Das ist verrückt, wenn man darüber nachdenkt: Niemand fragt, warum du keine Zigarette rauchst. Aber beim Alkohol ist Verzicht erklärungsbedürftig. Als Frau bekommst du dabei eine Frage besonders oft gestellt: „Bist du etwa schwanger?“ Eine Frage, die niemanden etwas angeht und die für manche Frauen auch sehr schmerzhaft sein kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Die typischen Sprüche und mögliche Antworten:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            „Nur ein Glas, es ist doch Weihnachten!“
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             – „Nein danke, ich hab heute keine Lust auf Alkohol.“
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            „Bist du schwanger?“
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             – „Nein. Ich trinke einfach nicht.“ Mehr musst du nicht sagen.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            „Du bist aber langweilig geworden.“
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             – „Warte ab, bis du mich um Mitternacht tanzen siehst.“
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            „Hast du etwa ein Problem?“
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             – „Nein, ich hab eine Entscheidung getroffen.“
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Du musst deine Entscheidung nicht rechtfertigen. Ein freundliches, klares „Nein danke“ reicht. Ausreden wie „Ich muss noch fahren“ oder „Ich nehme Antibiotika“ funktionieren zwar kurzfristig, aber sie vermitteln, dass man für Nicht-Trinken einen medizinischen oder praktischen Grund braucht. Ich finde: Der ehrlichste Satz ist auch der stärkste. „Ich trinke nicht, weil ich nicht will“ ist ein vollständiger Satz. Warum mir das so wichtig ist, erzähle ich im Beitrag
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/alkohol-von-stigma-und-vorurteilen" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Süchtig sind immer die anderen
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Das eigene Glas in der Hand
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein gefülltes Glas in der Hand erspart dir viele Nachfragen und lässt dich trotzdem mitanstossen. Ein paar Ideen:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Auf dem Weihnachtsmarkt:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Alkoholfreier Punsch, heisser Apfelsaft mit Zimt oder ein Wintertee schmecken oft genauso gut wie Glühwein und wärmen genauso die Hände.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Am Firmenessen:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Frag die Organisation vorher, ob es eine festliche alkoholfreie Alternative gibt. Oft sind die Verantwortlichen dankbar für den Hinweis, denn du bist mit Sicherheit nicht die Einzige.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            An Familienfesten:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Bring selbst etwas mit. Ein schön angerichteter Mocktail oder eine selbst gemachte Punschmischung ist ein Geschenk für alle, die nicht trinken, und das sind oft mehr, als man denkt. Rezeptideen findest du bei meinen
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/rezepte" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            alkoholfreien Drinks
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            .
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Ein Wort zu alkoholfreiem Wein, Sekt und Bier:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Für viele sind sie eine gute Alternative. Wer aber eine Alkoholabhängigkeit hinter sich hat, sollte vorsichtig sein. Geschmack, Geruch, das Glas und das Ritual des Anstossens sind genau die Auslösereize, die das Gehirn mit Alkohol verknüpft hat, und können das Verlangen wieder wecken. Ausserdem enthalten manche „alkoholfreien“ Produkte noch geringe Mengen Alkohol. Wie solche Auslösereize wirken, erkläre ich in
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/erlernter-konsum-wie-dopamin-das-trinkverhalten-steuert" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Erlernter Konsum
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Wenn du gerade auf dem Weg aus der Abhängigkeit bist
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für Menschen, die gerade aufgehört haben oder ihren Konsum mühsam in den Griff bekommen, sind die Festtage eine besonders heikle Zeit. Es gibt nicht nur mehr Trinkgelegenheiten, sondern oft auch mehr Stress, Familienkonflikte oder Einsamkeit. Ein paar Strategien, die helfen können:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Plane deinen Ausstieg.
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Komm mit dem eigenen Auto oder kläre vorher, wie du nach Hause kommst. Dann kannst du jederzeit gehen.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Geh früh, wenn die Stimmung kippt.
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Ab einem gewissen Pegel werden Gespräche ohnehin selten besser. Es ist völlig in Ordnung, sich zu verabschieden.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Hab einen Verbündeten.
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Eine Person, die Bescheid weiss und die du anrufen oder der du schreiben kannst, wenn es schwierig wird.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Hol dir Unterstützung.
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Wenn du merkst, dass es dir entgleitet, sprich mit deiner Ärztin oder einer Suchtberatung. Anonym und kostenlos geht das auch online über
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;a href="https://www.safezone.ch" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            safezone.ch
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            .
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und wenn es doch passiert: Ein Rückfall ist kein Scheitern und kein Grund, alles hinzuwerfen. Er ist ein Hinweis darauf, was du beim nächsten Mal anders machen kannst.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Was du gewinnst
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Festtage mit klarem Kopf zu erleben, erfordert manchmal etwas Mut. Aber es lohnt sich:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Du schläfst besser
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             und wachst am Weihnachtsmorgen ausgeruht auf. Warum Alkohol den Schlaf stört, erkläre ich in
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/alkohol-und-der-schlaf" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            Alkohol und Schlaf
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            .
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Du erinnerst dich
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             an die Gespräche, die Geschenke und die Gesichter.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Du hast Zeit für anderes:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Schlittschuhlaufen, Guetzli backen, ein Winterspaziergang am 25. Dezember, wenn alle anderen noch im Bett liegen.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Du bist ein Vorbild,
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             für deine Kinder, aber auch für die Freundin, die sich heimlich wünscht, auch mal Nein zu sagen.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Und wenn du nach den Festtagen merkst, dass dir die Pause gutgetan hat: Der
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/nuechtern-ins-neue-jahr-was-bringt-der-dry-january" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Dry January
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            steht schon vor der Tür.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich wünsche dir eine wunderschöne, klare Weihnachtszeit!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
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          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
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      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/nuechtern-ins-neue-jahr-was-bringt-der-dry-january" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Dry January
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
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    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/rezepte" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Alkoholfreie Drinks
          &#xD;
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    &lt;span&gt;&#xD;
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           Entspannung aus dem Glas
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ·
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/alkohol-von-stigma-und-vorurteilen" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Süchtig sind immer die anderen
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/36554be5/dms3rep/multi/pexels-photo-5473092.jpeg" length="310632" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Wed, 20 Nov 2024 09:56:29 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.himmel-blau.ch/alkoholfrei-durch-die-weihnachtszeit</guid>
      <g-custom:tags type="string">Alkoholverzicht in der Weihnachtszeit,Alkoholfrei auf Weihnachtsfeier,Alkoholfreie Alternativen,Alkholverzicht,Weihnachtszeit,Strategien für Alkoholverzicht,Weihnachten,Alkohol</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/36554be5/dms3rep/multi/pexels-photo-5473092.jpeg">
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Alkohol und der Schlaf: Warum der Schlummertrunk dir die Nacht raubt</title>
      <link>https://www.himmel-blau.ch/alkohol-und-der-schlaf</link>
      <description>Schneller einschlafen, schlechter schlafen: Was Alkohol mit deinen Schlafphasen macht, warum du um 3 Uhr wach liegst und was wirklich beim Einschlafen hilft.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Woran merkt man, dass man älter wird?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Glücklicherweise habe ich noch nicht so viele graue Haare und Falten. Und dank eines gesunden Lebensstils fühle ich mich körperlich fitter als noch vor Jahren. Aber ich werde älter. Und ich merke es vor allem an einer Sache: meinem Schlafbedürfnis. Früher konnte ich Nächte durchtanzen oder eine Woche Nachtschicht am Stück schieben und war trotzdem tagsüber fit. Heute bin ich nach einer unruhigen Nacht den ganzen Tag nicht zu gebrauchen. Mindestens sieben Stunden pro Nacht sind für mich ein Muss.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erholsamer Schlaf ist unglaublich wichtig. Wir können noch so viele Anti-Aging-Produkte essen oder auftragen – wenn wir nicht ausreichend schlafen, nützt das alles nichts. Im Schlaf verarbeitet das Gehirn die Eindrücke des Tages und speichert Gelerntes ab, der Körper regeneriert sich, das Immunsystem arbeitet auf Hochtouren. Chronischer Schlafmangel dagegen erhöht das Risiko für zahlreiche körperliche und psychische Erkrankungen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Die Schlafphasen in Kürze
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unser Schlaf verläuft in Zyklen von etwa 90 Minuten, die sich pro Nacht vier- bis sechsmal wiederholen. In jedem Zyklus durchlaufen wir mehrere Phasen:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Leichtschlaf:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Der Übergang vom Wachsein in den Schlaf. Muskeln entspannen sich, Atmung und Herzschlag werden gleichmässiger. In dieser Phase wachen wir noch leicht auf.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Tiefschlaf:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die Phase der körperlichen Erholung. Blutdruck und Körpertemperatur sinken, Zellen werden repariert, das Immunsystem ist besonders aktiv. Tiefschlaf findet vor allem in der ersten Nachthälfte statt.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Traumschlaf (REM-Schlaf):
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Benannt nach den schnellen Augenbewegungen (Rapid Eye Movement). Das Gehirn ist fast so aktiv wie im Wachzustand, wir träumen intensiv und verarbeiten Gefühle und Erlebnisse. Der REM-Schlaf macht etwa ein Fünftel der Nacht aus, und die REM-Phasen werden gegen Morgen immer länger.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für einen erholsamen Schlaf brauchen wir alle Phasen in der richtigen Reihenfolge und im richtigen Verhältnis. Und genau da funkt Alkohol dazwischen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Was Alkohol mit deinem Schlaf macht
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Viele schwören auf ihren Schlummertrunk. Und es stimmt: Alkohol wirkt sedierend, wir fühlen uns müde und schlafen schneller ein. Doch dann kommt das grosse Aber.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die erste Nachthälfte: Solange der Alkoholspiegel hoch ist, schlafen wir oft tief, dafür wird der Traumschlaf unterdrückt und verschoben. Klingt erst einmal nach gutem Schlaf, ist es aber nicht, denn der Körper ist gleichzeitig mit dem Alkoholabbau beschäftigt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die zweite Nachthälfte: Sobald der Alkohol abgebaut ist, kippt das System. Das Gehirn, das die dämpfende Wirkung ausgleichen musste, ist jetzt überaktiv. Der Schlaf wird leicht und unruhig, wir wachen häufiger auf. Der verdrängte Traumschlaf holt sich seinen Platz zurück, oft mit intensiven oder unangenehmen Träumen. Viele kennen das: Um drei oder vier Uhr morgens hellwach, mit Herzklopfen, Schwitzen und kreisenden Gedanken. Das ist kein Zufall, sondern eine Art Mini-Entzug.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Dazu kommen weitere Störenfriede:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Harndrang:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Alkohol hemmt ein Hormon, das normalerweise dafür sorgt, dass die Nieren nachts weniger Urin produzieren. Also raus aus dem Bett, auf die Toilette und danach in die Küche, weil der Körper ausgetrocknet ist und der Durst brennt.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Schnarchen:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Alkohol entspannt die Muskulatur im Rachen. Die Atemwege werden enger, wir schnarchen. Bei Menschen mit Schlafapnoe, also nächtlichen Atemaussetzern, verstärkt Alkohol die Aussetzer.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Hitzewallungen:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Wer in den Wechseljahren ist, bemerkt oft, dass nächtliche Hitzewallungen und Schweissausbrüche nach Alkohol stärker werden. Mehr dazu in
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/alkohol-und-die-wechseljahre-mythen-und-fakten" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            Alkohol in den Wechseljahren
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            .
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Ergebnis: Wir haben zwar sieben Stunden im Bett gelegen, sind aber am nächsten Morgen wie gerädert. Müde, gereizt, unkonzentriert. Und oft mit mehr Lust auf Süsses und Kaffee.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Die Falle: Alkohol als Schlafmittel
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aus suchtmedizinischer Sicht ist mir dieser Punkt besonders wichtig: Der Schlummertrunk ist eine der häufigsten Einstiegsspuren in einen problematischen Konsum. Das Muster ist immer ähnlich. Man schläft schlecht, das Glas Wein hilft beim Einschlafen. Nach einiger Zeit wirkt ein Glas nicht mehr so gut, also werden es zwei. Und weil Alkohol die zweite Nachthälfte stört, schläft man insgesamt schlechter – und braucht noch mehr Hilfe beim Einschlafen. Ein Teufelskreis.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Viele Patientinnen in meiner Sprechstunde nennen Einschlafstörungen als einen Grund, warum sie am Abend trinken möchten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wie das Gehirn lernt, Alkohol in bestimmten Situationen zu wollen, auch beim Zubettgehen, erkläre ich in
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/erlernter-konsum-wie-dopamin-das-trinkverhalten-steuert" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Erlernter Konsum
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Und wenn ich aufhöre? Guter Schlaf braucht Geduld
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine ehrliche Vorwarnung: Wer regelmässig zum Einschlafen getrunken hat und damit aufhört, schläft in den ersten Tagen oft erst einmal schlechter. Das Gehirn muss sich wieder daran gewöhnen, ohne Alkohol zur Ruhe zu kommen. Das ist normal und geht vorbei. Bei den meisten wird der Schlaf nach einigen Wochen deutlich besser, und viele erleben dann zum ersten Mal seit Langem, wie sich wirklich erholsamer Schlaf anfühlt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wichtig: Wer starke Entzugssymptome hat, also Zittern, Schwitzen, Herzrasen oder Unruhe, sollte nicht allein aufhören, sondern ärztliche Hilfe holen. Mehr dazu im Beitrag zum
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/nuechtern-ins-neue-jahr-was-bringt-der-dry-january" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Dry January
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Was stattdessen beim Einschlafen hilft
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Ein warmes Getränk:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Ein Glas warme Milch mit Honig oder ein Kräutertee mit Melisse, Lavendel oder Passionsblume. Das Ritual wirkt oft schon für sich.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Ein fester Abendablauf:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Gleiche Zeiten, gedimmtes Licht, Bildschirm weg. Das Gehirn lernt, dass jetzt Schlafenszeit ist.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Den Kopf leeren:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Aufschreiben, was einen beschäftigt, damit es nicht im Bett weiterkreist.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Entspannung:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
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            Entspannungsritualen
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           &#xD;
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          &#xD;
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            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
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    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ·
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
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           Alkoholfreie Drinks
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/36554be5/dms3rep/multi/pexels-photo-1809344.jpeg" alt=""/&gt;&#xD;
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      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/36554be5/dms3rep/multi/pexels-photo-923310.jpeg" length="237701" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Thu, 31 Oct 2024 15:02:19 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.himmel-blau.ch/alkohol-und-der-schlaf</guid>
      <g-custom:tags type="string">Alkohlauswirkung aus den Schlaf,Tiefschlaf,Alkohol,Schlafphasen,Schlaf,Schlafstörung</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/36554be5/dms3rep/multi/pexels-photo-923310.jpeg">
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Durch Mark und Bein - Alkohol und der Knochenstoffwechsel</title>
      <link>https://www.himmel-blau.ch/alkohol-und-knochen</link>
      <description>Alkohol und Knochen: Erfahre, wie Alkoholkonsum den Knochenstoffwechsel, die Knochengesundheit und die Frakturheilung beeinflusst und welche Risiken bestehen.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Ein ungeplanter Verlauf einer geplanten Operation …
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Drei Tage im Krankenhaus, zwei Wochen Krücken, schmerzfreies Gehen und volle Mobilität nach spätestens vier Wochen, dann auf nach Italien in die Ferien. So war der ursprüngliche Plan. Am Ende kam es aber doch anders. Eine unvorhergesehene Komplikation führte dazu, dass ich  12 Wochen lang an Krücken gehen musste und das Bein nicht belasten durfte. Der Traum von Sonne, Strand und dolce Vita geplatzt, meine Zeit verbrachte ich daher mehr oder weniger in meinen vier Wänden. Ich musste feststellen, dass Lesen, Netflix und Co. für zwei, drei Tage als Zeitvertreib ok sind, danach wurde es mir dann doch ein bisschen langweilig. Ausreden hatte  ich keine mehr und Zeit mehr als genug, also nutzte ich die Gelegenheit, mich endlich wieder meinem lang vernachlässigten Blog zu widmen. Wenn man ein gebrochenes Bein hat, ist das Thema auch schnell gefunden:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie wirkt sich der Alkoholkonsum auf die Knochen aus?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Kernaussage zuerst: Ab wann wird's riskant?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Studienlage zeigt ein U-förmiges Muster. Verglichen mit Abstinenzler:innen hatten Personen mit 0,5 bis 1
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/wissenswertes"&gt;&#xD;
      
           Standardglas
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            pro Tag ein tieferes Hüftfraktur-Risiko (RR 0,80), während bei mehr als 2 Gläsern pro Tag das Risiko deutlich anstieg (RR 1,39). [1] Das klingt zunächst nach einer Entwarnung für moderaten Konsum. Ich bin da trotzdem vorsichtig – und zwar aus einem methodischen Grund: Die Vergleichsgruppe der „Abstinenzler:innen“ enthält in solchen Studien oft Menschen, die früher viel getrunken haben und bereits Vorschäden davontragen. Dieser sogenannte Sick-Quitter-Effekt kann einen schützenden Effekt von moderatem Konsum vortäuschen, der so gar nicht existiert. [1]
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eindeutig ist dagegen: Regelmässiger, hoher Konsum schadet den Knochen nachweislich – unabhängig vom Lebensalter.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Wie unsere Knochen aufgebaut sind
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn man an die versteinerten Skelette von Dinosauriern denkt, denkt man nicht unbedingt daran, dass Knochen ein sehr vitales Gewebe sind, in dem lebenslange Wachstums- und Umbauprozesse stattfinden. Sie stützen und bewegen uns, schützen Organe wie Gehirn, Herz und Lunge, sind an der Blutbildung beteiligt und dienen als Kalziumspeicher.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Man unterscheidet zwei Arten von Knochengewebe: die dichte äussere Rindenschicht (Kortikalis) und die poröse innere Spongiosa mit ihren feinen Knochenbälkchen, den Trabekeln.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Von der Geburt bis zum Ende der Pubertät wachsen unsere Knochen schnell, die maximale Knochenmasse erreichen wir zwischen dem 9. und 18. Lebensjahr. Danach werden Knochen ständig umgebaut. Zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr nimmt die Knochendichte bereits wieder ab – bis zum 70. Lebensjahr verlieren wir so 30–40 % unserer Skelettmasse. Nach den Wechseljahren beschleunigt sich dieser Verlust bei Frauen, weil der Östrogenspiegel sinkt, der die knochenabbauenden Osteoklasten normalerweise bremst.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Wie Alkohol den Kalzium- und
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/alkohol-und-die-wechseljahre-mythen-und-fakten"&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Hormonstoffwechsel
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           stört
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kalzium übernimmt in unserem Körper viele Funktionen: Es steuert die Muskelfunktion und den Herzrhythmus, ist wichtig für die Blutgerinnung und wird über Hormone wie Parathormon, Calcitonin und Vitamin D im Gleichgewicht gehalten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alkohol stört genau dieses Hormonsystem. Das führt dazu, dass weniger Kalzium über den Darm aufgenommen und mehr über die Nieren ausgeschieden wird. Um den Kalziumspiegel im Blut dennoch konstant zu halten, muss der Körper den Kalziumspeicher im Knochen anzapfen – was diesen langfristig schwächt. [2]
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Direkter und vermutlich noch bedeutsamer: Alkohol hemmt dosisabhängig die Aktivität der knochenaufbauenden Osteoblasten. Der Knochenverlust unter Alkoholeinfluss entsteht also in erster Linie durch reduzierten Knochenaufbau, nicht durch beschleunigten Abbau. [2]
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Alkohol in der Wachstumsphase
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Besonders kritisch ist Alkoholkonsum für junge, noch wachsende Knochen. Er senkt die maximale Knochendichte, die in der Jugend erreicht wird – und diese Peak Bone Mass bestimmt massgeblich das Frakturrisiko im späteren Leben, da sie im Erwachsenenalter nur noch abnimmt, nie wieder zunimmt. [3]
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Alkohol und Frakturheilung
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie in meinem Fall mit dem gebrochenen Bein ist es ratsam, während der Heilung auf Alkohol zu verzichten. Alkohol hemmt die Bildung des sogenannten Kallus – der Knochenschwiele, die sich beim Zusammenwachsen einer Bruchstelle bildet und sich durch Kalziumeinlagerung zu neuem Knochengewebe verfestigt. Neben der Störung von Vitamin-D- und Kalziumstoffwechsel hemmt Alkohol vermutlich auch direkt die Proliferation der reparierenden Zellen im Bruchspalt. Studien mit Menschen mit Alkoholabhängigkeit zeigen entsprechend deutlich häufiger Heilungskomplikationen wie verzögerte oder ausbleibende Frakturheilung. [4]
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Wie viel ist zu viel? Ein genauerer Blick auf die Studienlage
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Tierstudie aus dem Jahr 2022 an Ratten liefert dazu ein spannendes Detail: Auch wenn sich die Knochenmineraldichte durch chronischen Alkoholkonsum nicht veränderte, nahmen der Kollagenanteil und die Dicke der Knochentrabekel ab, während die Knochenbrüchigkeit zunahm. [5] Das bedeutet: Die Knochendichte allein – der Wert, der auch bei uns Menschen meist gemessen wird – ist möglicherweise kein ausreichender Massstab für die tatsächliche Knochenqualität. Ein Knochen kann auf dem Papier „dicht genug“ aussehen und trotzdem brüchiger sein, als die Zahl vermuten lässt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Fazit
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ausreichende Versorgung mit Kalzium und Vitamin D und eine grosse Portion Geduld – und zum Vino sagte ich lieber No!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Welche weiteren Auswirkungen Alkohol auf deinen Körper haben kann, erfährst du
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;a href="/alkohol-und-koerper"&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            hier.
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Quellen
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1. Berg KM, Kunins HV, Jackson JL, et al. Association Between Alcohol Consumption and Both Osteoporotic Fracture and Bone Density. Am J Med. 2008;121(5):406–418. DOI: 10.1016/j.amjmed.2007.12.012.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2. Chakkalakal DA. Alcohol-induced bone loss and deficient bone repair. Alcohol Clin Exp Res. 2005;29(12):2077–2090. DOI: 10.1097/01.alc.0000192039.21305.55.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           3. Godos J, Giampieri F, Chisari E, et al. Alcohol Consumption, Bone Mineral Density, and Risk of Osteoporotic Fractures: A Dose-Response Meta-Analysis. Int J Environ Res Public Health. 2022;19(3):1515. DOI: 10.3390/ijerph19031515.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           4. Chakkalakal DA. Alcohol-induced bone loss and deficient bone repair. Alcohol Clin Exp Res. 2005;29(12):2077–2090. DOI: 10.1097/01.alc.0000192039.21305.55.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           5. Seabra O, Pereira VG, Espindula AP, et al. Even without changing the bone mineral density, alcohol consumption decreases the percentage of collagen, the thickness of bone trabeculae, and increases bone fragility. An Acad Bras Cienc. 2022;94(suppl 3):e20210661. DOI: 10.1590/0001-3765202220210661. Tiermodellstudie an Ratten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/36554be5/dms3rep/multi/pexels-photo-5547056-6f2a74ca-19a13d06-658ccbc2.jpeg" length="102090" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Wed, 23 Oct 2024 14:39:52 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.himmel-blau.ch/alkohol-und-knochen</guid>
      <g-custom:tags type="string">Vitamin D,Osteoporose,Knochen,Kalzium,Knochenwachstum,Alkoholkonsum,Knochenstoffwechsel,Alkohol</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/36554be5/dms3rep/multi/pexels-photo-5547056.jpeg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/36554be5/dms3rep/multi/pexels-photo-5547056-6f2a74ca-19a13d06-658ccbc2.jpeg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Null Alkohol, aber voller Geschmack - die besten Mocktails aus der Swiss Nullpromille Trophy</title>
      <link>https://www.himmel-blau.ch/and-the-winner-is-die-besten-mocktails-2023</link>
      <description>Festlich anstossen, am 1. Januar fit aufwachen: die Siegerdrinks der Schweizer Nullpromille Trophy, Rezepte zum Nachmixen und Bars mit guten Mocktails.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Silvester steht vor der Tür
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und wie jedes Jahr beschäftigt mich dieselbe Frage: Wie vereine ich eine rauschende Partynacht mit der Tatsache, dass ich am 1. Januar frühmorgens wieder einsatzbereit sein muss? Denn mein Sohn ist vom Schlaftyp Lerche. Er ist um 6 Uhr wach und verlangt spätestens um 7 nach seinem persönlichen Morgenritual: „Mama, Kakao!!!“ Gnade kennt er keine, bestechen lässt er sich auch nicht. Es gibt kein Entrinnen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Einen Brummschädel kann ich am 1. Januar also nicht gebrauchen. Nur Mineralwasser ist mir an Silvester aber auch zu langweilig. Ich brauche etwas Alkoholfreies, das trotzdem festlich ist. Die Lösung heisst Mocktail!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Mehr als Virgin Colada
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wem beim Wort Mocktail nur Virgin Colada oder alkoholfreier Caipirinha einfallen, der ist in der Zeit stehen geblieben. Dank kreativer Barkeeperinnen und Barkeeper und einer wachsenden Auswahl an alkoholfreien Produkten gibt es heute eine Fülle an raffinierten Rezepten. Wie es dazu kam, beschreibe ich in
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/alkoholfreie-cocktails-genuss-ohne-kompromisse-die-geschichte-des-no-drink-movements" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Alkoholfreie Cocktails: Genuss ohne Kompromisse
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Die Schweizer Nullpromille Trophy
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wie ernst die Schweizer Barszene alkoholfreie Drinks inzwischen nimmt, zeigt die
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.barnews.ch/tag/nullpromille-trophy/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Schweizer Nullpromille Trophy
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . Der Wettbewerb wurde 2011 vom Fachmagazin Bar News ins Leben gerufen und ist der älteste Wettbewerb für alkoholfreie Cocktails in der Schweiz. Jedes Jahr reichen Barkeeperinnen und Barkeeper aus der ganzen Schweiz ihre Rezepte in zwei Kategorien ein: „Fancy Drink“ und „Sparkling Cocktail“. Die Rezepte werden anonymisiert bewertet, die jeweils sechs besten werden ins Finale eingeladen und dort vor einer Fachjury live gemixt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Regeln sind streng: höchstens fünf Zutaten, und alle müssen im Handel erhältlich sein. Das ist gut für uns, denn so lassen sich die Siegerdrinks zu Hause nachmixen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           And the winner is …
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2026 (15. Ausgabe): Noah Bächi vom Dry Club / Tipsy Tiger in Zürich mit „Tea-riffic“ und Ramiro Smith von der The Seven Spirits Bar in Grindelwald mit „Uva Sana“.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2025: Ruben da Silva von der Eden Bar im La Réserve Eden au Lac in Zürich mit „BeAware“ und Melina Reusser von der Atelier Classic Bar in Thun mit „Hibis-Kiss“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2024: Tobias Schwingshackl von der Clouds Bar in Zürich mit „Sleepy Martini“ (Fancy Drink) und Praveen Paul von der Lakeview Bar auf dem Bürgenstock mit „Pink Dragon“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2023: Francois Bräuning von der Lenox Bar in Zürich mit „Back to the Roots“ (Fancy Drink) und Michael Duc von der Atelier Classic Bar in Thun mit „Be Mango“ (Sparkling Cocktail). Die Rezepte der beiden findest du unten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Übrigens: Wer in Zürich Lust auf einen richtig guten alkoholfreien Drink hat, hat mit dieser Liste gleich eine Auswahl an Bars, in denen man sich hinter der Theke mit Mocktails auskennt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Zum Nachmixen: die Siegerdrinks 2023
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           „Back to the Roots“ von Francois Bräuning (Fancy Drink 2023)
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            3 cl Rebels Gin Alternative
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2 cl Holunderblütensirup
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1,5 cl Supasawa
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1 Barlöffel Randensaft
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            5 frische Himbeeren
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Deko: Himbeeren und Pfefferminze
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           [Zubereitung ergänzen, z. B. Himbeeren im Shaker andrücken, alle Zutaten mit Eis shaken, fein abseihen]
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           „Be Mango“ von Michael Duc (Sparkling Cocktail 2023)
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            3 cl Lyre’s Italian Spritz
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            3 cl Mangosaft
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2,5 cl frischer Zitronensaft
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1,5 cl Honigsirup
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            5 cl Rimuss Bianco Dry
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Deko: Mangoschale
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           [Zubereitung ergänzen, z. B. die ersten vier Zutaten auf Eis shaken, ins Glas abseihen und mit Rimuss auffüllen]
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Noch mehr Ideen, auch ohne Spezialprodukte, findest du bei meinen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/rezepte" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           alkoholfreien Rezepten
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Meine Tipps für ein alkoholfreies Silvester
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Anstossen um Mitternacht:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Ein alkoholfreier Schaumwein, etwa der Schweizer Klassiker Rimuss, oder ein prickelnder Mocktail im Sektglas sorgt für den festlichen Moment.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Selbst mitbringen:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Wer bei Freunden feiert, bringt am besten eine eigene alkoholfreie Kreation mit. Du wirst nicht die Einzige sein, die sich darüber freut.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Nicht erklären müssen:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Wer fragt, warum du nicht trinkst, bekommt ein freundliches „Weil ich nicht will“. Mehr Antworten auf die typischen Fragen findest du in
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/alkoholfrei-durch-die-weihnachtszeit" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            Weihnachten ohne Alkohol
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            .
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Ein Hinweis für Menschen mit einer Alkoholabhängigkeit:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Drinks mit alkoholfreien Gin- oder Spritz-Alternativen ahmen Alkohol sehr genau nach und können das Verlangen wieder wecken. Dann sind Drinks mit ganz eigenem Geschmack oft die bessere Wahl. Mehr dazu in
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/erlernter-konsum-wie-dopamin-das-trinkverhalten-steuert" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            Erlernter Konsum
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            .
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auf dass wir das neue Jahr frisch, erholt und mit klarem Kopf begrüssen können. Und wenn es dir danach gut geht: Der
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/nuechtern-ins-neue-jahr-was-bringt-der-dry-january" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Dry January
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            wartet schon.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Cheers und e guets Neus!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
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          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/alkoholfreie-cocktails-genuss-ohne-kompromisse-die-geschichte-des-no-drink-movements" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Alkoholfreie Cocktails
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
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           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/weihnachtszeit-ist-gluehweinzeit" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Glühwein: Mythen und Fakten
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ·
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/katerstimmung" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Katerstimmung
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ·
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/rezepte" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Rezepte
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
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  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auf dass wir das kommende Jahr frisch, erholt und mit klarem Kopf begrüssen können. Für 2027 wünsche Ich Euch allen viel Gesundheit, Freude und Glück. In diesem Sinne:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Cheers und Prost Neujahr!
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/36554be5/dms3rep/multi/pexels-photo-9201054.jpeg" length="268417" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Sat, 23 Dec 2023 19:33:41 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Glühwein: Macht er schneller betrunken? Mythen und Fakten</title>
      <link>https://www.himmel-blau.ch/weihnachtszeit-ist-gluehweinzeit</link>
      <description>Wärmt Glühwein wirklich? Wie viel Alkohol steckt in einem Becher, macht er schneller betrunken, und ist er krebserregend?</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Bummel über den Weihnachtsmarkt ...
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Adventszeit erstrahlt Zürich im festlichen Lichterglanz. Die Weihnachtsmärkte laden zum Flanieren ein, und der Duft von heissen Marroni, gebrannten Mandeln und Glühwein steigt einem in die Nase. Ich liebe die Vorweihnachtszeit! Besonders beim Duft von Glühwein geht mir das Herz auf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dabei trinke ich ihn gar nicht so gern. Der Duft verspricht würzige Gaumenfreuden, der Geschmack holt mich dann meist auf den Boden der Tatsachen zurück: viel zu babbig süss.¹ Ich mag Wein lieber ohne Zucker. Langsam geniessen kann man ihn auch nicht, denn ist er einmal kalt, schmeckt er erst recht nicht mehr. Ein Schuss Rum verspricht Abhilfe, aber dann bin ich schon nach einer Tasse blau. Also belasse ich es meistens bei der olfaktorischen Verführung und biege direkt zum Marronistand ab.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Glühwein – wer hat’s erfunden?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schon die alten Römer tranken gewürzten Wein, allerdings vor allem kalt. Im Mittelalter wurde Wein häufig mit Honig und Gewürzen versetzt, um ihn haltbarer zu machen. Ausserdem war die Qualität damals oft so schlecht, dass man die saure Plörre anders kaum geniessen konnte. Eines der ersten überlieferten Glühweinrezepte stammt aus Sachsen: Der Raugraf von Wackerbarth notierte es im 19. Jahrhundert in einer Sammlung von Weinrezepten. Etwa zur gleichen Zeit wurde am schwedischen Königshof Glögg ausgeschenkt, die skandinavische Variante. Den Glühwein, wie wir ihn heute vom Weihnachtsmarkt kennen, erfand wohl der Augsburger Winzer Rudolf Kunzmann: 1956 füllte er als Erster Rotwein mit Zucker und Gewürzen fertig ab. Weil es damals ein Gesetz gegen das Zuckern von Wein gab, brachte ihm seine bahnbrechende Idee prompt einen Bussgeldbescheid ein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Wie viel Alkohol steckt in einem Becher?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mehr, als viele denken. Ein Becher auf dem Weihnachtsmarkt fasst meist 2 bis 2,5 dl, also deutlich mehr als ein Glas Wein im Restaurant. Glühwein hat je nach Sorte einen Alkoholgehalt von etwa 7 bis 10 Volumenprozent. In einem Becher stecken damit rund 15 bis 20 Gramm reiner Alkohol, das entspricht etwa anderthalb bis zwei
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/risikoarmer-konsum"&gt;&#xD;
      
           Standardgläsern
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . Mit einem Schuss Rum oder Amaretto kommt noch einmal ein ganzes Standardglas dazu.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Für Frauen heisst das: Schon ein einziger Becher liegt über der Menge, die für einen risikoarmen Konsum pro Tag empfohlen wird. Mehr zu den Grenzwerten findest du in meinem Beitrag zum
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/risikoarmer-konsum" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           risikoarmen Konsum
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            . Und warum Frauen Alkohol schlechter vertragen, erkläre ich in
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/alkohol-der-sexist-warum-frauen-weniger-alkohol-vertragen" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Alkohol, der Sexist
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Macht Glühwein schneller betrunken als kalter Wein?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Frage wurde mir in einem Interview mit dem Blick gestellt. Vieles spricht dafür: Die Wärme regt die Durchblutung im Magen-Darm-Trakt an, der Alkohol gelangt womöglich schneller ins Blut. Gut untersucht ist dieser Effekt allerdings nicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Viel wichtiger sind andere Faktoren: Glühwein wird oft schnell getrunken, bevor er kalt wird. Man steht mit leerem Magen in der Kälte, weil man das Znacht auf später verschiebt. Der Becher ist grösser als ein Weinglas. Und dann kommt noch der Schuss dazu. All das lässt den Alkoholspiegel rasch ansteigen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Wärmt Glühwein von innen?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn wir bei Minusgraden auf dem Weihnachtsmarkt frieren, scheint eine Tasse Glühwein genau das Richtige zu sein. Und tatsächlich breitet sich zunächst ein wohliges Wärmegefühl aus. Doch das täuscht. Alkohol erweitert die Blutgefässe in der Haut, man sieht es an den roten Wangen und der roten Nase. Über die erweiterten Gefässe gibt der Körper Wärme nach aussen ab, und die Körpertemperatur sinkt. Kurz darauf frieren wir umso mehr.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das kann gefährlich werden: Wer nach mehreren Bechern in der Kälte unterwegs ist, unterschätzt leicht, wie stark er auskühlt. Die Gefahr einer Unterkühlung steigt, gerade auf dem Heimweg.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Ist Glühwein krebserregend?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wird Glühwein zu stark erhitzt, entsteht aus dem Zucker Hydroxymethylfurfural (HMF). Diese Verbindung steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Eindeutige Beweise dafür gibt es bisher nicht, und da Glühwein normalerweise nicht gekocht wird – der Alkohol soll ja nicht verdampfen –, spielt das wohl nur eine untergeordnete Rolle.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der eigentliche Schuldige ist ein anderer: der Alkohol selbst. Beim Abbau im Körper entsteht
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/alkoholabbau"&gt;&#xD;
      
           Acetaldehyd
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            , und das ist eindeutig krebserregend. Das gilt für jedes alkoholische Getränk, ob kalt oder warm. Mehr dazu in
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/alkohol-und-brustkrebs" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Alkohol und Brustkrebs
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . Glühwein ist also ein reines Genussmittel und kein Heilmittel gegen Erkältungen, auch wenn Oma das vielleicht anders gesehen hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Und am nächsten Morgen?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Kombination aus viel Zucker, Rotwein und Hochprozentigem ist eine ziemlich zuverlässige Formel für einen heftigen Kater. Dunkle Getränke enthalten mehr Begleitstoffe, die Katersymptome verstärken können. Was im Körper passiert und was dann hilft, liest du in
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/katerstimmung" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Katerstimmung und Katzenjammer
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Die Alternative: alkoholfreier Glühwein
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die gute Nachricht: Den Duft und das wärmende Ritual kannst du auch ohne Alkohol haben. Auf den meisten Weihnachtsmärkten gibt es inzwischen alkoholfreien Punsch oder Kinderpunsch, und auch zu Hause ist ein alkoholfreier Glühwein schnell gemacht:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mein Rezept für alkoholfreien Glühwein: 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             5 dl roten Traubensaft,
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             2,5 dl kräftigen Früchte- oder Hagebuttentee,
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             den Saft einer Orange,
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             1 Zimtstange, 3 Nelken,
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             1 Sternanis und
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ein paar Scheiben frischen Ingwer
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           in einem Topf langsam erwärmen, nicht kochen. 15 Minuten ziehen lassen und nach Geschmack mit etwas Zitronensaft abschmecken. Wer es herber mag, ersetzt einen Teil des Traubensafts durch Tee.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Weitere Ideen für die kalte Jahreszeit findest du bei meinen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/rezepte" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           alkoholfreien Rezepten
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            und im Beitrag
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/alkoholfrei-durch-die-weihnachtszeit" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Weihnachten ohne Alkohol
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Fassen wir zusammen
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Glühwein duftet herrlich und gehört für viele einfach zur Adventszeit. Aber er hat es in sich: Ein Becher enthält mehr Alkohol, als man denkt, er wärmt nur scheinbar, und mit Schuss und leerem Magen steigt der Pegel schnell. Mein Rat, besonders an Frauen: Wenn Glühwein, dann bei einem Becher bleiben, vorher etwas essen und dann zum Punsch wechseln. Oder direkt zum Marronistand abbiegen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ¹ Es gibt natürlich Qualitätsunterschiede. Auf dem [Weihnachtsmarkt am Münsterhof](https://www.zuerich.com/de/besuchen/shopping/weihnachtsmarkt-muensterhof), einem der schönsten Weihnachtsmärkte in Zürich, habe ich auch schon einen sehr feinen Glühwein getrunken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/md/pexels/dms3rep/multi/pexels-photo-6176692.jpeg" length="127212" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Sun, 17 Dec 2023 10:13:57 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Katerstimmung und Katzenjammer - die akute Alkoholvergiftung</title>
      <link>https://www.himmel-blau.ch/katerstimmung</link>
      <description>Was ist ein Kater? Welche Symptome hat eine akute Alkoholvergiftung und was können wir dagegen machen.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Tag danach ...
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mühsam rollst du dich aus dem Bett. Der Kopf ist schwer, auf dem Weg zur Kaffeemaschine wird dir schwindlig, im Magen ein flaues Gefühl. Wirklich frühstücken oder lieber nur ein Aspirin einschmeissen?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gestern Abend hast du es mal wieder übertrieben. Wie viele Drinks waren es? Irgendwann hast du aufgehört zu zählen. Auf der Party hast du dich mitziehen lassen, die Geselligkeit war ansteckend, alle haben getrunken. Es war lustig, zumindest bis zu einem gewissen Punkt. Jetzt ist es nicht mehr lustig. Jetzt hast du einen Kater.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kommt dir das bekannt vor? Nach dem Rausch kommt der Kater. Aber warum eigentlich?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Wieso heisst das überhaupt „Kater“?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Über die Herkunft des Wortes gibt es verschiedene Theorien. Eine besagt, dass „Kater“ von „Katarrh“ abstammt, einer Bezeichnung für eine Erkältung. Leipziger Studenten sollen im 19. Jahrhundert damit ihren Zustand nach einem Zechgelage beschrieben haben – offenbar waren sie lieber erkältet als blau. Im sächsischen Dialekt klingt „Katarrh“ angeblich wie „Kater“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine andere Theorie verweist auf Christian August Wichmanns „Antikritikus“ von 1768, in dem vom „Katzenjammer“ die Rede ist, einem elenden Zustand, den unglückliche Menschen mit jammernden Katzen gemeinsam haben. Aus dem Katzenjammer wurde später der Kater.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Was im Körper passiert
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erstaunlicherweise ist bis heute nicht vollständig geklärt, wie ein Kater genau entsteht. Wichtig ist: Der Kater kommt nicht während des Rausches, sondern dann, wenn der Alkoholspiegel wieder gegen null sinkt. Mehrere Faktoren spielen zusammen:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Entzündungsreaktion:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Alkohol bringt das Immunsystem durcheinander. Der Körper schüttet Entzündungsbotenstoffe aus, ähnlich wie bei einem beginnenden Infekt. Daher das Gefühl, krank zu sein.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Flüssigkeitsverlust:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Alkohol wirkt harntreibend. Du verlierst mehr Wasser, als du trinkst. Das trägt zu Durst, Kopfschmerzen und Schwindel bei, erklärt den Kater aber nicht allein.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Schlechter Schlaf:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Alkohol macht zwar müde, zerstört aber die zweite Nachthälfte. Du fühlst dich doppelt gerädert. Mehr dazu in
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/alkohol-und-der-schlaf" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            Alkohol und Schlaf
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            .
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Blutzucker:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Alkohol stört den Zuckerstoffwechsel. Zittrigkeit, Schwäche und Heisshunger können die Folge sein.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Begleitstoffe:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Dunkle Getränke wie Rotwein, Whisky oder Brandy enthalten mehr sogenannte Begleitstoffe als klare wie Wodka oder Gin. Studien zeigen: Bei gleicher Alkoholmenge fällt der Kater nach dunklen Getränken oft heftiger aus.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Acetaldehyd:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Das giftige und krebserregende Zwischenprodukt des
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/alkoholabbau" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            Alkoholabbaus
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             trägt zu Übelkeit und Unwohlsein bei. Wie gross seine Rolle beim Kater ist, wird in der Forschung allerdings noch diskutiert.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Ein kleiner Entzug:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Das Gehirn hat während des Trinkens gegen die dämpfende Wirkung angesteuert. Fällt der Alkohol weg, ist es überaktiv: Zittern, Schwitzen, Herzklopfen, Lärm- und Lichtempfindlichkeit.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Übrigens: Frauen erreichen bei gleicher Trinkmenge meist einen höheren Blutalkoholspiegel als Männer und bekommen den Kater dadurch oft schon nach weniger Drinks zu spüren. Warum das so ist, erkläre ich in
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/alkohol-der-sexist-warum-frauen-weniger-alkohol-vertragen" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Alkohol, der Sexist
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Hangxiety: Wenn zum Kater die Angst kommt
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Viele kennen neben Kopfweh und Übelkeit noch ein anderes Katersymptom: ein diffuses Gefühl von Angst, Unruhe und Scham. Was habe ich gestern gesagt? Habe ich mich blamiert? Im Englischen hat das inzwischen einen eigenen Namen: „Hangxiety“, zusammengesetzt aus Hangover und Anxiety.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auch das ist zum Teil Neurochemie. Das Gehirn ist nach dem Alkohol übererregt, die beruhigenden Botenstoffe sind aus dem Gleichgewicht, und der schlechte Schlaf tut sein Übriges. Wer ohnehin zu Ängsten neigt, erlebt das oft besonders heftig. Wie Alkohol erst entspannt und dann das Stresssystem anheizt, beschreibe ich in
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/entspannung-aus-dem-glas-alkohol-und-stress" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Entspannung aus dem Glas
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was hilft – und was nicht
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die schlechte Nachricht zuerst: Gegen einen Kater gibt es kein Wundermittel. Weder Anti-Kater-Pillen noch teure Vitamin-Infusionen haben in Studien überzeugt. Du kannst lediglich die Symptome lindern:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Trinken:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Wasser, Tee oder eine Bouillon helfen, den Flüssigkeits- und Salzverlust auszugleichen.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Etwas Leichtes essen:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Zwieback, eine Banane oder eine Suppe stabilisieren den Blutzucker, ohne den Magen zu überfordern.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Mein persönlicher Tipp:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Frischer Ingwer und schwarzer Tee. Ingwer hilft gut gegen Übelkeit, und die Gerbstoffe im schwarzen Tee beruhigen den gereizten Magen.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Frische Luft:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Ein gemütlicher Spaziergang bringt den Kreislauf in Schwung. Sport mit hoher Belastung ist dagegen keine gute Idee.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Vorsicht bei Schmerzmitteln:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Paracetamol belastet die Leber, die ohnehin gerade mit dem Alkoholabbau beschäftigt ist. Darauf solltest du besser verzichten. Ibuprofen und Aspirin können den ohnehin gereizten Magen zusätzlich reizen. Wenn überhaupt, dann nur mit etwas im Magen und in niedriger Dosis.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Keine Sauna:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Alkohol lässt sich nicht ausschwitzen, und du hast schon genug Flüssigkeit verloren.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Finger weg vom Konterbier
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Ein Konterbier und alles ist wieder gut.“ Ja, das funktioniert kurzfristig tatsächlich, und genau deshalb ist es gefährlich. Das Konterbier dämpft die Entzugssymptome, weil es dem übererregten Gehirn wieder Alkohol liefert. Der Kater wird damit nicht geheilt, sondern nur verschoben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Aus suchtmedizinischer Sicht ist das ein Warnsignal: Wer merkt, dass er morgens Alkohol braucht, um sich besser zu fühlen, oder dass Zittern, Schwitzen und Unruhe erst nach einem Drink verschwinden, sollte das ernst nehmen. Das können Anzeichen einer körperlichen Abhängigkeit sein. In diesem Fall ist ein Gespräch mit deiner Hausärztin oder einer Suchtberatung der richtige nächste Schritt. Und bitte nicht auf eigene Faust abrupt aufhören, warum, erkläre ich im Beitrag zum
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/nuechtern-ins-neue-jahr-was-bringt-der-dry-january" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Dry January
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Kater ist nicht gleich Alkoholvergiftung
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Umgangssprachlich wird der Kater gern als „Alkoholvergiftung“ bezeichnet, und in gewissem Sinn stimmt das ja: Alkohol ist ein Zellgift. Medizinisch meint die akute Alkoholvergiftung aber etwas anderes, nämlich einen gefährlichen Zustand während des Trinkens, wenn der Alkoholspiegel sehr hoch ist. Sie kann lebensbedrohlich sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Warnzeichen einer akuten Alkoholvergiftung:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Person ist nicht mehr oder kaum noch weckbar
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Langsame, unregelmässige oder aussetzende Atmung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Erbrechen bei eingeschränktem Bewusstsein
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Blasse oder bläuliche Haut und Lippen, Unterkühlung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Krampfanfälle
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Was tun?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sofort den Notruf
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           144
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            wählen. Die Person nicht allein lassen, in die stabile Seitenlage bringen, damit sie nicht an Erbrochenem erstickt, und warm halten. Kalte Duschen, Kaffee oder „Ausschlafen lassen“ helfen hier nicht, sie können sogar gefährlich sein. Bei Fragen hilft auch Tox Info Suisse unter der Nummer
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           145
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Das beste Mittel gegen einen Kater
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Logisch: die Vorbeugung. Am besten trinkst du erst gar nicht oder nur wenig. Wenn du doch mal mehr trinken willst, helfen ein paar einfache Regeln:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Nie mit leerem Magen:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Ein voller Magen verzögert die Aufnahme von Alkohol ins Blut. Der Alkoholspiegel steigt langsamer und weniger hoch.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Zu jedem Glas ein Glas Wasser:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Das verlangsamt das Trinken und gleicht Flüssigkeit aus.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Lieber hell als dunkel:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Klare Getränke enthalten weniger Begleitstoffe.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Alkoholfreie Alternativen:
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Ein guter Mocktail zwischendurch nimmt den Druck raus. Ideen findest du bei meinen
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/rezepte" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            Rezepten
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            .
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Der Kater als Warnsignal
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Eigentlich hatte ich diesen Beitrag schon fertig. Dann hat mich eine Passage aus dem Buch von Professor David Nutt,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/Buecher"&gt;&#xD;
      
           „Drink? The New Science of Alcohol and Your Health“,
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            zum Nachdenken gebracht. Das Buch kann ich übrigens sehr empfehlen, es ist eine ausgezeichnete Informationsquelle zum Thema Alkohol.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nutt verweist auf Forschungsergebnisse, nach denen Menschen, die nach übermässigem Trinken einen Kater bekommen, ein geringeres Risiko für eine spätere Alkoholabhängigkeit haben als Menschen, die kaum Katersymptome spüren. Das passt zu einem bekannten Befund der Suchtforschung: Wer auf Alkohol wenig reagiert, also viel verträgt und wenig spürt, trinkt tendenziell mehr und hat ein höheres Abhängigkeitsrisiko. Die viel bewunderte „Trinkfestigkeit“ ist also kein Talent, sondern eher ein Risikofaktor.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein Kater kann deshalb auch eine Chance sein: als Warnsignal des Körpers, das man ernst nehmen und zum Anlass für einen bewussteren Umgang mit Alkohol nehmen kann. Wenn du wissen möchtest, ob dein Konsum in eine Grauzone gerutscht ist, lies meinen Beitrag über die
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/in-der-grauzone-gray-area-alkoholkonsum" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Grauzone
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
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          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/alkoholabbau" target="_blank"&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Alkoholabbau
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
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    &lt;span&gt;&#xD;
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          &#xD;
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    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
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    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/alkohol-und-der-schlaf" target="_blank"&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Alkohol und Schlaf
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           ·
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/alkoholfreie-cocktails-genuss-ohne-kompromisse-die-geschichte-des-no-drink-movements" target="_blank"&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Alkoholfreie Cocktails
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           ·
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.himmel-blau.ch/alkoholfrei-durch-die-weihnachtszeit" target="_blank"&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Weihnachten ohne Alkohol
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/36554be5/dms3rep/multi/pexels-photo-8212108-a9d3b6a2.jpeg" length="168177" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Fri, 15 Dec 2023 15:55:32 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.himmel-blau.ch/katerstimmung</guid>
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